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Kooperation von Technologie Campus Freyung und Staatlicher Realschule Freyung

Seit einigen Jahren kommen die Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufen an der Realschule Freyung im Rahmen des Wahlfaches Biologie Übungen in den Genuss eines Bioniknachmittages, durchgeführt von Kirsten Wommer, Mitarbeiterin am Technologie Campus in Freyung und initiiert von Angelika Hemmerling. Dadurch entstand die Idee für eine Lehrerfortbildung, unterstützt durch den zweiten Konrektor Thomas Aigner.

 

Unter Bionik stellt sich inzwischen fast jeder den Lotuseffekt vor.Welchen Stellenwert Bionik in verschiedenen Wirtschaftsbereichen hat, überraschte die Lehrerkolleginnen und -kollegen von Grund-, Mittel- und Realschule doch sehr. „Inzwischen existiert ein Bionik Netzwerk in Deutschland und in Europa, an dem auch der Technologie Campus Freyungbeteiligt ist“, informierte Kirsten Wommer.

Bionik versucht Entwicklungen aus der Natur in technischen Anwendungen umzusetzen. Begonnen hat die bionische Anwendung mit der Erfindung des Salzstreuers (Vorlage war die Mohnkapsel) von Raoul Heinrich Francé mit dem ersten Patent dazu 1920 und dem Klettverschluss (Vorlage war die Klette und das Hundefell) von Georges de Mestral 1951.

Um den Lehrerinnen und Lehrern einen Einblick zu geben und einfache Schülerversuche zum Kennenlernen zu vermitteln, konnten sich alle an der Faltungsstruktur eines Insektenflügels versuchen. Ein vergleichbares technisches Faltungssystem wird bei Satelliten angewandt, die erst im Orbit ihre Sonnensegel zur Energiegewinnung entfalten.

Eine etwas schwierigereHerausforderung war der Nachbau einer Fischflosse (Fin-Ray). Diese Bauart wird in der Technik z.B. bei der Konstruktion von fingerartigen Greifern bei Robotern verwendet, die empfindliche Bauteile handhaben und selbst rohe Eier von Roboterarm zu Roboterarm weitergeben können. Auch beim Bau von Stuhllehnen und Autositzen, die sich optimal an die jeweilige Rückenform anpassen, ist diese Technik gefragt.

Der erste Teil der Bionikfortbildung zeigte wie wichtig es ist, die Natur mit anderen Augen zu betrachten und auszuprobieren. Dadurch entstehen Ideen für neue Entwicklungen und somit auch Berufschancen.

Im zweiten Teil konnten sich die Teilnehmer davon überzeugen, wie in einer experimentellen Unterrichtseinheit von Angelika Hemmerling und Carmen Mühlbauer der Lotuseffekt von Schülerinnen und Schüler erarbeitet, erlebt und auch verstanden wurde. Danach durften die Lehrerinnen und Lehrer wieder selbst aktiv werden und an den verschiedenen Stationen, die von Kirsten Wommer mitgebracht wurden, experimentieren.

Untersucht wurde die Festigkeit von Klettverschlüssen, Modelle wurden gebaut, um den Strömungswiderstand zu testen. Verschiedene Fragestellungen wurden „unter die Lupe“ genommen, z.B. wie man materialsparend haltbare Wände bauen kann, wie die Spannungsverteilung in Materialien genutzt werden kann und auch ein hydraulischer Muskel wurde auf Tauglichkeit geprüft.

Quelle: Passauer Neue Presse vom 29.07.2014

 


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