Seit dem Wintersemester 2009/10 können Meister, Techniker und Fachwirte auch ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung studieren. Das heißt, sie können jedes Fach ihrer Wahl an einer Universität oder Fachhochschule studieren.

Qualifizierte Berufstätige ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung, aber mit zweijähriger Ausbildung und dreijähriger Berufspraxis bekommen ein fachgebundenes Zugangsrecht. Ihr Studienfach muss in etwa ihrer bisherigen beruflichen Fachrichtung entsprechen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den geltenden Zugangsbedingungen.

Studium Meister, Techniker, Fachwirte und ähnlich Qualifizierte

Das Beratungsgespräch

Zulassungsvoraussetzung ist ein Beratungsgespräch (sinnvollerweise an der in der Bewerbung auf Platz 1 genannten Hochschule) mit einem Studienfachberater des angestrebten Studienprogramms. Die schriftliche Bestätigung über dieses Beratungsgespräch muss der Bewerbung an den jeweiligen Hochschulen beigefügt oder bis spätestens 27.07. für das Wintersemester nachgereicht werden (Sommersemester bis 15.01). Das von einer bayerischen Hochschule bescheinigte Beratungsgespräch wird von einer anderen Hochschule anerkannt, soweit es sich um einen eng verwandten Studiengang handelt.

In diesem Gespräch soll dem Studienbewerber ein realistischer Eindruck über Studieninhalte, Aufbau und Anforderungen des angestrebten Studiums ggf. auch über eine bestehende Hochschulzugangsprüfung vermittelt werden. Ziel des Gesprächs ist die Möglichkeit einer kritischen Selbsteinschätzung durch den Bewerber, ob sie/er aufgrund der bisherigen Kenntnisse den Anforderungen eines Studiums gewachsen sein wird.

Ferner soll auf die in Bayern bestehenden Möglichkeiten spezifischer Vorbereitung auf ein Studium hingewiesen werden:

  • Berufsoberschule
  • Kolleg
  • Abendgymnasium
  • virtuelle Berufsoberschule
  • Telekolleg
  • Ergänzungsprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife

Hervorzuheben ist das Propädeutikum für technische Studiengänge an der Hochschule Amberg-Weiden, als Vorbereitung für ein technisches Studium mit der Möglichkeit einer Ergänzungsprüfung. Die Fachhochschule für angewandtes Management in Erding bietet dies entsprechend für nichttechnische Studiengänge. Bei entsprechender Nachfrage bietet auch die Technikerschule der Landeshauptstadt München einen Lehrgang zur Vorbereitung auf die Ergänzungprüfung. Im Rahmen dieses Propädeutikums und des Lehrgangs wird durch eine intensive Vorbereitung auf die Prüfung zum Erwerb der (fachgebundenen) Fachhochschulreife auch die Studierfähigkeit hergestellt.

Die Zulassung

Meister, Techniker, Fachwirte und ähnlich Qualifizierte sowie qualifizierte Berufstätige werden in Studiengängen ohne Beschränkungen wie alle Bewerber uneingeschränkt zugelassen. In den sog. NC-Studiengängen (Studiengänge mit Beschränkung) erfolgt die Zulassung von Meistern und qualifizierte Berufstätige innerhalb einer Vorabquote von 5%. Innerhalb dieser Quote entfallen 4% auf die Zulassung von Meistern und ähnlich Qualifizierten und 1% auf die Zulassung von qualifizierten Berufstätigen. Entscheidend für die Zulassung sind folgende in Bayern oder im Inland erworbene Zeugnisse:

Im Ausland erworbene Berufe gelten nur als Nachweis, wenn sie im Rahmen des Zulassungs- und Immatrikulationsverfahrens von der Hochschule als gleichwertig mit den o.g. deutschen Zeugnissen anerkannt werden. Im Zweifelsfällen ist die nach § 71 des Berufsausbildungsgesetzes im Freistaat Bayern zuständige Stelle zu beteiligen.

Beruflich Qualifizierte

Qualifizierte Berufstätige ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung, aber mit zweijähriger Ausbildung und dreijähriger Berufspraxis bekommen ein fachgebundenes Zugangsrecht. Ihr Studienfach muss in etwa ihrer bisherigen beruflichen Fachrichtung entsprechen.

Das Beratungsgespräch

Zulassungsvoraussetzung für Meister oder ähnlich Qualifizierte und qualifizierte Berufstätige ist ein Beratungsgespräch mit einem Studienfachberater des angestrebten Studienprogramms. Die schriftliche Bestätigung über dieses Beratungsgespräch muss der Bewerbung an den jeweiligen Hochschulen beigefügt oder bis spätestens 27.07. nachgereicht werden. Das von einer bayerischen Hochschule bescheinigte Beratungsgespräch wird von einer anderen Hochschule anerkannt, soweit es sich um einen eng verwandten Studiengang handelt.

In diesem Gespräch soll dem Studienbewerber ein realistischer Eindruck über Studieninhalte, Aufbau und Anforderungen des angestrebten Studiums ggf. auch über eine bestehende Hochschulzugangsprüfung vermittelt werden. Ziel des Gesprächs ist die Möglichkeit einer kritischen Selbsteinschätzung durch den Bewerber, ob sie/er aufgrund der bisherigen Kenntnisse den Anforderungen eines Studiums gewachsen sein wird.

Ferner soll auf die in Bayern bestehenden Möglichkeiten spezifischer Vorbereitung auf ein Studium hingewiesen werden:

  • Berufsoberschule
  • Kolleg
  • Abendgymnasium
  • virtuelle Berufsoberschule
  • Telekolleg
  • Ergänzungsprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife

Hervorzuheben ist das Propädeutikum für technische Studiengänge an der Hochschule Amberg-Weiden, als Vorbereitung für ein technisches Studium mit der Möglichkeit einer Ergänzungsprüfung. Die Hochschule für angewandtes Management in Erding bietet dies entsprechend für nichttechnische Studiengänge. Bei entsprechender Nachfrage bietet auch die Technikerschule der Landeshauptstadt München einen Lehrgang zur Vorbereitung auf die Ergänzungsprüfung. Im Rahmen dieses Propädeutikums und des Lehrgangs wird durch eine intensive Vorbereitung auf die Prüfung zum Erwerb der (fachgebundenen) Fachhochschulreife auch die Studierfähigkeit hergestellt.

Die Zulassung

Meister und qualifizierte Berufstätige werden in Studiengängen ohne Beschränkungen wie alle Bewerber uneingeschränkt zugelassen. In den sog. NC-Studiengängen (Studiengänge mit Beschränkung) erfolgt die Zulassung von Meistern und qualifizierten Berufstätigen innerhalb einer Vorabquote von 5%. Innerhalb dieser Quote entfallen 4% auf die Zulassung von Meistern und ähnlich Qualifizierten und 1% auf die Zulassung von qualifizierten Berufstätigen. Entscheidend für die Zulassung sind folgende in Bayern oder im Inland erworbene Zeugnisse:

  • Erfolgreicher Abschluss einer nach den Bestimmungen des Berufsbildungsgesetzes, der Handwerksordnung, durch Bundes- oder Landesrecht geregelten mindestens zweijährigen Berufsausbildung in einem zum angestrebten Studiengang fachlich verwandten Bereich.
  • Anschließend mindestens dreijährige hauptberufliche Berufspraxis in einem zum angestrebten Studiengang fachlich verwandten Bereich.

Ein fachlich verwandter Bereich ist gegeben, wenn die Berufsausbildung und die Berufspraxis jeweils hinreichende inhaltliche Zusammenhänge mit dem angestrebten Studengang aufweisen, insbesondere Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, die für dieses Studium förderlich sind. Die Feststellung der fachlichen Verwandtschaft obliegt der Hochschule. Anhaltspunkte über fachliche Verwandtschaft von Berufen und Hochschulstudiengängen liefert die sog. Zuordnungsliste des bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Forschung.

Das Probestudium

In allen anderen Studienprogrammen werden qualifizierte Berufstätige Studienbewerber/innen an der Hochschule Deggendorf zunächst zum Probestudium für den beantragten Studiengang zugelassen. Das Probestudium dauert an der Hochschule Deggendorf zwei Semester. Auf der Grundlage der im Probestudium nachgewiesenen Studien- und Prüfungsleistungen stellt die Hochschule die Studieneignung fest. An der Hochschule Deggendorf muss der oder die Probestudierende mindestens 30 ECTS Punkte (idealerweise 15 ECTS pro Semester) am Ende des Probestudiums nachweisen.

Vorbereitungskurse

Vorbereitungskurse für Meister/Techniker und Beruflich Qualifizierte

Literaturempfehlungen

Stipendium

Römer-Stipendium für beruflich Qualifizierte und Meister

Erfahrungsberichte

Erfahrungsbericht Andreas Stadler 

Ich bin Andreas und studiere im 6. Semester Elektrotechnik. Warum ich gerade diesen Studiengang ausgewählt habe? Nun, die Frage, was ich studiere, stellte ich mir eigentlich nie. Ich stecke in diesem Themenfeld nämlich schon länger drin. Nachdem ich die Realschule abgeschlossen hatte, wollte ich nicht länger zur Schule gehen. Ich wollte arbeiten, etwas Praktisches machen, Sinnvolles produzieren. Deshalb begann ich eine Ausbildung im Handwerk. Weil mich Strom und Elektronik schon länger faszinierten und mir die Tätigkeiten im Praktikum gut gefallen hatten, begann ich als Systemelektroniker-Azubi. Nach der Ausbildung wurde ich in der Abteilung für Forschung und Entwicklung übernommen. Die Arbeit dort gefiel mir sehr gut, allerdings merkte ich auch, dass mir noch sehr viel Wissen fehlte. Vor allem die theoretischen Grundlagen, wie man etwas berechnet, wie etwas funktioniert und warum manches nicht funktioniert, das fehlte mir noch. Mir reichte nicht, etwas zu bauen, das funktioniert. Ich wollte es auch komplett verstehen und erklären können. Deswegen wollte ich studieren. Und auch mein Arbeitgeber hat mir das empfohlen.

Bereits während meiner Lehre interessierte ich mich für die beruflichen Weiterbildungsmöglichkeiten. Ich machte früh den technischen Fachwirt und die Ausbildereignungsprüfung. Um studieren zu können, fehlte mir aber das Abitur. Ein Jahr auf der BOS wollte ich nicht verbringen, nur wenn es wirklich sein muss. Aber damals war im Gespräch, die Meister auch ohne Abitur zum Studium zuzulassen. Handwerksmeister wollte ich gern werden und so meldete ich mich an.

Mit dem Meisterzeugnis bewarb ich mich dann um einen Studienplatz für Elektrotechnik an den umliegenden Hochschulen. Für die Studienzentren war das auch noch neu, die eine oder andere Hochschule hatte da so ihre organisatorischen Probleme. In Deggendorf klappte aber alles auf Anhieb. Bis die ersten Vorlesungen begannen. Da merkte ich, wie viel Vorwissen mir noch fehlt, vor allem in der Mathematik. Aber auch vielen meiner Kommilitonen mit Abitur oder Fachabitur fiel der Studienbeginn nicht leicht. Das fehlende Wissen konnte ich nachlernen und heute bin ich froh, auch ohne Abitur ein Studium begonnen zu haben.

Andreas Stadler, 6. Semester Elektrotechnik im Sommersemester 2011

Erfahrungsbericht Maximilian Küblböck

Durch die Abschaffung des Diplomingenieurs und die Einführung des Bachelors wurde es manchen Personengruppen ermöglicht, ohne Abi, BOS bzw. FOS zu studieren. Zurzeit studiere ich an der Technischen Hochschule Deggendorf Produktionstechnik im 5. Semester.

Kurz zu meiner Person. Ich habe nach der Hauptschule eine Lehre als Industriemechaniker gemacht und einige Jahre später den Industriemeister Metall. 2008 entschloss ich mich wegen der wirtschaftlichen Lage, ohne Abi und nur mit dem qualifizierenden Hauptschulabschluss und dem Meisterbrief, zu studieren.

Nach einem Beratungsgespräch mit einem Professor stellte sich schnell heraus, dass Mathe das größte Problem sein würde. In den ersten drei Studienmonaten konnte ich dem Professor in Mathe selten folgen. Das Wichtigste ist mindestens zwei Semester durchzuhalten und keine Vorlesung zu versäumen, auch wenn einige Prüfungen wiederholt werden müssten.

Im ersten Jahr war dann Mathe büffeln angesagt. Mit sehr viel Nachhilfe, dem Kauf von und Lernen mit Mathebüchern und Lernen übers Internet habe ich es geschafft. Der große Lernaufwand in Mathe hat sich auch auf die anderen Fächer ausgewirkt, was dazu führte, dass sich in diesen Fächern meine Noten verschlechtert haben. Trotzdem war es mein Ziel, alle Prüfungen aufs erste Mal zu schaffen, was mir auch gelungen ist. Mein momentaner Notendurchschnitt ist 2,8.

Ich hoffe später wegen meiner zahlreichen praktischen Erfahrungen im Beruf größere Chancen zu haben. Mein bisheriger Werdegang hat mir einige wichtige Dinge gelehrt, z.B. Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, sowie offener und respektvoller Umgang mit Professoren und Kommilitonen. Es war bisher eine harte Zeit, die aber durch viel Fleiß und Engagement - wie man bei mir sehen kann - zu schaffen ist.

Maximilian Küblböck, 5. Semester Produktionstechnik im Wintersemester 2011/12

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