Zusammen mit dem Bildungswerk der Stadt Freyung und der KEB Freyung-Grafenau hat der Arbeitskreis Energie der Landkreis-Agenda 21 im Technologie Campus Freyung zum Thema „Energie in Bürgerhand“ eingeladen.

Welche Rolle spielt der Technologie Campus?

Hans Madl-Deinhart brachte nach der Begrüßung von MdL Alexander Muthmann, stv. Landrat Helmut Behringer sowie Freyungs Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich das Ziel der Veranstaltung gleich auf den Punkt: Es werden sowohl engagierte Bürger aus der Region gesucht, die aktiv an der Gründung einer Energiegenossenschaft mitwirken wollen, als auch Interessierte, die sich an dieser Genossenschaft beteiligen. Zudem sollen Möglichkeiten für ein erstes Projekt ausgelotet werden.
Der Energiemanager Dipl.-Ing. Josef Pauli vom Technologie Campus erläuterte den Besuchern, welche Rolle der Technologie Campus mit der Abteilung für angewandte Energieforschung dabei spielen kann. Das Tätigkeitsfeld umspannt die Entwicklung regionaler Energie-Nutzungspläne und Empfehlungen für die strategische Ausrichtung der Energieversorgung in Industrie und Handwerk. Auch können neue Technologien zur effizienteren Energienutzung entwickelt und energetische Anlagen betreut werden. Zudem kann der TC Bürgerbeteiligungsgesellschaften moderierend begleiten und sachlich informieren.
Große Aufmerksamkeit erweckte die Gegenüberstellung des Energiebedarfes im Landkreis und der Energiepotenziale und Ressourcen der Region. Die Analyse ergab, dass nach Abzug der Flächen des National- und Naturparks und der für die Nahrungsmittelerzeugung erforderlichen Flächen bei einer auf mehreren Säulen fußenden Energieerzeugung der Landkreis das Potenzial besitzt, sich energetisch selbst zu versorgen ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden. Pauli machte klar, dass zur Gründung einer Energiegenossenschaft zuerst eine Vision entstehen muss. Fragen wie zum Beispiel die Art des Technologieeinsatzes, der Flächennutzung, einer verträgliche Veränderung des Landschaftsbildes oder auch die Höhe einer Rendite müssen vorab geklärt werden. In einer Umfrage kristallisierten sich unter den Veranstaltungsteilnehmern die Nutzung von Windkraft und Solarenergie sowie die Energieeffizienz als Interessensschwerpunkte heraus.
Die anschließende Diskussion zeigte, dass möglichst vielen Bürgern die Beteiligung an einer Energiegenossenschaft ermöglicht werden soll, damit in der Bevölkerung des Landkreises eine breite Zustimmung besteht. Zudem ist eine Beteiligung der Kommunen erforderlich um Planungssicherheit zu gewährleisten.

Erstes Treffen einer Planungsgruppe

Für Ende April wurde das erste Treffen einer Arbeitsgruppe vereinbart. Bis dahin liegen die Ergebnisse des regionalen Planungsverbandes zur Ermittlung der im Landkreis möglichen Standorte für Energieanlagen vor und können dann in die Zielsetzungen mit eingearbeitet werden.

Quelle: Passauer Neue Presse / Lothar Dumm

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