Den Schwerpunkt des neuen Studiengangs Master Maschinenbau bildet die integrierte Produktentwicklung. Der Wahl dieser Ausrichtung liegen folgende Trends und Beobachtungen zugrunde:

  • Produktentwicklung im Bereich mechanischer Konstruktion wird zukünftig in einem geschlossenen Prozess im 3D-Modell auf dem Rechner stattfinden. Prozesselemente dazu sind 3D-Konstruktion, 3D-Simulation, 3D-Druck bzw. CAM-Umsetzung für Prototypen bis in die Serie und Rückführung der Daten über 3D-Messverfahren (z.B. Computertomographie).
  • Im Zuge des als „Industrie 4.0“ bezeichneten Wandels der Produktionsphilosophie verschmelzen Entwicklungs- und Produktionsprozesse zunehmend. Die Individualisierung von Produkten wird mittels Informationsvernetzung über die Wertschöpfungskette hinweg ermöglicht. Die im Entwurfsprozess angelegten Modelle werden dazu in die Produktionskette transferiert und bestehen dort weiter.
  • Produktentwicklung im Maschinenbau ist heute durchgehend Systementwicklung, in der mechanische Konstruktion, Elektronikentwicklung und die Entwicklung eingebetteter Software bzw. Firmware untrennbar verschränkt sind. Dazu werden verstärkt moderne Prozessansätze, insbesondere agile Methoden eingesetzt.
  • Der Innovationsprozess beinhaltet ein professionelles Anforderungsmanagement, mit dem die Markt- und Kundenbedürfnisse bis hinein in die Planung detaillierter Produkteigenschaften, Produktvarianten und individualisierbarer Merkmale verfolgt und zur Steuerung herangezogen werden.
  • Die Produktentwicklung wird damit in zweifacher Hinsicht „integriert“: Zum einen die Integration des Entwurfsprozess in einer vollständig auf Computermodellierung abgestützten geschlossenen Konstruktionsschleife, zum anderen in der starken Vernetzung der Entwicklungstätigkeiten in einem überdisziplinären Systementwicklungsablauf.
  • Der Maschinenbau-Ingenieur ist in vielen Unternehmen der „Organisator“ des Entwicklungsprozesses, da ihm meist die Rolle Stammdatenpflege (Anlegen von Sachnummer, Zeichnungen etc.) zufällt.
  • Die integrierte Produktentwicklung stellt neue Anforderungen an Maschinenbau-Ingenieure. Der internationale Wettbewerb verlagert sich zunehmend auf das Feld der Produktentwicklung, deren Effizienz und Effektivität zum kritischen Erfolgsfaktor für die Industrie und damit zu einem wesentlichen Standortfaktor für Deutschland und Europa wird.

Der Erwerb der Master-Qualifikation soll bereits gut ausgebildete Ingenieure für Steuerungs- und Führungsaufgaben weiterqualifizieren und dabei wichtige Kompetenzen in dem komplexen Aufgabenfeld integrierte Produktentwicklung vermitteln. Die Weiterentwicklung der Prozesse im Hinblick auf Industrie 4.0 erfordert die Kompetenz zum selbständigen wissenschaftlichen Arbeiten, die der Masterstudiengang methodisch und im Kontext des Aufgabenumfelds vermittelt.

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