Wie man die Zukunft vorhersagt – Staatsministerium lädt zu Prognosekonferenz nach Grafenau

Wann fällt meine Maschine aus? Was kaufen meine Kunden morgen? Wieviel soll ich bestellen? Fragen wie diese beantworten Fachleute täglich aus Erfahrung. Wie man diese Einschätzungen mit Hilfe von Datenanalysen verbessern und sich damit Zeit und Geld sparen kann, erfahren Interessierte auf der Prognosekonferenz. Diese findet am Montag, den 6. November 2017, am Technologiecampus Grafenau statt.

Projekt "Digitales Dorf " will Alt und Jung am Prozess beteiligen – Infoveranstaltung am 4. Juli im TAZ Spiegelau              

pnp 2017 7 01Alt und Jung im Rosenium Spiegelau gemeinsam an einem Tisch. Generationenübergreifend will das Digitale Dorf das Leben in der Region einfacher machen. Mittendrin ist Projekt-Mitarbeiterin Gudrun Fischer mit Sohn Severin. Die Senioren Mathilde Haselbach (links daneben) Gertraud Pissinger und Cilly Döringer freuen sich über die Hilfe. − Foto: Campus

Grafenau/Frauenau/Spiegelau. Der Schulranzen ist zu schwer. Oder ein dringendes Medikament wird auf die Schnelle benötigt. Was das mit dem Projekt "Digitales Dorf" zu tun hat?, können Bürger am 4. Juli um 18 Uhr bei einer Infoveranstaltung des Tech-Campus Grafenau und der Gemeinden Frauenau und Spiegelau im TAZ Spiegelau erfahren. Mehr noch – sie können sogar mitbestimmen, wie das Projekt ausschauen wird.

Groß war vor einiger Zeit die Freude, als bekannt wurde, dass die Gemeinden Spiegelau und Frauenau den Zuschlag in Sachen "Digitales Dorf" bekommen haben. Die Federführung liegt beim Technologiecampus in Grafenau, genauer gesagt bei Campus-Chefin Prof. Diane Arens und ihrem Team.

Und die ist sich mit den Bürgermeistern Karlheinz Roth (Spiegelau) und Herbert Schreiner (Frauenau) einig, dass es wichtig ist, die Bürger in das spannende Projekt einzubinden. Nur so könne es erfolgreich werden. "Wir müssen den Bewohnern des Bayerwaldes einen Mehrwert bieten, den sie täglich spüren". Also hinaus aus dem Elfenbeinturm der Theorie ins tägliche Leben. Und damit man weiß, wo es im täglichen Leben so zwickt, ist die Mithilfe der Bürger gefragt.

Die Architektouren waren am Sonntag auch am Grafenauer Stadtberg zu Gast

pnp 2017 4 28Rechts die Wunschbox – hinten das neue Campusgebäude. Den Besuchern gefiel es. − Foto: Nigl

Grafenau. Es ist ohne Zweifel der optische Hingucker am Oberen Stadtberg: Das neue Gebäude des Techologie-Campus. Das war auch die Meinung des Besucher, die am Sonntag beim Tag der offenen Tür im Rahmen der bayernweiten Architekttouren die Gelegenheit wahrnahmen, einmal hinter die Kulissen zu schauen.

pnp 2017 06 23Vor der Abfahrt zu den Firmen B&S Blech mit System, Thomas-Krenn AG und zurück zum Technologiecampus stellten sich die Teilnehmer kurz zum Fototermin auf. − Foto: Haydn

Zum dritten Bayerisch-Bömischen Mittelstandskongress hatten das Cluster Mechatronic&Automation sowie die Europaregion Donau-Moldau nach Grafenau geladen. Hier trafen sich etwa 50 Vertreter aus Betrieben und Hochschulen, um im Gespräch und an Beispielen zu erfahren, wie im Zuge von "Industrie 4.0" Zusammenarbeit auch zu "OptiPro 4.0" wachsen kann.

Vaclava Radejova begrüßte zusammen mit weiteren Organisatoren wie Dr. Robert Hable, Tom Weber und Christian Kluge in Grafenau auch Professor Josef Stettner von der TH Deggendorf und Geschäftsführer Franz X. Wilhelm vom Grafenauer Tech-Campus.

Förderbescheide für digitales Dorf übergeben

pnp 2017 4 28Die Bürgermeister von Frauenau, Herbert Schreiner (v.l.) und von Spiegelau, Karlheinz Roth zusammen mit Helmut Brunner und Ilse Aigner sowie Prof. Diane Ahrens und Rainer Bomeisl vom Technologiecampus Grafenau mit erstem Finanzschub. − Foto: Wirtschaftsministerium

Deggendorf/Frauenau/Spiegelau. Im Wettbewerbsverfahren um die Modellprojekte zum digitalen Dorf hatten sich die Steinwald-Allianz, ein Zusammenschluss von 16 Oberpfälzer Gemeinden aus dem Landkreis Tirschenreuth, sowie die Gemeinden Frauenau und Spiegelau in Niederbayern durchgesetzt. Die Förderbescheide wurden jetzt übergeben.

 

"Wir wollen die Chancen der Digitalisierung im ländlichen Raum nutzen. Beim digitalen Dorf geht es daher nicht um spezifische Einzelfalllösungen, sondern darum, Erfahrungen zu sammeln, die auch in anderen Regionen zum Einsatz kommen können. Dafür stehen uns in den kommenden vier Jahren insgesamt fünf Millionen Euro zur Verfügung", sagt Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner bei der Übergabe der Förderbescheide. "Wir rechnen bis Mitte 2018 mit ersten konkreten Ergebnissen. Anschließend werden wir uns daran machen, die entwickelten Erfolgsrezepte auch in anderen Regionen in Angriff zu nehmen", so die Ministerin weiter.

Erster Workshop zu "Big Data" am Technologiecampus Grafenau – Blick in die Zukunft von Nadja-Amira Axer

pnp 2017 3 25Dozent Michael Fernandes referiert beim Workshop um TCG über die Welt der Daten und gibt Einblicke in das "Big Data"-Projekt. − Foto: Axer

Grafenau. Der "Silicon Forest" ist ein bedeutender Standort für Informationstechnik und Datenverarbeitung, er erstreckt sich zwischen Bayerischem Wald und Südböhmen. Dort arbeiten der Technologiecampus Grafenau (TCG) und das Technologiecentrum Písek in Kooperation mit der Südböhmischen Wirtschaftskammer und der IHK Niederbayern daran, das Leben mit Hilfe von Datenerfassung und -verarbeitung leichter zu machen. 

Der nächste Zertifikatlehrgang startete jetzt zum Thema Supply Chain Management, Transport und IT in Grafenau                        

pnp 2017 3 23Dozentin Marion Kohlmeier (r.) und zum Beispiel der Grafenauer Stadtrat Tobias Neumann (3.v.l.) als ein Teilnehmer des Zertifikatslehrgangs Supply Chain Management, Logistik und IT stellten sich zum Foto. − Foto: TCG

Grafenau. Mit dem Zertifikatlehrgang Supply Chain Management, Logistik und IT startete jetzt das Projekt DEG-DLM (Deggendorfer Distance Learning Modell) an der THD ein weiteres Mal ein Weiterbildungsangebot für beruflich Qualifizierte im sogenannten Blended Learning Format, hier Flexibles Lernen genannt.

Das Konzept bewährt sich: Ortsnah und zeitlich flexibel können die Teilnehmer in Deggendorf an der THD oder in Grafenau am Technologiecampus über die Videokonferenzschaltung zeitgleich und interaktiv die Präsenzveranstaltungen besuchen. "Das Interesse am Kurs teilzunehmen war riesig. Aus didaktischen Gründen konnten jedoch "nur" 30 Kursteilnehmer aufgenommen werden, jeweils 15 an jedem Standort", so Gabriele Weng, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt DEG-DLM.