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Wissenschaftsminister Spaenle informiert sich im Vorzeigeprojekt Teisnach – Helmut Brunner fordert Konzept ein

Die Stadt Viechtach hat reelle Chancen, ebenfalls Standort eines Technologie Campus zu werden, wie es sie bereits in Teisnach, Cham, Freyung und Grafenau gibt. Das ist die Quintessenz eines Ministerbesuches gestern im bestens funktionierenden Forschungszentrum in Teisnach.

 

Auf Vermittlung von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner war dessen Kabinettskollege Dr. Ludwig Spaenle, zuständig für Wissenschaft und Bildung, nach Teisnach gekommen, um sich über die Entwicklung des vor fünf Jahren ins Leben gerufenen Forschungszentrums vor Ort zu informieren.

Spaenle zeigte sich angetan von der Entwicklung der Einrichtung, wo Wissenschaftler und Studenten der Technischen Hochschule Deggendorf mit dem Schwerpunkt Optik forschen. Parallel dazu haben sich zahlreiche Firmen im Optik-Zentrum Bayern (OZB) angesiedelt, eine Einrichtung der Marktgemeinde Teisnach.

Fünf Millionen Euro hat der Freistaat damals gegeben, die Gemeinde hat nach eigenen Angaben 15 Millionen in die Gebäude und Hallen investiert. Dadurch entstand nach Aussage von Minister Brunner ein "Leuchtturmprojekt" im Bayerischen Wald, das enorme "Magnetwirkung" entfaltet habe. Brunner sprach von 300 neuen Arbeitsplätzen im und ums Technologie-Zentrum.

Da man gerade in der Staatsregierung dabei sei, den Doppelhaushalt für 2015/16 aufzustellen, sei es wichtig, den zuständigen Wissenschaftsminister von der Sinnhaftigkeit dieser Investitionen im Bayerwald zu überzeugen. Es sei eine Frage der Chancengerechtigkeit, auch außerhalb der Ballungszentren und Metropolregionen hochwertige Arbeitsplatzangebote zu schaffen. Nun gelte es einerseits, die positive Entwicklung in Teisnach zu stabilisieren und den Erhalt der Forschungseinrichtung zu sichern, sowie zusätzlich weitere Standort-Möglichkeiten auszuloten. "Ich nenne hier ausdrücklich Viechtach als möglichen Standort, wo im Industrie- und Gewerbepark große Kompetenz in Sachen Sensorik und Metalltechnik vorhanden ist", wurde Brunner mehr als deutlich. Außerdem sagte er: "Wir hegen berechtigte Hoffnungen, dass wir in absehbarer Zeit weitere Akzente setzen können im Landkreis, was ein Technologie-Transferzentrum betrifft."

Wissenschaftsminister Spaenle schwieg zu diesen konkreten Aussagen, die Brunner in Anwesenheit von Landrat Michael Adam, Bürgermeisterin Rita Röhrl, Bundestagsabgeordnetem Alois Rainer, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, Landtagsabgeordnetem Max Gibis sowie der Hochschul-Verantwortlichen Präsident Prof. Dr. Peter Sperber und Prof. Dr. Rolf Rascher machte.

Spaenle lobte die mutige Entscheidung, einen kleinen Ort wie Teisnach als Standort ausgewählt zu haben. Der Minister sprach von "wissenschaftsgestützter Strukturpolitik", mit der man den ländlichen Raum stärken könne. "Wir haben dadurch Akzente gesetzt gegen die Abwanderung vom Land." Durch Zentren wie Teisnach sei zudem die positive Erkenntnis gereift, dass man auch abseits von Hochschul-Standorten Forschung betreiben könne. Sein Besuch in Teisnach diene vor allem "der Findung einer Gesamtstrategie", wie man diese Entwicklung künftig weiter vorantreiben könne.

Hochschul-Präsident Peter Sperber, ein Viechtacher, sprach von einem Risiko, das einzugehen sich gelohnt habe. Er nannte den Minister-Besuch eine "Ehre", aber auch gegen Kontrolle habe man nichts einzuwenden.

Im Nachgang zum Spaenle-Besuch kündigte Minister Helmut Brunner an, mit den Verantwortlichen in Viechtach Gespräche zu führen bezüglich eines Technologie-Campus in der Stadt. Zunächst müsse die Stadt ein Konzept erstellen, mit dem man sich dann als möglicher Standort bewerben könne.

Quelle: Viechtacher Bayerwald-Bote vom 13. Mai 2014
Autor: Jörg Klotzek


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