Letzten Freitag endete die erste Bewerbungsrunde für das Projekt des Technologiecampus Grafenau

Deggendorf/Grafenau. Am Freitag endete die erste Ausschreibungsrunde um die Teilnahme am Projekt „eDorf“ mit großer Resonanz. Bewerben konnten sich bayerische Gemeinden und Gemeindeverbünde mit mindestens 2.000 Einwohnern, die in einem „Raum mit besonderem Handlungsbedarf“ (RmbH) liegen und kein Mittel- oder Oberzentrum sind.

In der ersten Stufe der Bewerbung wurden in Südbayern insgesamt 15 Teilnahmeerklärungen eingereicht, sechs von Gemeindeverbünden und neun Einzelbewerbungen. Insgesamt wollen 37 Gemeinden aus Niederbayern an der eDorf-Idee partizipieren. Aus Oberbayern und Schwaben kamen keine Teilnahmeerklärungen, vermutlich weil die RmbH-Räume sich vorwiegend auf den ost- und niederbayerischen Raum beschränken. In Nordbayern betreut die Fraunhofer Gesellschaft den Wettbewerb; hier gingen insgesamt 14 weitere Bewerbungen ein.

pnp 2016 07 20wild & weiblich-Vereinsvorsitzende Roswitha Prasser (3.von links) bedankte sich bei Professor Dr. Diane Ahrens (links) für die ausführlichen Informationen und die Campusbesichtigung mit einem Blumenstrauß in den Vereinsfarben. − Foto: PNP

FRG. Noch vor der offiziellen Eröffnung im September hatten die Mitglieder des Vereins "wild & weiblich − Unternehmerinnen im Dreiländereck Bayern-Böhmen-Oberösterreich e.V." die Gelegenheit, den neu erbauten Technologie Campus Grafenau (TCG), eine Forschungseinrichtung der Technischen Hochschule Deggendorf (THD), zu besichtigen. 

Unternehmerinnen-Netzwerk besuchen den neu erbauten Technologie Campus Grafenau

Prof. Dr. Diane Ahrens, Leiterin des Campus Grafenau, informierte die Unternehmerinnen in einem Vortrag über die Geschichte des Campus und die aktuellen Projekte rund um die Themen Logistik, Einkauf, Supply Chain Management, Data Analytics und Big Data, Räumliche Entwicklung (eDorf) sowie Prognose und Business Forecasting. 

Im Sommer 2010 wurde der Technologiecampus Logistik durch das Regionalmanagement Freyung-Grafenau und Firmen der Region initiiert. Zwei Jahre später wurde der Campus vorläufig in einer ehemaligen Schule im Grafenauer Ortsteil Neudorf untergebracht. Nach der Genehmigung des Neubaus 2014 erfolgte ein Jahr später die Grundsteinlegung am oberen Stadtplatz in Grafenau; und am 26. Januar dieses Jahres konnten die Mitarbeiter bereits in das neue Gebäude einziehen. 

20160727 söderBayerns Heimat- und Finanzminister Markus Söder stand am vergangenen Freitag (22. Juli) im Grafenauer Land im Mittelpunkt

Nach der BayernLabo-Eröffnung und der Übergabe diverser Breitband-Förderbescheide
besuchte der Minister auch den Technologie Campus Grafenau.

(Ausschnitt aus dem Bericht des Grafenauer Anzeigers)

THD 2016 07 26Teilnehmer der Informationsveranstaltung zu eDorf an der Technischen Hochschule Deggendorf − Foto: THD

Vertreter aus Kommunen und Gemeindeverbünden informieren sich zum Projektstart über eDorf

Deggendorf. Zum eDorf-Wettbewerbsauftakt lud die Technische Hochschule Deggendorf alle antragsberechtigten Bürgermeister aus Südbayern zu einer Informationsveranstaltung an den Campus. Im November werden in Bayern zwei eDörfer ausgewählt, die mit Hilfe innovativer digitaler Lösungen fit für die Zukunft gemacht werden sollen. Ziel ist die Sicherung gleichwertiger Lebensbedingungen im ländlichen Raum durch Nutzung zukunftsorientierter Weblösungen, Informations- sowie Kommunikationstechnologien. In fast allen Lebensbereichen kann Digitalisierung sinnvoll genutzt werden, z.B. im Bereich Medizin, um mit Telemedizin-Lösungen auf das Hausärztesterben zu reagieren. Über eLearning kommen beispielsweise gute Bildungsangebote ins eigene Wohnzimmer. Altersgerechte Assistenzsysteme, wie Telemonitoring von Vitaldaten, ermöglichen es Senioren, möglichst lange eigenständig in den eigenen vier Wänden zu bleiben und schnell Hilfe im Bedarfsfall zu erhalten.

pnp 2016 07 20 TeilnehmerInnen des Zertifikats Technische Betriebswirtschaft an der Technische Hochschule Deggendorf – Lernstandort Technologie Campus Grafenau. − Foto: TCG

Weiterbildung für kaufmännische und technische Berufe über Videokonferenzen, Webseminare und E-Learning

Grafenau. "Wissenserweiterung auf hohem Niveau mit verschiedenen Lernmitteln, die Spaß machen", das ist das Resümee der Grafenauer Teilnehmer an der berufsbegleitenden Weiterbildung "Technischen Betriebswirtschaft". Im Technologie Campus Grafenau (TCG) am Stadtberg wird dazu eine Videokonferenzanlage genutzt, die es ermöglicht, dass TeilnehmerInnen der Zertifikatsweiterbildung aus dem Raum Grafenau nicht bis nach Deggendorf zur Technischen Hochschule fahren müssen. Veranstaltungen an Präsenzterminen werden nämlich zum jeweils anderen Lernort – Deggendorf oder Grafenau – übertragen. Dozent und Teilnehmer kommunizieren wechselweise über Kamera und Mikrophon. Für das Lernen zu Hause werden zusätzlich Webinare und E-Learning angeboten. Das macht das Lernen flexibel – es ist ortsnah und die Lerneinheiten können nach eigenem Zeitplan bearbeitet werden. 

20160708 edorfWettbewerbsverfahren zum Projekt eDorf startet
Aigner: „Digitalisierung kann die Chancen ländlicher Regionen erheblich steigern“

Seit dem heutigen Freitag (8. Juli) können sich Gemeinden oder Gemeindeverbünde aus Räumen mit besonderem Handlungsbedarf im Rahmen des Projektes eDorf der Bayerischen Staatsregierung als Modelldorf bewerben. In einem zweistufigen Wettbewerb werden bis November 2016 je eine nord- und eine südbayerische Gemeinde als eDorf ausgewählt. Kompetenter Partner für die Umsetzung in Südbayern ist der Technologiecampus Grafenau der Technischen Hochschule Deggendorf.

pnp 2016 06 20Beim Besuch im Technologie Campus Grafenau: Bürgermeister Max Niedermeier (v.l.), TCG-Leiterin Prof. Dr. Diane Ahrens, MdB Barthl Kalb, Natalia Bartha, Praktikantin aus Warschau in Kalbs Bundestagsbüro. − Foto: TCG

MdB Barthl Kalb besichtigt TCG

Grafenau. Einen Besuch bei Bürgermeister und Parteikollegen Max Niedermeier hat Bundestagsabgeordneter Barthl Kalb (CSU) auch genutzt, um den Neubau des Technologie Campus Grafenau am Stadtberg zu besichtigen. Die Führung hatte TCG-Leiterin Prof. Dr. Diane Ahrens übernommen.