20141001-angewandte-trainingswissenschaften

Neuer Studiengang "Angewandte Trainingswissenschaften" startet heute

Premiere an der Hochschule: Heute beginnen 40 Studenten das neue Studium "Angewandte Trainingswissenschaften". Der Studiengang wurde erst vor kurzem aus der Taufe gehoben, deshalb ist noch eine Menge Pionierarbeit zu leisten. Die enge Kooperation mit örtlichen und regionalen Sportvereinen stehe ganz oben auf der Prioritätenliste des neuen Instituts für angewandte Gesundheitswissenschaften der TH, sagte Professor Horst Kunhardt bei einem Informationsabend vor knapp 60 Vereinsvertretern.

 

Angesiedelt werden die Trainingswissenschaften künftig in Metten. Ein wesentlicher Knackpunkt des anwendungsorientierten Studiengangs, der sieben Semester dauern soll, ist die Absolvierung von Sportpraktika. Diese seien ein wesentlicher Teil der Ausbildung.

"Vorgeschrieben für die Studenten ist im ersten Jahr das Praktikum in einer Individualsportart, im zweiten Jahr in einer Mannschaftssportart und im dritten Jahr im Gesundheits- und Fitnessbereich", erläuterte Diplom-Sportlehrer Christian Kerschl, der seitens der Hochschule für die Praktikumsplätze hauptsächlich zuständig ist. Jedes Praktikum hat einen Umfang von 120 Stunden pro Jahr. Schwerpunkt sei das Training und nicht die reine Organisation. Deshalb werde es für die TH nur in enger Kooperation mit den Sportvereinen in der Region möglich sein, genügend Praktikumsplätze bereitzustellen.

Den Vereinsvertretern gaben Kunhardt und Kerschl einen Überblick über die Studieninhalte und die dabei erwerbbaren Zertifikate, wie etwa die Qualifikation als B-Trainer des DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund), als Fitnesstrainer EQSF IV (Europäisches Qualifizierungssystem Quality Standards Framework) oder die Zulassung für medizinische Trainingstherapien. Am Ende stehe der akademische Titel eines Bachelor in Trainingswissenschaften.

Vor der Installierung des Studiengangs habe man sich intensiv damit beschäftigt, den Bedarf möglichst genau zu erfassen. Dabei hat auch eine Online-Umfrage der PNP sehr geholfen. Als sehr wichtiger Kooperationspartner konnte die Eidgenössische Hochschule für Sport in Magglingen in der Schweiz gewonnen werden. An der TH werde am 15. Oktober ein gemeinsames ganztägiges Symposium zum Thema "Umbruch, Aufbruch, Kontinuität – Sportwissenschaft in der Praxis" stattfinden mit hochkarätigen Gastvorlesungen insbesondere von Magglinger Professoren.

Die Vereinsvertreter warfen eine Vielzahl von Fragen auf. Darunter die Frage nach möglichen Kosten für den Verein, nach versicherungstechnischen Risiken oder nach Finanzierungsmöglichkeiten im Zuge von Sportförderungsmaßnahmen. Dabei wurde deutlich, dass in den Vereinen grundsätzlich ein großes Interesse besteht. Christian Kerschl ist zentraler Ansprechpartner für Vereine, die sich mit einem Praktikumsplatz in den Studiengang einbringen wollen.

Zu Beginn der Informationsveranstaltung hatte TH-Vizepräsident Klaus Nitsche auf die immer stärker werdende Akademisierung im Gesundheitsbereich aufmerksam gemacht. Niederbayern als Gesundheitsund Bildungsregion habe diesbezüglich ganz besondere Entwicklungspotenziale zu bieten, und die Hochschule "werde schließlich ganz vorne mitschwimmen".

Quelle: PNP-Campus vom 1.10.2014
Foto: Schernikau

 


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