Das Fortbildungsprogramm „Pflegebildung Voraus!“ wendet sich an Bildungsinstitutionen und Führungskräfte im Gesundheitswesen. Ziel ist es, die Bedeutung der gewählten Zukunftsthemen aus einem spezifisch-identitätsstiftenden Ansatz heraus zu heben und die konkrete Machbarkeit und Anwendung für die jeweiligen Unternehmen zu fokussieren und mit ihnen konkrete Handlungsspielräume zu identifizieren.

Hochklassige und erfahrene Referenten erarbeiten am Veranstaltungsort Campus Schloss Mariakirchen gemeinsam mit den Teilnehmern, wie es zu einer nachhaltigen Verbesserung der Stimmung, Zufriedenheit und Identität in der Pflege kommen kann.

Seminare:

1. Sinnstiftung im und durch Unterricht

Thema:

Ein hoher Pegel an Unzufriedenheit, viel Klagen über Stress
und Überlastung, Fluchttendenzen aus dem Beruf und weg
vom Bett – die Pflege befindet sich in einer schweren Identitätskrise,
und das angesichts eines wachsenden Pflegebedarfs.
Die Ursachen für das weitverbreitete negative Erleben der
Pflegearbeit liegen gewiss nicht hauptsächlich im Unterricht
während der Ausbildung. Wohl aber zum Teil auch in der Einstellung
Pflegender, z. B. in Verengungen ihrer Sicht für die Bedeutung ihres eigenen täglichen Tuns.
Vor diesem Hintergrund ist auch der Pflegeunterricht in unseren
Interessenhorizont gerückt: Kann er dazu beitragen, das Bewusstsein für den großen Wert der eigenen Arbeit nachhaltig zu fördern und zu vertiefen? Wir meinen: Ja, er kann, und nicht wenig.
Wir sehen gute Chancen, im und mit Unterricht gegen das im beruflichen Alltag lauernde Virus der Sinnverarmung zu immunisieren. Wann und wie, bei welchen Gelegenheiten, mit welchen Impulsen, Inhalten und Mitteln – das wollen wir in diesem Workshop zeigen und erarbeiten.

Inhalt:

Pflegende laufen im Alltag Gefahr, den Wert ihrer Arbeit aus den Augen zu verlieren. Die negativen Folgen des schleichenden Sinnverlusts sind tiefgreifend. Garantierten Vollschutz gegen den Sinnverlust kann die Pflegeausbildung zwar nicht aufbauen, aber das „geistige Immunsystem“ stärken und dabei helfen, Sinn und Wert der Pflege zu vermitteln. Was damit gemeint ist und worauf es dabei ankommt, zeigt Ihnen dieser Workshop. Sie lernen, wie sich inhaltlich und methodisch das Bewusstsein für die Bedeutung der täglichen Arbeit fördern lässt, bei welchen Gelegenheiten und mit welchen inhaltlichen Impulsen.

Zielgruppe:

  • Leitungen von Pflegeschulen
  • Lehrer für Pflegeberufe

Referent:

  • Dr. Renate Fischer

Termin:

23. März 2016, 09:00 bis 16:00 Uhr

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer.

2. Helfen, pflegen, Unternehmen führen

Thema:

Pflegende gehen mit der Übernahme ökonomischer Verantwortung eher zurückhaltend um. Wirtschaftliches Denken wird entweder als Gegenspieler zur Pflegequalität gesehen oder es fehlen konkrete Werkzeuge, Ökonomie und Pflege zusammen zu bringen. Mit zunehmender Verantwortung im eigenen Unternehmen reichen allerdings einfache Rezepte nicht mehr aus.
Reformbedarfe durch Gesetze oder unternehmerische Umstrukturierungen im Pflege- und Gesundheitswesen verlangen nach betriebswirtschaftlicher Expertise. Gesucht werden deshalb künftig zunehmend wirtschaftlich denkende Führungskräfte und Unternehmer in der Pflege.

Inhalt:

Im Mittelpunkt des Kurses stehen Führungskräfte in der Pflege sowie selbstständige Pflegeunternehmer, die ihren „Handwerkskoffer Unternehmen führen“ mit tragfähigen und nachhaltigen Werkzeugen füllen wollen. Sie sollen künftig im Unternehmen vermehrt ökonomische Verantwortung übernehmen können.

Zielgruppe:

  • Zukünftige oder bestehende Selbstständige
  • Leitung von Pflegeeinrichtungen
  • Führungskräfte im Pflegedienst

Referent:

  • Prof. Dr. Thomas Geiß

Termin:

13. April 2016, 09:00 bis 16:00 Uhr

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer.

3. Pflegeforschungsunterricht im Trend der Zeit

Thema:

Impulswerkstatt zur handlungsorientierten Vermittlung von Pflegeforschung bzw. EBN

Inhalt:

Das Thema Pflegeforschung bzw. EBN (Evidence-based Nursing) wird von Lernenden häufig als „trocken“, „praxisfremd“ oder „überflüssig“ erlebt. Auch viele Lehrende wünschen sich Konzepte zur anschlussfähigen Vermittlung dieses Themas. Hinzu kommt die Herausforderung, die mittlerweile in der Ausbildung vorhandenen unterschiedlichen Bildungsniveaus zu unterscheiden. Eine zielführende Herangehensweise zur Gestaltung des Pflegeforschungsunterrichts stellt eine konsequent handlungsorientierte Didaktik dar. Damit verbunden sind Fragen, wie „Welche Rolle und Aufgaben übernehmen Pflegepraktiker auf unterschiedlichen Qualifikationsniveaus in der Umsetzung einer Evidence-basierten Praxis? Welche Kompetenzen müssen beruflich ausgebildete Pflegepraktiker entwickeln? Welche Lehr-Lernziele sollen und können auf dem Niveau der Berufsbildung erreicht werden? Wie sehen kreative und zielführende Unterrichtsmethoden und  -materialien zum Thema Pflegeforschung bzw. EBN aus? Auf diese Fragen werden wir im Seminar konkrete Antworten finden! Wir stellen  bestehende Unterrichtskonzepte auf den Prüfstand und entwickeln Ansätze für eine zeitgemäße und praxisbezogene Vermittlung des Themas Pflegeforschung bzw. EBN.

Zielgruppe:

Lehrende in der pflegerischen Aus-, Fort- und Weiterbildung, die sich mit der qualifikationsangemessenen und handlungsorientierten (Weiter-)Entwicklung des Pflegeforschungs- bzw. EBN-Unterrichts auseinandersetzen wollen. 

Referent:

  • Doris Eberhardt

Termin:

12. Mai 2016, 09:00 bis 16:00 Uhr

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer.

4. Führung im Wandel

Thema:

Wandlungsphänomene kennzeichnen das Pflege- und Gesundheitswesen. Gewandelt haben sich nicht nur die Bewohner- und Patientenansprüche sowie deren Alters- und Krankheitssituation. Auch die Finanzierungsgrundlagen und die Ansprüche an die Transparenz von Prozessen haben sich verändert. Hinzu kommen die neuen Ansprüche an die Ausbildungsgrundlagen für Pflegeberufe: Sowohl die allgemeine Pflegeausbildung als auch die akademisierte Ausbildung und der Einsatz von Pflegehilfskräften fordern ein Umdenken. 

Inhalt:

Was im Pflege- und Gesundheitswesen konsequent stabil zu sein scheint, ist der Wandel. Welche Persönlichkeitsstrukturen müssen Führungskräfte heute vorweisen? Und welche Führungsqualitäten und Führungsstrategien führen in sich wandelnden Systemen zu einer erfolgreichen Personal- und Unternehmensführung in der Pflege?

Das Ziel dieses Seminartags ist es, zu diesen hier skizzierten Zusammenhängen Herausforderungen präzise zu analysieren. Anschließend erarbeiten die Führungskräfte im Pflege- und Gesundheitswesen entsprechende Haltungen, um eine erfolgreiche Unternehmensführung zu etablieren. 

Zielgruppe:

  • Pflegedienstleitungen, Heimleitungen,
  • Geschäftsführungen, Personalverantwortliche
  • Pflege- und Gesundheitseinrichtungen,
  • Praxisanleitungen

Referent:

  • Dr. Christine Aumer

Termin:

15. Juni 2016, 09:00 bis 16:00 Uhr

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Kontakt

Carola Wohlmannstetter

08723/20-2235

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