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Technologiecampus Freyung: Leiter zieht positive Bilanz und hofft auf weitereGelder − Idee: Forschungs-Gesellschaft

Wie steht es um den Technologie Campus in Freyung? Was tat sich im Verlauf des Jahres? Und wie gestaltet sich die Zukunft? Auf diese Fragen ging in der jüngsten Kreistagssitzung Campusleiter Prof. Dr. Wolfgang Dorner ein.

 

 

Laut seinen Ausführungen seien derzeit über zehn Studenten am Campus in Freyung, die dort an ihren Abschlussarbeiten schreiben oder ein Praktikum absolvieren. Mittlerweile habe sich der Campus gut etabliert und wenn er, Dorner, unterwegs sei, treffe er immer wieder ehemalige Studierende des TCF wieder. Die Einnahmenseite (durch private Projekte, öffentliche Hand, etc.) stelle „eine solide Basis“ dar,mit der man in den kommenden Jahren gut weiter arbeiten könne. Auch sei die Entwicklung des Campus im Vergleich zu anderen Campi äußerst positiv, stelle sich konstant dar und zeichne sich durch eine sehr gute Vernetzung in der Industrie und bei den Betrieben aus.

 

„Campus gibt Region Selbstbewusstsein“

Auch zum Thema Grundfinanzierung äußerte sich Dorner: Er begrüßte die guten Nachrichten aus München: Die Bayerische Staatsregierung hat vor einigen Wochen beschlossen, im Doppelhaushalt 2015/16 die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass erfolgreichen Technologietransferzentren auf Dauer eine staatliche Grundfinanzierung gewährt werden kann. Für den Freyunger Campus soll es rund 200 000 Euro geben. „Damit kann man gut weiter arbeiten“, so Dorner. Zuvor war Beschlusslage, dass den Technologie Campi nur eine fünfjährige Anschubfinanzierung gewährt wird und sie sich dann aus eigener Kraft weiterbringen müssen. Die Stadt Freyung unterstützte in den vergangenen fünf Jahren die Ansiedlung der Außenstelle der Technischen Hochschule Deggendorf mit einem jährlichen Zuschuss von 125 000 Euro.

„Wo wollen wir nun hin mit der Grundfinanzierung?“ Diese Frage stellte Dorner selbst − und gab auch die Antwort. Zum einen seien die 200 000 Euronoch nicht das, was auch andere Forschungszentren bekommen. Er, Dorner, wolle, dass dem Landkreis eine noch größere Anerkennung zukomme und dies sich auch finanziell zeige. Auch äußerte der Campusleiter einen besonderen Wunsch: Ihm schwebe vor, eine Fraunhoferähnliche Gesellschaft zu gründen − „beispielsweise eine Oskar von Miller Gesellschaft“. Die Fraunhofer-Gesellschaft ist nach eigenen Angaben die größte Organisation für anwendungsorientierte Forschung in Europa.

Im Hinblick auf die Zukunft des Campus sagte Dorner: „Wir wollen ihn auf jeden Fall auf dem aktuellen Stand halten und ihn sukzessive und in kleinen Schritten ausbauen.“ Auch lud Dorner die anwesenden Politiker ein, sich einmal ein Bild vor Ort zu machen und eine Führung durch die Campus-Räume und Laborewahrzunehmen.

Landrat Sebastian Gruber betonte nach Dorners Bericht, dass der Campus der Region „Selbstbewusstsein und Zukunft“ gegeben habe. Dass das Thema Grundfinanzierung nun nach langer Zeit geklärt werden konnte, sei auch den hiesigen Politikern zu verdanken, die sich stets für die Sache eingesetzt hatten. Freyungs Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich zeigte sich ebenfalls zufrieden und sagte: „Die Dezentralisierungsstrategie bei Forschungseinrichtungen hat funktioniert.“ Die Grundfinanzierung stabilisiere nun die Forschungseinrichtungen im Bayerischen Wald, so Heinrich, der auch einen besonderen Dank an Dorner für dessen „überdurchschnittliches Engagement“ aussprach.

In der Sitzung aber auch bei vorherigen Diskussionen, wie etwa im Kreisausschuss, war zudem von verschiedenen FRGPolitikern gefordert worden, dass man in Sachen Campi-Finanzierung die Kommunen mehr aus der Pflicht nehmen müsse. Deshalb begrüße man die Grundfinanzierung aus München nun sehr. Kreisrat und Freie-Wähler-MdL Alexander Muthmann hatte jedoch bereits im Vorfeld der Sitzung in einer Mitteilung angemerkt, „dass die derzeit in Aussicht gestellten Mittel nicht ausreichen“ würden. Der Landkreis Freyung- Grafenau zum Beispiel habe für die Zentren in Freyung, Spiegelau und Grafenau im Jahr 2013 insgesamt 725 000 Euro gezahlt, in Freyung und Spiegelau leisteten Stadt und Gemeinde jeweils weitere 150 000 Euro. Muthmann: „Die 210 000 Euro reichen bei weitem nicht aus. Hier muss die Staatsregierung noch nachbessern und für die gesamten Kosten aufkommen.“

Quelle: Passauer Neue Presse vom 11.12.2014
Autorin/Foto: Jennifer Jahns

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