20150309-vision-silicon-woodStaatssekretär Sibler besucht Technologie Campus Grafenau und Technologie-Anwenderzentrum Spiegelau

Die Vision „Silicon Wood" im Bayerischen Wald nimmt Struktur an. Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler zeigte sich bei seinem Informationsbesuch am Technologie Campus Grafenau beeindruckt von dessen schneller Entwicklung und den dort bereits vorhandenen Kompetenzen.

„Da entsteht etwas außerordentlich Gutes für die Region. Hochqualifizierte Dienstleistung, wie z.B. 'Datenanalyse' aus dem Bayerischen Wald, ist Zukunftstechnologie, die hierher passt", so Sibler. „In der Region für die Region, dafür steht der Technologie Campus Grafenau", sagte Campusleiterin Prof. Diane Ahrens. Bei ihren Ausführungen zeigte sie den Besuchern auf, welch starkes und positives Wachstum der Campus in der kurzen Zeit seines Bestehens genommen hat. „Es war nicht immer einfach zum weiteren Aufbau hochkarätige Forscher in den Bayerischen Wald zu bringen und für die Region zu begeistern",merkte Prof. Ahrens an, „aber alle fühlen sich mittlerweile in der Region angekommen. Initiativbewerbungen nehmen zu". Hochschul-Präsident Peter Sperber erklärte, dass Grafenau sich unter allen Campi der Technischen Hochschule Deggendorf am schnellsten entwickelt hätte. Inzwischen sind 15 hochqualifizierte, internationale Wissenschaftler und Praktiker, darunter Physiker, Mathematiker, Kaufleute, Ingenieure, Informatiker und Statistiker am Campus beschäftigt, der Ende November 2015 in einen Neubau am Stadtberg ziehen wird. Das interdisziplinäre Team beleuchtet Problemstellungen aus verschiedenen Blickrichtungen und entwickelt daraus synergetisch ganzheitliche Lösungen in den Bereichen Datenanalytik (BigData), Einkauf, Logistik/Supply Chain Management sowie räumliche Entwicklung. 

„Der Themenbereich Big Data und die Sammlung und Nutzung extrem großer Datenmengen über Nutzerprofile und Nutzerverhalten stehen erst am Anfang; sie werden uns in den nächsten Jahrzehnten intensiv weiter beschäftigen" meinte die Campusleiterin. Alle zehn Jahre vertausendfache sich dasDatenvolumen auf unserer Erde, doch schlummerten Datenschätze ungenutzt in vielen Unternehmen und Kommunen. Mit innovativer Analytik könne man hier viel wirkungsvoller agieren. Der Antrieb desTCG ist es, in der Region ein Leuchtturmprojekt „Kompetenzzentrum Daten“aufzubauen. Die Weichen für Synergieeffekte sind durch die intensive Zusammenarbeit mit der Universität Passau, der Universität Budweis und der Fachhochschule Oberösterreich bereits gestellt. Selbst überregional und von der Großindustrie wie BMWwürde eine Zusammenarbeit mit den Forschern aus Grafenau mittlerweile angestrebt. Sowohl Wissenschaftsstaatssekretär Sibler wie auch Landrat Sebastian Gruber nannten Ostbayern eine „Spitzenregion", die leistungsfähiger sei als die meisten Regionen Bayerns. Grafenaus Bürgermeister Max Niedermeier betonte die Wichtigkeit der Einrichtung des Campus in seiner Stadt. „Hier werden qualifizierte Arbeitsplätze für Menschen aus der Region geschaffen". Der Campus belebe die Region und habe Vorbildcharakter für andere Investoren.
„Die Entwicklung von Zukunftstechnologie und der weitere Ausbau der Zusammenarbeit mit Tschechien und Österreich sind und bleiben ein zentrales Anliegen der bayerischen Staatsregierung", sicherten Sibler undMdL Max Gibis zu. Dann ging es für den Besuch aus München weiter nach Spiegelau ins Technologie-Anwenderzentrum (TAZ). Die wissenschaftlichen Leiter Prof. Dr. Monika Willert-Porada (Uni Bayreuth) und Prof. Raimund Förg (Technische Hochschule Deggendorf) stellten es vor. Dabei wurde deutlich, dass das TAZ attraktiv für hervorragend ausgebildete, wissenschaftlicheMitarbeiter ist. Nach einer sehr effizienten Anlaufzeit können jetzt auch Förderprojekte vorgezeigt werden, zum Beispiel Glas als Trägermaterial für Sensoren. Sie läuten eine neue Ära im Bayerischen Wald ein. Es wurde jedoch auch angesprochen, wie schwierig es sei, von Null auf Hundert zu starten. Gerade in einem technologischen Zweig sei viel Geduld und Unterstützung notwendig, um die richtigen Projekte zu betreiben und weiter auf die Zukunftsfähigkeit zu achten. Dabei wurde vor allem der Politik, der Gemeinde und dem Landkreis gedankt, die es ermöglichten das TAZ zu realisieren. Was den meisten Interessierten nicht bewusst war, ist der enorm hohe Energiebedarf der zur Entwicklung eines neuen Glasmaterials notwendig ist. Hier ist eine absolute Besonderheit bei der energieintensiven Glasschmelze zu beachten, die so an anderen Campi/Forschungseinrichtungen nicht vorhanden ist. Die Möglichkeiten, neueGläser zu entwickeln (Prof. Willert-Porada) und dabei mittels Präzisions-Blankpressen (Prof. Förg) das Glas in neue Anwendungsfelder (Beispiel: Sensorik) zu bringen, ergänzen sich ideal. Bei einem Rundgang wurde eindrucksvoll aufgezeigt, welche Möglichkeiten bestehen, auch die ortsansässigen Unternehmen zu unterstützen. „Zukunftstechnologie in der Tradition der Region – hier am Technologie Anwender Zentrum in Spiegelau ist das möglich! Das Zentrum knüpft an die erfolgreiche Geschichte des Glasstandortes an und entwickelt hochqualifizierte Lösungen im Bereich der Glasherstellung", zeigte sich Sibler beeindruckt. 

Grafenauer Anzeiger vom 22.12.2014


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