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Kommunalforum der Sparkasse Freyung-Grafenau lieferte gute Einblicke – Gemeinden können davon profitierten

Gerade in wirtschaftlich und finanziell turbulenten Zeiten ist es für jede Kommune unerlässlich, einen starken Partner mit regionalen Wurzeln und heimatlicher Verbundenheit an der Seite zu haben. Vor diesem Hintergrund hatte die Sparkasse Freyung-Grafenau zu einem Kommunalkundenforum in das Hans-Eisenmann-Haus in Neuschönau geladen, um unter dem Motto "Nachhaltig erfolgreich, gut für die Kommune" eingehend zu informieren.

 

"Die Referenten werden uns sicherlich für unsere Belange und den kommunalen Alltag viel Wissenswertes vermitteln", erwartete Landrat Sebastian Gruber und meinte, "Sparkasse und Kommunen haben beide das gleiche Geschäftsgebiet und sind ausschließlich in unserer Region tätig". Kernaufgabe ist die Förderung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung vor Ort.

Vorstandsvorsitzender Stefan Proßer meinte, "die Zusammenarbeit ist für beide Seiten von großem Nutzen. Das Leben der Menschen zu verbessern und vereinfachen, ist unser Antrieb". Mit 222 Mitarbeitern habe die Sparkasse Freyung-Grafenau mehr Leute als andere Geldinstitute und mehr Zeit für ihre Kunden. "Damit das so bleibt, sorgen wir selbst für genügend Nachwuchs. Mit 23 Azubis ist die Sparkasse der größte Ausbilder im regionalen Kreditgewerbe".

Das Engagement: "Wir wollen die Lebensqualität im Landkreis verbessern und geben dafür jährlich knapp 100000 Euro aus. Damit fördern wir Kunst, Kultur, Sport, Soziales, Wissenschaft, Forschung, Jugend, Denkmalpflege und Umweltschutz", betonte Proßer.

Über Kommunalfinanzierung und kommunales Finanzmanagement informierte unter anderem Sebastian Bergmann, Abteilungsdirektor Öffentliche Hand/Institutionen beim Deutschen Sparkassen-und Giroverband. Über die "Kommunale Verschuldungsdiagnose" als deutschlandweite Initiative erhalten bundesweit Kommunen über ihre Sparkassen in Zusammenarbeit mit den Landesbanken und den Regionalverbänden das Angebot, sich ihre Kredit-und Derivateportfolios vollständig analysieren zu lassen. Kommunen erhalten als Ergebnis eine individuelle Auswertung auf Portfolioebene aller Kredite inklusive Szenarioanalysen.

Klaus König von der Landesbausparkasse zeigte die Vorteile einer Zusammenarbeit auf. Kein Zinsänderungsrisiko für die gesamte Laufzeit, fest kalkulierbare Raten für die gesamte Laufzeit, Kombination auch mit Förderkrediten möglich, völlige Flexibilität und Reaktionsmöglichkeit auf späteres Zinsniveau.

Bayerngrund – und darüber berichtete Klaus Haider − ist eine Institution, die Kommunen bei der Bewältigung ihre Aufgaben zur Seite steht. Finanziert werden Projekte der kommunalen Daseinsvorsorge wie Erschließungsträgerschaft, Städtebauliches Projektmanagement, Projektsteuerung im Hochbau, Wirtschaftlichkeitskalkulation wie bei Baugebieten, Lösungen bei Fremdanliegerproblematik. "Bayerngrund wird Kreditnehmer", erklärte Erich Haider. Kein Ansatz ist im kommunalen Haushalt erforderlich, die Gesamtfinanzierung ist gesichert.

Prof. Diane Ahrens vom Logistik-Campus Grafenau listete Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Kommunen auf. Unter anderem: Eine grenzüberschreitende Potenzialanalyse mit ausgewählten Beispielkommunen soll Aufschluss über mögliche Einsparungen durch interkommunale und internationale Zusammenarbeit und effizienteres Management geben. Kostensenkung, Effizienzsteigerung, Serviceverbesserung und die Stärkung des regionalen Bewusstseins sind die Werkzeuge einer modernen und bürgernahen Verwaltung.

Peter Sammer stellte die Stiftergemeinschaften-Bürgerstiftungen vor. Eine schnelle und einfache Errichtung ist möglich wie auch die Verwirklichung aller gemeinnützigen und mildtätigen Zwecke ohne Einschränkung.

Daniel Eder von der Ferienregion Nationalpark GmbH informierte über die bisherige Arbeit. Ausgangslage war, dass die Städte und Gemeinden im Betrachtungsraum eigene Tourismusbüros unterhalten, begrenzt Mittel zur Verfügung haben und jeweils eigene touristische Infrastruktur vorhalten, wobei die Aufgaben sind nahezu deckungsgleich sind. Manko: Fehlende Abstimmung der Akteure, Finanzen und Personal werden nicht effektiv genug eingesetzt. Folgen sind, dass der Marktauftritt nicht ansprechend genug ist und keine einheitliche Vermarktung der touristischen Highlights der Region stattfindet. Auch fehlt ein zentraler Ansprechpartner für den Gast.

Quelle: PNP – Regionalausgabe Landkreis Freyung/Grafenau vom 27.11.2014
Autor: Norbert Peter


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