20140120-energienutzung-technische-hochschule-deggendorf

Ilzer Land setzt auf das von TC Freyung erarbeitete integrierte Energiekonzept – Erste Vorstellung

Es zeichnet sich ab, dass die rund 70 000 Euro für die Erstellung eines Integrierten Energiekonzeptes für die Ilzer Land- Gemeinden durch den Technologie Campus Freyung der Technischen Hochschule Deggendorf bestens angelegt sind.

 

„70 Prozent der Kosten trägt das Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern, den Rest bringen die Mitgliedsgemeinden auf“, erklärte Dr. Christian Thurmaier vom ALE bei der Vorstellung dieses Konzeptes, für das die Berechnungen und Analysen abgeschlossen sind und aktuell mit dem TC Freyung konkrete Maßnahmen und Detailbetrachtungen entwickelt werden.

Vor dem Abschluss des Endberichts wurden die bisherigen Ergebnisse mit abgeleiteten Maßnahmen den Kommunen Fürsteneck, Perlesreut, Ringelai und Röhrnbach in der Josef-Eder-Halle in Röhrnbach präsentiert. Die gleiche Vorstellung erfolgt am 22. Januarum18 Uhr für dieKommunen Grafenau, Saldenburg, Schönberg und Thurmansbang in der Festhalle in Thurmansbang.

„Was bringt das Energiekonzept im Ilzer Land in barer Münze?“, unter diese Thematik stellte Josef Pauli, der technische Leiter des TC Freyung, der mit Raphaela Pagany und Florian Diepold diese Präsentation vorbereitet hatte. Sämtliche Umsetzungsmöglichkeiten wurden geprüft, die von 2014 bis 2018 realisiert werden können. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass nicht der Strom der größte „Energiefresser“ ist, sondern die Wärme.

Josef Pauli kündigte an, dass jede beteiligte Kommune bei der Abschlussveranstaltung im März eine detaillierte Auflistung über die Stromstrategie wie auch die Wärmestrategie erhält. Alles untermauert mit Kartenmaterial und Ergebnissen der vielen durchgeführten Messungen.

Im Zuge der Erstellung des Integrierten Entwicklungskonzeptes (IEK) wurden Maßnahmen als Basis für konkrete Energienutzungsaktivitäten im gesamten Ilzer Land erarbeitet. „Deren Umsetzung kann nur mit Zustimmung der einzelnen Kommunen im Gemeindeverbund geschehen. Für die Kommunen ist das IEK eine gute Chance, die Energiewende im eigenen Verwaltungsgebiet voranzubringen“, erklärte Josef Pauli.

Den Kommunen des Ilzer Landes wird an Aktivitäten empfohlen, dass kommunale Vertreter eine Orientierung am IEK beschließen, einen kommunalen Energiebeauftragten bestimmen und eine Umsetzung der im IEK gefassten Maßnahmen anstreben. Ziel sei es, so Josef Pauli, dass Maßnahmen und Idee sowohl im gesamten Gemeindeverbund als auch auf kommunaler Ebene koordiniert und umgesetzt werden.

Für die Umsetzung schlug Josef Pauli einen Beschluss durch die Kommunalvertreter vor, in den jeweiligen Kommunen die Wahl des Energiebeauftragten anzustreben.

Der Beginn der Umsetzungsphase setzt eine regelmäßige Abstimmung aller kommunalen Energiebeauftragten und einem Energieprojektmanager vor.

Dieser neutrale und unabhängige Energieprojektmanager sollte an zentrale Stelle des Ilzer Landes eingestellt werden, um Projekte im gesamten Gemeindeverbund, unter anderem Maßnahmen und Handlungsempfehlungen aus dem IEK, anzustoßen. Der Projektmanager initiiert und koordiniert einzelne Projekte als „Kümmerer“ und er ist zugleich Ansprechpartner und zentrale Informationsstelle für kommunale Energiebeauftragte. „Er soll weiter als Netzwerker fungieren, Bürger mit umsetzenden Stellen zusammenführen und über anstehende Projekte frühzeitig Aufklärungsarbeit leisten und Fördermöglichkeiten als weitere Aufgabe auskundschaften“, betonte Josef Pauli.

Dies soll garantieren, dass Maßnahmen und Ideen auch tatsächlich weiter vorangetrieben und realisiert werden. Leistungen, die von einzelnen Gemeinden in Anspruch genommen werden, sollen einen Anteil der Grundfinanzeirung sichern.

In jeder Kommune soll ein kontinuierlicher Ansprechpartner für die interne Projektbegleitung zur Verfügung stehen und zur interkommunalen Kommunikation beitragen. Für seine beratende Tätigkeit muss der Energiebeauftragte nicht zwingend über Fachwissen verfügen, soll jedoch die Gelegenheit für Fortbildungen erhalten.

Röhrnbachs 1. Bürgermeister Josef Gutsmiedl hatte die Tagung als federführender Bürgermeister des Handlungsfeldes „Energie“ eröffnet, Bürgermeister Max Köberl ließ in gleicher Funktion abschließend über den Empfehlungsbeschluss zur Umsetzung der Maßnahmevorschläge abstimmen wie auch über die Bestellung eines interkommunalen Energiemanagers und die Bestellung von kommunalen Energiebeauftragten. Diesen wurde zugestimmt, werden jedoch erst wirksam, wenn die Kommunen Grafenau, Saldenburg, Schönberg und Thurmansbang damit einverstanden sind.

Ilzer Land-Vorsitzender Manfred Eibl, 1. Bürgermeister der Gemeinde Perlesreut, dankte dem ALE, TC wie auch den federführenden Bürgermeister Josef Gutsmiedl und Max Köberl für das Engagement und die umfangreiche Arbeit für das IEK

Quelle: PNP vom 20. Januar 2014
Autor: Norbert Peter

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