kim plinke

Internationales Management

Kim Plinke beruhigt, dass alles nur halb so wild ist als es am Anfang manchmal scheint. Gelegentlich muss man einfach Umwege gehen, um dort hinzukommen, wo man gerne hinmöchte.

Beruflicher Werdegang

Während des Abis merkte ich, dass es mir viel Freude bereitet, Dinge zu organisieren, jedoch entschied ich mich nach dem Abi erst einmal für einige Zeit nach Australien zu gehen, um dort Englisch zu lernen und meine Freiheit zu genießen. Nach meiner Rückkehr hatte sich der Gedanke an Event Management verfestigt, ich sah meine Stärken in diesem Business Bereich. Dementsprechend suchte ich nach einem Studiengang, der etwas breiter gefächert ist und mit dem ich später in verschiedene Bereiche gehen kann, falls ich merken sollte, dass die Event Industrie doch nicht so mein Ding ist. Ich entschied vor dem Studienbeginn ein Praktikum im Event Bereich zu machen, um erste Eindrücke zu gewinnen, wie es ist, in diesem Bereich zu arbeiten und es gefiel mir auf Anhieb super. Durch Zufall stieß ich dann auf den International Management Studiengang in Deggendorf und habe einfach meine Bewerbung eingereicht, mit Erfolg.

Wenn ich meine Karriere nach dem Abschluss in einem Wort beschreiben müsste, wäre es das Wort „holprig“.

Nach dem Studium zog ich nach London und dachte mit einem Bachelorabschluss, 3 Sprachen und zwei abgeschlossenen Praktika wird es kein Problem sein einen Job oder wenigstens ein weiteres Praktikum zu finden. Dies stelle sich jedoch schwieriger heraus als angenommen. Ich fing irgendwann an zu Kellnern, da mir die Decke auf den Kopf fiel und das Geld knapp wurde. Während einer Pause beim Kellnern kam ich ins Gespräch mit dem Besitzer der Restaurantkette, der mir kurzerhand einen Job als Event Manager mit Beginn am nächsten Tag anbot. Event Management für drei Restaurants war nicht das, was ich eigentlich machen wollte aber es war immerhin mal ein Anfang und ich dachte mir: „besser als nichts“. Nach ca. einem Jahr fing ich wieder an, ab und zu Bewerbungen für andere Jobs rauszuschicken, was sehr frustrierend war. Der Arbeitsmarkt in London ist sehr überlaufen und jeder scheint viele Qualifikationen mitzubringen. Es kam soweit, dass ich mich sogar über Absagen freute, denn das war schon mal besser als keine Rückmeldung. Nach zweieinhalb Jahren im Restaurantbusiness fand ich dann einen neuen Job und ich war überglücklich… bis ich dann dort anfing. Schon nach einer Woche merkte ich, dass mich dieser Job auf gar keinen Fall erfüllen wird. Wie es der Zufall jedoch will, bin ich über einen Bekannten zur gleichen Zeit ins Gespräch mit einer Event Agentur gekommen, die eigentlich gar keine Stelle frei hatte. Nach fünf Gesprächen boten sie mir dann doch eine Stelle an, was eine große Erleichterung war, denn den anderen „neuen“ Job hätte ich nicht mehr lange weitermachen können. Der negative Punkt an dem Job in der Event Agentur war, dass ich wieder ganz unten anfangen musste, sprich von Event Manager zu Event Assistant. Aber ich wollte unbedingt in eine Event Agentur, also war es mir das Wert.

Es dauerte eine Zeit bis ich das nötige Vertrauen meiner Chefs gewonnen hatte. Nach einem Jahr war ich frustriert immer noch auf der Assistantstelle zu hängen, aber ich habe mir selbst versprochen die Zähne zusammenzubeißen und es weiter durchzuziehen. Heute kann ich sagen, es hat sich gelohnt. Nach fast zwei Jahren änderte sich auf einmal alles und meine Karriere ging steil nach oben. Ich habe innerhalb von einem halben Jahr zwei Beförderungen bekommen und bin jetzt da, wo ich erst einmal hinwollte. Es kam zwar alles etwas später als geplant, aber manchmal muss man Umwege gehen, um zu erreichen, was man möchte. Wichtig ist, nicht aufzugeben, auch wenn es manchmal schwierig ist. Ich bin jetzt sehr glücklich in meinem Job und weiß, dass der Weg für mich weiter nach oben gehen wird, was mich jeden Tag aufs neue motiviert alles zu geben.

Schwelgen erlaubt: erinnern Sie sich an Ihre Studentenzeit

Der Gedanke nach Deggendorf zu ziehen (ein Ort von dem ich vorher noch nie etwas gehört hatte) gefiel mir am Anfang gar nicht. Ich hatte für meinen Wunschstudiengang an einer anderen Uni eine Absage erhalten und war frustriert. Meine Laune änderte sich jedoch direkt in der ersten Woche des Studiums und ich kann jetzt sagen, dass es die Beste Entscheidung meines Lebens war in Deggendorf zu studieren. Ich hatte eine Wahnsinns-Zeit und habe Freunde fürs Leben gefunden. Auch der IM Studiengang war genau das Richtige für mich und mein Vorhaben im Event Bereich zu arbeiten. Um es kurz zu fassen: man lernt von allem ein bisschen (auch wenn das manche Professoren vielleicht nicht hören wollen :-), was mir in meinem jetzigen Job unglaublich weiter hilft. Die Mischung zwischen Hard und Soft Skills in diesem Studiengang ist perfekt und ich habe unglaublich viel gelernt und erlebt. Der IM Studiengang ermöglichte es mir ein Praktikum in Berlin in einer Event Agentur zu machen und zwei Auslandssemester in Mexiko zu verbringen. Zwei Dinge, die mich professionell wie auch persönlich sehr weitergebracht haben. Der Umgang zwischen Professoren und Studenten ist sehr entspannt, was das Teilnehmen an Vorlesungen um einiges vereinfacht hat :-) 

Was möchten Sie den aktuellen Studierenden mit auf den Weg geben?

Was möchte ich den Studenten heute mitgeben ohne dabei wie eine Mutter zu klingen? - Genießt eure Studienzeit, nehmt inhaltlich so viel mit wie möglich ohne dabei jedoch die spaßigen Zeiten des Studiums zu verpassen. Wenn ihr die Möglichkeit habt ein Praktikum und/ oder Auslandssemester zu machen - go for it. Nichts bereitet euch besser auf das Arbeitsleben vor als das. Und ganz wichtig: steckt den Kopf nach dem ersten Semester nicht in den Sand, es ist alles halb so wild wie es am Anfang manchmal scheint. Das Gleiche gilt, wenn ihr anfangt zu arbeiten. Manchmal muss man Umwege gehen, um dort hinzukommen, wo man gerne hinmöchte.


 

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