20120809-e-wald

Die Gemeinde testet derzeitig ein Elektroauto für den Klärwärter, das im Zuge des Projektes Elektromobilität Bayerischer Wald (E-Wald) von der Hochschule Deggendorf zur Verfügung gestellt wird. Am Montagvormittag wurde das Elektrofahrzeug, ein Renault Kangoo, an Bürgermeister Hans Hornberger und Klärwärter Alex Eberth übergeben.

Kfz-Meister Michael Nußbaumer, der beim E-Wald-Projekt für die Technik und Fahrzeuge zuständig ist, betonte bei der Übergabe für die vierwöchige Testphase: "Mit dem Testfahrzeug sind kleinere Strecken bis zu einer Reichweite von 140 Kilometern zurückzulegen. Je nach Ausstattung kann die Batterie innerhalb einer halben Stunde zu 80 Prozent aufgeladen werden. Die restlichen 20 Prozent nehmen dann etwas mehr Zeit in Anspruch, damit der Akku keinen Schaden nimmt." Insgesamt, so Nußbaumer, werde beim E-Wald-Projekt, das zurzeit größte Pilotprojekt der Hochschule, schon eine Fahrzeugflotte von 16 Stück gehalten.

Die E-Autos sind bereits knapp ein Jahr im Dauereinsatz und haben bisher keine Probleme bereitetet, auch nicht im Winter, wo allerdings die Streckenreichweite kürzer wird. Die Fahrzeuge können dann auch später allgemein gemietet werden. Nußbaumer unterstrich, es sei eine Sache "von zwei Minuten" zum Anstecken für die Aufladung der Batterie. Zudem werde das öffentliche E-Tankstellennetz mit dem E-Wald-Projekt kontinuierlich ausgebaut. Auch Hunderdorf habe sich für eine E-Tankstelle beworben und wurde mit einem Standort am Festplatz berücksichtigt.

Wie Bürgermeister Hans Hornberger ausführte, wolle man gerne diese Testphase nutzen, um eigene Erfahrungen mit der Elektromobilität zu machen. Die Gemeinde habe kürzlich auch entschieden, sich an der E-Wald-GmbH zur Finanzierung zu beteiligen und damit dieses Modellprojekt zu unterstützen. Der Einsatzbereich des Klärwärters sei ein interessantes Gebiet, da die Kontrollfahrten zu den Pumpstationen und zum Kanalnetz innerhalb der Reichweite liegen. Zum anderen habe die Gemeinde zur Nutzung der Sonnenenergie auch auf dem Dach des Kläranlagenbetriebsgebäudes eine Photovoltaikanlage für den Stromeigenverbrauch installiert. So werde die regenerative Energie fast buchstäblich vom Dach in den Tank geleitet, resümiert der Rathauschef. Die Kommune habe grundsätzlich Interesse daran, zukünftig ein E-Fahrzeug zu mieten, falls es zuspricht und die Anforderungen erfüllt sowie den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gerecht wird. Bei der anschließenden Probefahrt gewann der Bürgermeister erste gute Eindrücke von der Fahrzeugleistung.

Und nun ist der Klärwärter an der Reihe für den insgesamt vierwöchigen Test im Arbeitsalltag.

Bogener Zeitung/idowa

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