20150825 f epaperErfahrungen sammeln: Doktoranden am Technologie Campus sind zu Forschungszwecken ins Ausland

Freyung. Dank der engen Kooperation der THD Technische Hochschule Deggendorf mit Universitäten weltweit können wissenschaftliche Mitarbeiter auch am Technologie Campus Freyung promovieren. Derzeit sind drei Doktoranden in Freyung beschäftigt, von denen zwei für einige Zeit ins Ausland gegangen sind.

 

Kristina Wanieck ist seit 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Bionik. Sie hat sich darauf spezialisiert, Bionik als Methode weiterzuentwickeln. „Ich möchte mit meiner Arbeit bewirken, dass die Bionik in Unternehmen ankommt. Dazu erforsche ich den Prozess und entwickle die Methode weiter, so dass sie leichter verständlich und effizienter einsetzbar wird“, beschreibt die Diplom-Biologin ihre Forschungsarbeit. Seit über fünf Jahren arbeitet sie mit Unternehmen zusammen und lehrt das Fach Bionik in verschiedenen Studiengängen in Deggendorf und in Österreich. „Durch die enge Zusammenarbeit mit Firmen erhalte ich einen Einblick in die Produktentwicklung und den Innovationsprozess. Wenn Bionik als Problemlösungsstrategie erfolgreich eingesetzt werden soll, ist diese Praxisnähe für mich sehr wichtig. Durch die Lehre kann ich besser verstehen, wie angehende Ingenieure mit der Thematik umgehen. Mich begeistert und motiviert dieses Thema jeden Tag aufs Neue und es vergeht kein Tag, an dem ich nicht selbst etwas Neues lernen darf.“ Jetzt geht’s nach Paris, London und Kanada Für ihre Forschungsarbeit ist Kristina Wanieck nun den Sommer über an Partner-Universitäten in Paris, London und Guelph, Kanada. „Ich durfte in den letzten Jahren viele angesehene Kollegen aus der ganzen Welt kennenlernen. Umso mehr freut es mich, dass ich nun mit diesen enger zusammenarbeiten und unsere Forschungen verbinden kann.“ Ihr Promotionsvorhaben hat Kristina Wanieck im April 2014 an der TU München begonnen. Ihr Doktorvater, Prof. Dr. Cordt Zollfrank, leitet das Fachgebiet Biogene Polymere und ist mit seinen Laboren am Wissenschaftszentrum in Straubing angesiedelt. Zusammen mit Prof. Dr. Martin Aust, Leiter der Arbeitsgruppe Bionik am Technologie Campus Freyung, betreut er die Arbeiten von Wanieck. Luis Ramirez Camargo arbeitet in der Arbeitsgruppe „Angewandte Energieforschung“. Sein Diplom hat er in Wien an der Universität für Bodenkultur 2012 abgeschlossen. Im gleichen Jahr kam er nach Freyung. Seitdem arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Technologie Campus und ist teilweise in Wien wegen seiner Dissertation: „Durch meine Arbeit pendle ich zwischen Freyung und Wien. Das ist zwar manchmal anstrengend, gibtmir aber die Möglichkeit, die Forschungseinrichtungen an beiden Standorten zu nutzen, und es erlaubt mir den permanenten fachlichen Austausch mit Forschern an beidenStandorten“. In seiner Forschungsarbeit befasst sich Luis RamirezCamargo mit räumlich-zeitlicher Modellierung zur Planung dezentraler erneuerbarer Energieerzeugung auf Gemeindeebene: „Ich möchte mit meiner Arbeit zeigen, wie dezentrale Energiesysteme auf Basis von erneuerbaren Energien gestaltetwerden sollen, damit diese in der Lage sind, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten“. Für seine Forschungen ist er jetzt für drei Monate nach Argentinien gegangen. „Die Kooperation mit Argentinien gibt es seit 2013. Nun habe ich die Möglichkeit, einige der entwickelten Modelle in ganz neuem Kontext zu testen und dazu beizutragen, dass die Erneuerbare- Energien-Politik im Norden Argentiniens eine bessere Entscheidungsgrundlage hat “, freute sich Ramirez Camargo auf seinen Auslandsaufenthalt. Erste Ergebnisse erzielten die beiden Arbeitsgruppen bereits, Internationale Forschung made in Freyung Erfahrungen sammeln: Doktoranden am Technologie Campus sind zu Forschungszwecken ins Ausland als Prof. Dr. Wolfgang Dorner, wissenschaftlicher Leiter des Technologie Campus Freyung, 2014 für zwei Wochen in Argentinien gewesen war. Danach kamenMitarbeiter aus Argentinien nach Freyung. Auch Stefan Küspert ist Doktorand in der Arbeitsgruppe Angewandte Energieforschung. Im April 2015 hat er seine Forschungen am Lehrstuhl für Anthropogeographie der Uni Passau begonnen. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt „PUBinPLAN“ geht er der Frage nach, ob sich Akzeptanzprobleme bei Planungsprozessen durch innovative Formen der Bürgerbeteiligung mit neuen Medien lösen lassen. „Die letzten Jahre haben gezeigt, dass es vermehrt zu gesellschaftlichen Konflikten bei infrastrukturellen Großprojekten gekommen ist und Bürgerbeteiligung und -integration zu einer zentralen Herausforderung von Planungsprozessen geworden sind. Mit dem Projekt versuchen wir neue Wege der Beteiligung zu installieren,umdie Gefahr einer aufwändigen, aber letztlich überflüssig werdenden Vor- und Detailplanung zu minimieren. Es ist uns ein großes Anliegen, Bürger mit ihrer hohen Regional- und Raumkompetenz in den Planungsprozess rechtzeitig mit einzubinden und diese nicht erst im Nachgang über ein Projekt urteilen zu lassen“, beschreibt Küspert die Intention seiner Arbeit. Zusammen mit dem Lehrstuhl für Anthropogeographie der Universität Passau und den Projektpartnern, wie zum Beispiel dem Amt für ländliche Entwicklung Niederbayern, wird aktuell nach geeigneten Projekten im regionalen, aber auch überregionalen Umfeld der Hochschulen gesucht, um die Stellschrauben unterschiedlicher Planungsprozesse zu erheben. Erfahrungen für Arbeit in Freyung nutzen Für Küspert wird sich zeigen, ob auch er während seiner Arbeit einen Auslandsaufenthalt für sich nutzen wird, die Chancen dafür stehen gut. „Wir unterstützen unsere Doktoranden bestmöglich, insbesondere befürworten wir einen Auslandsaufenthalt. Dieser ist sowohl aus fachlicher Sicht, als auch für die persönliche Entwicklung von besonderemWert.Daher freut es uns, dass unsere Doktoranden so erfolgreich in ihren Gebieten sind und nun diese Chance für sich nutzen können“, beschreibt Karl Kreuß, operativer Leiter am Technologie Campus Freyung, die Unterstützung des Campus. Nach ihren Forschungsaufenthalten wollen Kristina Wanieck und Luis Ramirez Camargo ihre Erfahrungen und Ergebnisse nutzen, umdie Arbeit in Freyung zu stärken. „Wir sehen es auch als unsere Aufgabe, den Standort Freyung in der internationalen Forschung und Entwicklung mit zu positionieren. Umso wichtiger ist es, dass wir den Weg ins Auslandwagen.“

25.08.2015 - pnp

 

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