Erster Workshop zu "Big Data" am Technologiecampus Grafenau – Blick in die Zukunft von Nadja-Amira Axer

pnp 2017 3 25Dozent Michael Fernandes referiert beim Workshop um TCG über die Welt der Daten und gibt Einblicke in das "Big Data"-Projekt. − Foto: Axer

Grafenau. Der "Silicon Forest" ist ein bedeutender Standort für Informationstechnik und Datenverarbeitung, er erstreckt sich zwischen Bayerischem Wald und Südböhmen. Dort arbeiten der Technologiecampus Grafenau (TCG) und das Technologiecentrum Písek in Kooperation mit der Südböhmischen Wirtschaftskammer und der IHK Niederbayern daran, das Leben mit Hilfe von Datenerfassung und -verarbeitung leichter zu machen. 

Der nächste Zertifikatlehrgang startete jetzt zum Thema Supply Chain Management, Transport und IT in Grafenau                        

pnp 2017 3 23Dozentin Marion Kohlmeier (r.) und zum Beispiel der Grafenauer Stadtrat Tobias Neumann (3.v.l.) als ein Teilnehmer des Zertifikatslehrgangs Supply Chain Management, Logistik und IT stellten sich zum Foto. − Foto: TCG

Grafenau. Mit dem Zertifikatlehrgang Supply Chain Management, Logistik und IT startete jetzt das Projekt DEG-DLM (Deggendorfer Distance Learning Modell) an der THD ein weiteres Mal ein Weiterbildungsangebot für beruflich Qualifizierte im sogenannten Blended Learning Format, hier Flexibles Lernen genannt.

Das Konzept bewährt sich: Ortsnah und zeitlich flexibel können die Teilnehmer in Deggendorf an der THD oder in Grafenau am Technologiecampus über die Videokonferenzschaltung zeitgleich und interaktiv die Präsenzveranstaltungen besuchen. "Das Interesse am Kurs teilzunehmen war riesig. Aus didaktischen Gründen konnten jedoch "nur" 30 Kursteilnehmer aufgenommen werden, jeweils 15 an jedem Standort", so Gabriele Weng, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt DEG-DLM.

Technologie Campus Grafenau bringt Expertise bei Datenanalyse in EU-Projekt ein – Vor allem kleine und mittlere Unternehmen können profitieren von Sebastian Fleischmann

pnp 2017 1 21Dr. habil Robert Hable leitet das Projekt am TC Grafenau

Grafenau. Vom gläsernen Konsumenten bis hin zu völlig neuen Geschäftsmodellen, die quasi über Nacht ganze Branchen überflüssig machen: Das Schlagwort "Big Data" regt die Fantasie an − wenn auch nicht immer im Positiven. "Oft wird das Bild einer disruptiven Neuerung gezeichnet", erklärt Dr. habil Robert Hable zu den Potenzialen, die in den dank zunehmender Digitalisierung riesigen verfügbaren Datenmengen stecken. Doch viele Ängste seien unbegründet, meint der Forschungsleiter "Big Data Analytics" am Technologie Campus Grafenau (TCG). Der Wissenschaftler glaubt nicht an einen derart radikalen und zerstörerischen Wandel. Im Gegenteil: Die meisten Unternehmen könnten sogar massiv von den Erkenntnissen profitieren, die in den großen Datenmengen stecken.

pnp 2017 1 24Prof. Dr. Diane Ahrens, Leiterin des Technologie Campus Grafenau, freut sich, mit ihrem Team die Idee zur Digitalisierung der Kommunen Spiegelau (Landkreis Freyung-Grafenau) und Frauenau (Lkr. Regen) umsetzen zu können. Begonnen wird mit der Telemedizin. − Foto: Langesee

Grafenau. "Digitalisierung zum Anfassen" – das ist es, was Prof. Dr. Diane Ahrens, Leiterin des Technologie Campus Grafenau (TCG), mit der Umsetzung des "e-Dorfes" ("digitales Dorf") erreichen möchte. Ende 2016 waren Spiegelau (Landkreis Freyung-Grafenau) und Frauenau (Landkreis Regen) als Musterkommunen für das vom bayerischen Wirtschaftsministerium geförderte Pilotprojekt aus mehreren Mitbewerbern für Südbayern ausgewählt worden.

Dabei soll untersucht werden, wie Standortnachteile einer Region wie Strukturschwäche, Bevölkerungsrückgang und mangelnde Infrastruktur durch den Einsatz moderner Techniken ausgeglichen werden können.

Stolz ist man im Campus Grafenau darauf, dass hier die Idee für das Konzept "e-Dorf" schon vor einiger Zeit entstanden war. "Aber wegen seines ressortübergreifenden Charakters war es schwierig, einen ,Kümmerer‘ zu finden. Im Rahmen der Digitalisierungsstrategie der Landesregierung hat das e-Dorf dann endlich Fahrt aufgenommen", erzählt Campusleiterin Ahrens im Gespräch mit der PNP.

Weiterbildung in Logistik – Infoabend am 25.1.

pnp 2017 1 21Dr. Robert Hable und Marion Kohlmeier bei der Ausarbeitung der Lehrgangsunterlagen. − Foto: THD

Grafenau. Die TH Deggendorf bietet ab März am Technologie Campus Grafenau (TCG) eine kostenlose berufsbegleitende Weiterbildung zu Supply Chain Management (SCM), Logistik und IT an. SCM ist eine Erweiterung der klassischen Logistik: Zum einen wird die Zusammenarbeit rechtlich unabhängiger Firmen entlang der Wertschöpfungskette mit betrachtet, zum anderen werden auch Finanzflüsse sowie der Einkauf berücksichtigt. SCM-Manager verbessern die Wertschöpfungskette von Unternehmen.

Durch die Digitalisierung stehen Supply Chain Managern umfangreiche IT-Daten zur Verfügung, aus denen mit Hilfe von Big Data Analytics wertvolle Steuerungs- und Optimierungsinformationen gewonnen werden können.

Bei dieser Weiterbildung kann als Abschluss ein Zertifikat der TH Deggendorf erworben werden, das vom Projekt DEG-DLM der TH Deggendorf im Rahmen des Bundeswettbewerbs "Offene Hochschule" kostenlos angeboten wird.

"Heimatminister" Helmut Brunner informiert sich vor Ort, wie das Projekt der Staatsregierung umgesetzt wird, von Andreas Nigl  

pnp 2016 12 15Froh, dass sie mit Hilfe von Minister Helmut Brunner (2.v.r.) den Zuschlag bekommen haben: Karlheinz Roth (links, Bürgermeister Spiegelau) und Herbert Schreiner (Bürgermeister Frauenau). Das Projekt wird vom Technologiecampus Grafenau (im Hintergrund) mit dessen Leiterin Prof. Diane Ahrens begleitet. − Foto: Nigl

Grafenau/Spiegelau/ Frauenau. "Für Staatsminister Helmut Brunner ist es auch ein Zeichen. Ein Zeichen an das restliche Bayern. "Seht her, der Bayerwald entwickelt sich immer mehr zur Bildungs- und Innovationsregion". Ein wichtiger Baustein ist dabei der Zuschlag der Staatsregierung für die Kommunen Spiegelau und Frauenau in Sachen eDorf (PNP hat berichtet).

Und so gab es gestern Morgen nur strahlende Gesichter im neuen Technologiecampus im Herzen von Grafenau. FH-Außenstellenleiterin Prof. Diane Ahrens strahlte, begleitet ihr Grafenauer Institut doch das eDorf-Projekt. Die Bürgermeister Karlheinz Roth (Spiegelau) und Herbert Schreiner (Frauenau) strahlten, gehören sie doch zu den Auserwählten und kommen so in den nächsten vier Jahren anteilsmäßig in den Genuss von rund fünf Millionen Euro Fördermitteln. Und auch Minister Brunner strahlte. Zum einen wegen der zu Beginn angesprochenen Tatsache und auch ob des Lobes, das auf ihn einprasselte. "Ohne Ihren Einsatz hätte der Bayerwald wohl den Zuschlag nicht bekommen", sagten Ahrens, Roth und Schreiner unisono.

 

2016 12 13 digitales dorfMdL Tobias Reiß, Staatsministerin Aigner und Staatsminister Brunner

Spiegelau-Frauenau und Steinwald-Allianz setzen sich im eDorf-Wettbewerb durch

Die zwei Gewinner des Wettbewerbs stehen fest: Aus den 20 umfangreichen Bewerbungen um ein digital-unterstütztes Modelldorf setzten sich in Südbayern die Bewerbung des Gemeindeverbunds Spiegelau-Frauenau (Landkreise Freyung-Grafenau und Regen) und in Nordbayern die Steinwald-Allianz (Landkreis Tirschenreuth) durch. In den nächsten zwei Jahren sollen hier Vorbild-Kommunen entwickelt werden, in denen mit Hilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnologien neue Services und Anwendungen geschaffen werden, die die Lebensbedingungen im ländlichen Raum, speziell für Senioren, aber auch Familien verbessern.