Girls’Day-Akademie der Realschule Grafenau am TAZ Spiegelau und der Technischen Hochschule Deggendorf


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Die Technische Hochschule Deggendorf beteiligte sich erneut an einer sogenannten „Girls’Day-Akademie“. Diesmal waren zehn Mädchen der Realschule Grafenau mit ihrer Lehrerin Heide-Marie Weiherer zu Besuch. Die „Girls´Day-Akademie“ wird im Schuljahr 2015/2016 an der Realschule Grafenau, an 12 weiteren bayerischen Realschulen sowie einem Pilotgymnasium angeboten. Träger des Projekts sind die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Landshut und der Regionaldirektion Bayern. Das Projekt richtet sich an Mädchen der 7. bis 10. Jahrgangsstufen und findet zusätzlich zum regulären Unterricht statt.

Ziel des Projekts ist es, Schülerinnen für Technik zu begeistern und ihr Berufswahlspektrum im Hinblick auf naturwissenschaftlich-technische Berufe zu erweitern. Die Mädchen erhalten eine praktische und vertiefte Berufsorientierung und setzen sich intensiv mit naturwissenschaftlich-technischen Ausbildungsberufen und Studiengängen auseinander. Dazu kooperiert die Schule mit Unternehmen, weiterführenden Schulen, Hochschulen und weiteren externen Partnern vor Ort.

Zunächst besuchten die jungen Schülerinnen das Technologie-Anwender-Zentrum Spiegelau. Hier erfuhren sie Interessantes über Glas, die Glasherstellung und natürlich die Anwendung der verschiedensten Gläser in Industrie und Forschung. Sie konnten sehen, wie Gläser umgeformt und bearbeitet werden, um für die unterschiedlichen Anwendungen tauglich zu sein.

Danach fuhren die Teilnehmerinnen zum Hochschulcampus nach Deggendorf. Dort wurden die Schülerinnen im Robotik-Labor der Fakultät Maschinenbau und Mechatronik von der Laboringenieurin Julia Stadler in Empfang genommen. Bei ihr durften sie einen echten Industrie-Roboter bestaunen. Scheinbar selbstständig zeichnet der orangene Roboter-Arm den Schriftzug „Girls‘ Day“ auf eine Plexiglasplatte. Nach dem Wechsel des Werkzeugs, an der Spitze des Roboter-Arms wurde ein Greifer aufgesteckt, sortierte der Roboter Würfel aus Holz und Metall in verschiedene Becher. Als Highlight durften die Mädchen schließlich sogar den Roboter selber steuern und auch einen Bewegungsablauf über den Bedienbildschirm einprogrammieren. Ziemlich beeindruckt ging es danach ins Nachbarlabor, wo Carola Ebner, ebenfalls Laboringenieurin, mit den Mädchen den Werdegang von Kunststoffpelletts zu einem Trinkbecher mittels Spritzgussverfahren nachvollzog. Das verflüssigte Ausgangsmaterial wird über eine feine Düse in die Form gespritzt und abgekühlt - und fertig ist der Becher. Abschließend erhielten die Mädchen durch die MINT-Koordinatorin der THD Andrea Stelzl eine Einführung ins das Thema Bionik. Auf der Grundlage der theoretischen Ausführungen konnten die Mädchen anschließend selbst ein paar Experimente durchführen. So bauten die Schülerinnen eine Lotusoberfläche nach, indem sie eine Glasplatte mit Ruß beschichteten, von der dann die aufgebrachten Wassertropfen ganz schnell wieder abperlen. Außerdem ließen sie nach dem Rückstoßprinzip des Tintenfisches eine Luftballonrakete durch den Hörsaal flitzen. Ferner wurde die optimale Flügelstellung einer Flugzeugtragfläche im „Windkanal“ untersucht und warum eine Klette so gut haftet.

Textquelle: Grafenauer Anzeiger vom 03.05.2016

Fotoquelle: Technische Hochschule Deggendorf, TAZ Spiegelau vom 21.04.2016


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