Der Technologie-Campus ist Forschungs- und Ausbildungsort für die Industrie 4.0

Es gibt einen Ort im Landkreis Cham, an dem die Grundlagen für die Industrie 4.0 geschaffen werden und zwar gleich in mehrerlei Hinsicht. Am Technologie-Campus in Cham laufen die Fäden, oder besser gesagt, das Knowhow zusammen. Zugleich wird es von dort wieder hinaus getragen in die Unternehmen.

lb 1Mit tiefer Bestürzung haben wir vom unerwarteten Tod von Hr. Ludwig Barthuber am Sonntag, 27.08.17 erfahren.

Der Technologie Campus Cham und die Technische Hochschule Deggendorf sind tief betroffen vom schmerzlichen Verlust unseres Mitarbeiters und Kollegen.

Große Abschiedsfeier für Professor Josef Weber am Technologie Campus

Am Technologie Campus ist am Freitagabend eigentlich Dienstschluss. Nicht so am vergangenen Freitag. Denn zur Verabschiedung von Professor Dr. Josef Weber in den Ruhestand waren viele Gäste gekommen.

Marianne Schieder besucht den Technologie Campus - Studieren in Cham

Studieren in Cham ist klein, aber fein. Auf diesen Nenner lässt sich das Gespräch zwischen der Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder mit den beiden Leitern des Technologie-Campus, Professor Peter Firsching und Michael Fuchs, bringen. Schieder kam nach Cham, um zu hören, wo der Schuh drückt.

"Ich bin schließlich Bildungspolitikerin", führte sie bei der Zusammenfassung ins Feld. Eine Bildungspolitikerin im Wahlkampf. Also nimmt sich die 55-jährige viel Zeit und schenkt den beiden Herren ein Ohr. Es geht um vieles: Forschung und Entwicklung, die Förderung des akademischen Lebens auf dem flachen Land, Industrie 4.0 und die Zukunft des Landkreis Cham.

Dreh- und Angelpunkt war der Campus. Von diesem kleinen Punkt aus ging es um die ganze große Politik. "Wir müssen am Ball bleiben, um mit den Metropolregionen mithalten zu können", forderte Fuchs. Welchen Beitrag der Technologie Campus dazu leistet, wurde Firsching nicht müde, zu betonen. "Wir arbeiten hier in einer Region, die besonders ist", lobte er. "Eine besonders niedrige Arbeitslosenquote zeichnet den Landkreis Cham zum Beispiel aus. Was nicht zuletzt an den Firmen liegt. Ein paar Tausend Mitarbeiter, das ist auf dem Weltmarkt zwar klein. Dafür sind die Unternehmen solide und höchst erfolgreich unterwegs. Klein, aber fein, eben wie die Lehre, die der Campus in Cham fördert."

"Wir werden uns im Durchschnitt bei rund 20 Studenten je Semester etablieren", sagt Firsching und gibt offen zu, dass in den Anfangsjahren mit ganz anderen Zahlen hantiert worden ist, "die einfach nicht realisitisch sind und waren." Dafür habe sich am TC ein ganz eigenes Klima der Lehre und Forschung etabliert. "Wir empfinden weniger Zwänge als ein Zentralcampus", lobt der Professor: Er sehnt sich keinesweg zurück in die Zeiten, da er "Mathevorlesungen vor 400 Leuten hielt". Die überschaubare Zahl seiner Studenten führe zu einer fast familären Atmosphäre. "Das hat Vor- und Nachteile, so Firsching. Keiner kann sich verstecken, ein jeder in der Gruppe spornt den anderen an. "Und wenn ich was aus dem Labor brauche, gehe ich nur ein Zimmer weiter", betonte Firsching.

So intim wie die Atmosphäre innerhalb der Einrichtung ist, so gut vernetzt sei der Campus nach außen  - zu den Firmen im Landkreis. "Wir sind hier der Kommunikator nach innen und außen", lobte Fuchs. Und fügte hinzu: "Wir können nicht alles, aber wir wissen, wer's kann", umschreibt er das Netzwerk gegenseitiger Unterstützung und Hilfe in Forschung und Lehre.

Marianne Schieder dürfte da weiterer wichtiger Baustein nach Berlin sein. Mit wichtigen Kontakten zu Leuten, die an den Fördertöpfen über Wohl und Wehe eines Projektes entscheiden. Das Schmiermittel der akademischen Forschung.

 

 

 dsc0270 copyAm 27.4.2017 haben sich die Studenten der TH Deggendorf und dem Campus Cham an der Westböhmische Universität in Pilsen getroffen. An der Fakultät Design und Kunst Ladislava Sutnara haben die Studenten Corinna Schießl, Manuel Ebner und Philipp Bader erfolgreich ihre drei Projekte vorgestellt:

  • Ein City Roller für den öffentlichen Straßenverkehr
  • Wie kann falsches Auffahren an Autobahn-Anschlussstellen vermieden werden
  • Herstellung von Intelligenten Medikamenten Dosierer (EU-Projekt)

Die Projektarbeiten wurden in englischer Sprache präsentiert und die Fragen der Teilnehmer der Veranstaltung mit Bravur beantwortet. Anschließend bestand die Möglichkeit verschiedene Abteilungen der Design Fakultät zu besichtigen und sich über das Studium an der Fakultät zu informieren. Zum Abschluss der Studienreise hatten die Studenten die Möglichkeit kurz die Pilsner Altstadt zu besichtigen.

Sinn der Veranstaltung war es, dass sich die Studenten evtl. zu einem Auslandsstudium entschließen und Lernen an internationalen Projekten zu arbeiten.