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Große Resonanz auf ZEIT Campus Podiumsdiskussion

Unter dem Titel „Wie wird man Problemlöser? Anforderungen an junge Ingenieure“ erzählten am Dienstagabend, (28.10.) drei erfahrene und weltoffene Praktiker an der THD aus ihrem eigenen Fundus, welche Karrieremöglichkeiten Studierende der Ingenieurwissenschaften für ihren eigenen und individuellen Lebensweg nutzen können. Neben fachlichen Voraussetzungen ging es vor allem darum, das ureigen vorhandene Potential an Fähigkeiten zu nutzen, um den eigenen Berufsweg einzuschlagen. Prof. Dr.-Ing. Klaus Nitsche, Dr.-Ing. Dieter Frank und Dipl.-Ing. (FH) M.Eng. Irma Voswinkel diskutierten unter der Moderation des ZEIT-Redakteurs Rudi Novotny und beantworteten eine Reihe an Zuschauerfragen.



Zum Auftakt berichtete Prof. Nitsche, Vizepräsident der THD, über seinen eigenen Weg, an dessen Anfang zwei Masterabschlüsse in den USA standen und danach eine Reihe an beruflichen Stationen, die ihn schließlich in die alte Heimat zurückführten. Sein Aufruf an die Studierenden: „Gehen Sie ins Ausland, selbst wenn Ihr Studium damit länger dauert.“ Dr. Frank, Leiter Produktbereich Electronic System and Drives BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, betonte den hohen Stellenwert eines zumal internationalen Teams. In dieser Arbeit mit anderen Menschen werde das soziale Verhalten geschult und im Idealfall ein hoher Motivationsprozess in Gang gebracht. Immerhin müsse sich das Teammitglied auf unterschiedliche Charaktere und unterschiedliche Mentalitäten einstellen. Ein Ingenieur müsse die drei Haupteigenschaften Mathematik, Softskills und Sprachen beherrschen. „Natürlich soll ein Ingenieur nicht als fertig gebackener Fremdsprachenkorrespondent ins Rennen gehen – die Sache mit den Sprachen ist eher ein learning on the fly“. Bei der Wahl einer Praxiszeit im Ausland sollte man sich auf sein Bauchgefühl verlassen, hier gebe es kein Richtig oder Falsch. Bei der Bewerbungsüberlegung für ein kleines Unternehmen oder einen Großkonzern gebe es kein Patentrezept, referierte Irma Voswinkel, Ingenieurreferentin bei der Bayerischen Ingenieurkammer-Bau. Würde man bei der ersten Alternative sofort in viele kleine Projekte einbezogen und könnte damit schnell viele Sachen gleichzeitig erlernen, sei es bei einem Konzern üblich, über einige Zeit als Trainee unterschiedliche Abteilungen zu durchlaufen. Zum Lohngefälle von Uni- bzw. FH-Absolventen in den Bachelor- bzw. Masterstudiengängen meinte Dr. Frank, dass sich das in einem Unternehmen schnell nivelliere, da in erster Linie die Leistung des Einzelnen zähle. Irma Vosswinkel ergänzte, dass diese Frage im öffentlichen Dienst weiter bestehe. Ein Bachelor-Absolvent käme im Tarifvertrag irgendwann an eine Grenze. Dr. Frank warnte dabei vor einer Betonung des Titels vor dem Namen. „Ich muss mich vor den Spiegel stellen und mich fragen, in welchem Komplexitätsniveau ich mich wirklich sehe und in welchem ich mich bewegen will.“ Auch über die Publikumsfrage zum Thema Auslandserfahrung kommentierte er, dass man das nicht per se ins Kalkül nehmen solle. Auch hier soll man sich fragen „welchen Einfluss ich nehmen möchte.“ Prof. Nitsche ermutigte trotzdem wiederum, ein Semester ins Ausland zu gehen und die dortige Sprache zu lernen. Schnell würde nämlich der Berufseinsteiger zu mehrsprachigen Meetings eingeladen. Der Abend klang mit einem Come together bei Getränken und Kanapees aus.


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