Aus ganz Bayern kommen Vertreter von Hochschulen und Landkreisen nach Teisnach. Sie haben alle das gleiche Ziel: Das Technologietransferzentrum der Hochschule Deggendorf in Teisnach-Oed. Vor gut einem Jahr wurde die FH-Außenstelle in Betrieb genommen und übertrifft seither alle Erwartungen.Auch nachdem sich der anfängliche Hype gelegt hat, boomen Technologietransferzentrum und Gründercampus. Prof. Dr. Peter Sperber ist mehr als zufrieden mit der Entwicklung des Teisnacher Ablegers der Deggendorfer Hochschule. „Es funktioniert in jeder Beziehung, beide Säulen, sowohl die Hochschule, als auch der Gründercampus, laufen sehr gut. Die beiden Hallen des Gründercampus sind mit Soleg, Lebenshilfe, CCNST, ZVK und Rohde & Schwarz voll belegt.“

„Wir haben ein sehr erfolgreiches erste Jahr hinter uns“, lautet seine überaus positive Bilanz. 16 nationale und internationale Projekte habe man für das ITZ akquirieren könne, erklärte der Leiter der vier Technologietransferzentren der Hochschule Deggendorf im Gespräch mit dem Viechacher Bayerwald-Boten. Geplant sei gewesen nach fünf Jahren eine Million Euro pro Jahr an Drittmitteln zur Finanzierung des Technologietransferzentrums akquirieren zu können. Von Jahr zu Jahr sollte die Summe von 200 000 Euro im ersten auf insgesamt eine Million im fünften gesteigert werden. Doch bereits im ersten Jahr habe man diese Zielvorstellungen weit übertroffen. „Wir haben Aufträge für Forschung und Dienstleistungen in Höhe von 3,5 Millionen Euro akquiriert“, berichtet der Professor stolz. Alle Labore im Technologietransferzentrum seien daher ausgelastet. Insgesamt arbeiten mittlerweile 25 Frauen und Männer für die Hochschule Deggendorf in der Teisnach Außenstelle, die von Professor Dr. Rolf Rascher geleitet wird. Mit Prof. Dr. Christine Wünsche, Prof. Dr. Engelbert Hofbauer und Prof. Dr. Richard Hämmerle sind mittlerweile drei Professoren am TTZ angestellt, hauptsächlich für Forschung und Entwicklung. Die drei halten aber auch Lehrveranstaltungen in Teisnach.

Der Fokus im ersten Halbjahr 2011 liegt nach Angaben Sperbers darauf, Kooperationen mit ausländischen Institutionen einzugehen, um so an Projekte ranzukommen, die mit Hilfe von EU-Förderprogrammen finanziert werden. Darüber hinaus liegt das Augenmerk auf der Einstellung von weiteren Mitarbeitern. „Wir sind ständig auf der Suche nach hoch qualifizierten Nachwuchskräften, vor allem Ingenieure bräuchten wir, aber diese in die Region zu holen, ist gar nicht so leicht“, betont Sperber. Man merke, dass die Wirtschaft wieder besser anziehe und nicht mehr so viele Bewerber auf dem Markt seien. Gerade deshalb sei es von Vorteil, dass die Hochschule gezielt auch an die Absolventen herantreten könne.

Ein Jobmotor für den Bayerischen Wald könnte auch das E-Wald-Projekt sein. Inzwischen sind bei Sperber die Konzepte der Gemeinden und Landkreise eingegangen, die nun gesichtet werden müssen. Noch ausstehend sind dagegen verlässliche endgültige Aussagen der Staatsregierung über die Finanzierung von E-Wald. „Wenn diese Zusage vorliegt, werde die Stelle eines Geschäftsführers für das E-Wald –Projekt ausgeschrieben. Sperber rechnet damit, dass dies im nächsten halben Jahr der Fall sein wird.

Auch in der Nachbarschaft des Gründercampus tut sie Einiges „Die Sogwirkung, die das Technologietransferzentrum ausübt, ist unglaublich“, sagt Teisnachs Bürgermeisterin Rita Röhrl erfreut. Im Umfeld des Campus siedeln sich nach ihren Angaben verstärkt Firmen an, weshalb man auch aus Gemeinesicht von einem erfolgreiche ersten Jahr sprechen könne. „Das Technologietransferzentrum setzt noch mehr Impulse, als wir gedacht haben, die Hochschul-Außenstelle, selbst und auch die am Gründercampus ansässigen Firmen entwickeln sich besser, als wir erwartet haben“, meinte die Bürgermeisterin. Das sei der Beweis dafür, dass die Ideen der FH-Ausgründungen aufgehe und die Regionen durch die Ansiedelung von Technologietransferzentren fit werden für die Zukunft.

Viechtacher Bayerwald Bote


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