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Studenten zeigen sich kreativ: Vom Hochzeitszug über Erlebniskarte bis zur etwas anderen Stadtführung "Roter Faden"

Frische Ideen für die Granitbahn haben Studenten der technischen Hochschule Deggendorf im Rathaus präsentiert. Sie stellten ein Konzeptbuch mit 60 Vorschlägen zur Aktivierung der Granitbahn vor.

 

Vier Monate lang hatten die Studenten, die an der Technischen Hochschule Tourismusmanagement studieren, an dem Konzeptbuch mit Ideen zur Reaktivierung der Granitbahn von Passau nach Hauzenberg gearbeitet. Das Ergebnis wurde jetzt im Rathaus vorgestellt.

Mit dabei: Vertreter des Fördervereins Lokalbahn, Stadtmitarbeiter, Leitender Regierungsdirektor Klaus Froschhammer, Vertreter der Ilztalbahn, des Verkehrsclubs, des Stadtrats und von der Bayerischen Regionaleisenbahn GmbH (BRE) Gerhard Curth.

Im April hatten Bürgermeisterin Gudrun Donaubauer und die Vorsitzende des Fördervereins Heidi Bauer das Reaktivierungsprojekt der Regionalbahnstrecke an der Hochschule vorgestellt. Wenige Tage später kamen 25 Studenten nach Hauzenberg, um die Strecke in Augenschein zu nehmen. Bei einer Führung durch den Förderverein bekamen sie "ein Gespür" für die Strecke, wie sich Heidi Bauer nun erinnerte. "Für uns ein Glücksfall", fand die Fördervereinsvorsitzende.

Denn die Studenten entwickelten viele Vorschläge, wie man das Potenzial der Granitbahn nutzen könnte. "Aus den vielen Ideen haben wir die 60 besten herausgesucht", erklärte jetzt stellvertretend für die Projektgruppe Heidi Heineck. Die Ideen wurden in einem Konzeptbuch gesammelt und aufwendig illustriert. "Anfangs war es für schwierig, was wir machen wollten, da uns alle Türen offen gelassen wurden." Herausgekommen ist eine bunte Sammlung, die Vorschläge macht, wie man in der Granitbahn, rund um die Bahn sowie in und um die Bahn das Potenzial nutzen und Marketing betreiben könnte.

Und dann gewährte sie einen Blick ins Buch: Alle Ideen sind methodisch gleich aufgebaut. Als Beispiele nannte die Studentin den "Hochzeitszug", die etwas andere Stadtführung unter dem Motto "Roter Faden" sowie eine Erlebniskarte, die auf Sehenswürdigkeiten am Rande der Strecke verweist.

"Unsere Ideensammlung ist sicher ein Anstoß. Doch für eine wirtschaftlich erfolgreiche Reaktivierung müssen alle Akteure an einem Strang ziehen. Es sind zusätzliche Schritte nötig", sind sich Ulrike Gehring und Heidi Heineck einig, am Projekt ebenso beteiligt wie Bernhard Englberger. "Nicht alle 60 Ideen sind durchsetzbar, nicht alles bezahlbar, auch nicht alle gleichzeitig machbar", erklärte Heidi Heineck. Das sei auch nicht gewollt: Man wollte Impulse setzen und zeigen, welches Potenzial in der Bahn steckt.

Man sei neugierig nach den drei "Häppchen" auf die 57 weiteren Ideen, sagte Bürgermeisterin Gudrun Donaubauer und dankte für die "intensive Projektarbeit". Es habe Sinn, wenn sich "junge neugierige Augen mit der alten Granitbahn" auseinandersetzen.

"Großes touristisches Potential"Ideen, aber kein Konzept, liefere das vorliegende Buch, wies auch der Leiter des Projekts, Professor Johannes Klühspies hin. Man gebe neue Denkanstöße zu einer touristischen Nutzung der Granitbahn, wollte "Freude ins Thema" zurückbringen. "Die Granitbahn hat wegen ihrer landschaftlichen Schönheit und der historischen Bedeutung durchaus touristisches Potenzial". Ob das reiche, schwarze Zahlen zu schreiben, müsse sich herausstellen. "Der Beitrag soll ermutigen, aber es braucht mehr", erklärte der Projektleiter. Dazu müssten alle an einem Strang ziehen.

Quelle: Passau Neue Presse vom 01.08.2014
Foto: PNP


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