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IGM Campus-Beirat gegründet - Prof. Dr. Erich Wühr zieht positive Zwischenbilanz

Die Gesundheitsvorsorge in bayerischen Kommunen nimmt Fahrt auf. Das Projekt IGM Campus, an dem neben Bad Kötzting die Kurorte Bad Alexandersbad, Bad Füssing, Bad Griesbach, Bad Tölz, Treuchtlingen und Bad Wörishofen beteiligt sind, wird künftig durch einen hochkarätig besetzten Beirat unterstützt. Bei der konstituierenden Sitzung am Dienstag im Bayerischen Landtag zog Prof. Dr. Erich Wühr positive Zwischenbilanz in Sachen Kötztinger Lebensstilprogranm.

 

Aufgabe des neugegründeten Beirates ist es, Impulse für die Weiterentwicklung des Individuellen Gesundheits-Management-Konzeptes zu geben und Projektpartner beratend zu unterstützen. Dem Gremium gehört unter anderem BRK-Präsident Theo Zellner an.

Erich Wühr, Stiftungsprofessor des Gesundheitscampus Bad Kötzting der TH Deggendorf, informierte bei der Sitzung in München über den aktuellen Stand des Kötztinger Lebensstilprogrammes: Veranstaltet wurden bisher unter anderem mehrere Vorträge, fünf Gesundheitstage und ein Wochenende zum Thema Prävention, derzeit treffen sich elf Interessierte zum sogenannten „Feierabendtraining“.

Das insgesamt zehnmal in der TCM-Klinik stattfindende Feierabendtraining soll Gelegenheit bieten, sich über persönliche Fortschritte auszutauschen - für jeden Teilnehmer wurde im Vorfeld ein individuelles Programm mit täglichen Übungseinheiten erstellt. Die Ziele, die sich die Mitwirkenden gesteckt haben, sind unterschiedlich: Die einen wollen mehr Bewegung in den Alltag einbauen und Gewicht reduzieren, andere Stress abbauen und ihr inneres Gleichgewicht finden.

Qigong, Vorträge und Fitnessübungen

Gemeinsam bestärkt sich die Truppe darin, das Gewünschte zu erreichen. Qigong, Vorträge und Fitnessübungen komplettieren die Trainingsstunden. Nach dieser Einheit, die sich insgesamt über drei Monate erstreckt, will Wühr ein Erhaltungstraining anbieten. „Unsere Teilnehmer sind so motiviert, es wäre schade, wenn diese Energie verpuffen würde“, erklärte er.

Egal ob man versucht, täglich 10 000 Schritte zu gehen, oder immer wieder mal ernährungstechnisch einen Verzichtstag einlegt - nach Abschluss des Feierabendtrainings dürfte sich jeder Teilnehmer fitter fühlen, ist Wühr zuversichtlich. Ankniipfung an Kampagne „Diabetes bewegt uns''

Das Programm IGM Campus umfasst die Themen Bewegung, Ernährung, Stressreduzierung und Selbstwahrnehmung. Damit sollen Risikofaktoren für Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und psychosomatische Leiden erkannt und verringert werden. Damit knüpft es an die aktuelle Kampagne „Diabetes bewegt uns“ des Bayerischen Gesundheitsministeriums an.

Bis zu einer Million Menschen in Bayern werden wegen der Volkskrankheit Diabetes mellitus behandelt. Rund 200 000 weitere Menschen im Freistaat Leiden an der Zuckerkrankheit, ohne es zu wissen.

„Ein Kilogramm Gewichtsverlust bedeutet eine 16-prozentige Reduzierung der Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken“, so Wühr. Am 7. September findet im Haus des Gastes ein Aktionstag zum Thema Diabetes statt, bei dem jeder Besucher einen kostenlosen vierminütigen Test durchführen kann, der Aufschluss darüber gibt, ob man zur Risikogruppe zählt oder nicht. Außerdem putzt der 58-Jährige derzeit Klinken bei Medizindienstleistern aller Art: „Wir möchten möglichst viele Eingabestationen einrichten, damit man den Diabetestest überall machen kann.“

Und weiter? Auch in den nächsten Monaten wird Wühr kräftig die Werbetrommel rühren: Vorträge, Informationskampagnen, Netzwerke implementieren - schließlich soll das Präventionszentrum nicht nur bis Sommer 2015 fertiggestellt sein, sondern anschließend auch mit Leben gefüllt werden.

Quelle: Chamer Zeitung vom 24.07.2014

 


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