Konsul Dr. Michael Scherz vom Österreichischen Generalkonsulat – Handelsabteilung informiert sich am Campus über das bayerisch-österreichische Forschungsprojekt „LogLab“

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Grafenau: Der TECH-Campus Grafenau setzt die erfolgreiche Forschungskooperation mit der FH Oberösterreich langfristig fort. Ermöglicht wird dies durch eine INTERREG-Förderung für das Projekt „LogLab“. Der Tech-Campus erhält für dieses länderübergreifende Projekt mehr als eine halbe Mio. € EU-Mittel für 3 Jahre. Entsprechende Mittel wurden der Partnerhochschule in Steyr gewährt. Wolfgang Maier, verantwortlich für den Bereich Wirtschaftsförderung der Regierung von Niederbayern, freut sich gemeinsam mit dem TECH-Campus über die gute Nachricht. „Die Regierung von Niederbayern unterstützt im Rahmen Ihrer Möglichkeiten immer innovative Projektideen. Es ist uns ein großes Anliegen viele EU-Fördermittel gerade hier in die Region zu bringen. Das stärkt nachhaltig die Hochschuleinrichtungen, die regionale Wirtschaft und schafft Arbeitsplätze“. Aufgrund des erforderlichen hohen Eigenbeitrags von 25% ist die Bewerbung um solche EU-Mittel mittlerweile eine Herausforderung für die wissenschaftlichen Einrichtungen.

Länderübergreifende Forschung (v. l.): Ralph Heinrich, Wirtschaftsförderung Landkreis FRG; Marion Kohlmeier, LogLab-Projektleiterin am TECH-Campus; Konsul Dr. Michael Scherz, Österreichisches Generalkonsulat – Handelsabteilung; Prof. Diane Ahrens, Leitung TECH-Campus; Wolfgang Maier, Regierung von Niederbayern; – Foto TCG

Ein Teil der INTERREG-Mittel Österreich – Bayern 2014-2020 zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit im österreichisch-bayerischen Grenzraum ist speziell für die Verbreiterung und Verbesserung der grenzüberschreitenden Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationskapazitäten vorgesehen. Der TC Grafenau und die FH Öberösterreich, Standort Steyr, kooperieren bereits seit längerem im Bereich der Logistik, speziell der Optimierung von Wertschöpfungsketten, logistischen Strategieentwicklung und Planung. Die zunehmende Globalisierung und Auslagerung von Fertigungsprozessen an Lieferanten erschweren die logistische Planung zunehmend. Auf der anderen Seite stehen durch die fortschreitende Digitalisierung immer mehr Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette zur Verfügung. Diese Daten können genutzt werden, um daraus Frühwarnindikatoren abzuleiten und wirtschaftliche Risiken für Unternehmen zu reduzieren. Angesichts eines immer dynamischeren Umfelds setzt eine qualifizierte Planung der Wertschöpfungskette und das Erkennen von Risiken Experten-Wissen voraus. Ohne Fachexperten geraten hier die meisten klein- und mittelständischen Unternehmen ins Hintertreffen. In Unternehmensprozessen kann bei Fehlverhalten großer materieller Schaden entstehen, der unter Umständen existenzgefährdend für das Unternehmen sein kann.

Aus diesem Grund entwickeln die Wissenschaftler aus Bayern und Österreich Labore zur datenbasierten logistischen Planung (LogLabs), in welchen Schulungsteilnehmer Unternehmensprozesse praxisnah simulieren und trainieren können, ganz ähnlich eines Flugsimulators für Piloten. „Anwendungsfreundlichkeit und Geschäftsrelevanz schreiben wir groß. Wir werden daher aktiv auf regionale Unternehmen zugehen und sie in die Entwicklung der LogLabs mit einbinden“, sagt Marion Kohlmeier, Projektleiterin für das Projekt LogLab am Tech-Campus Grafenau. „Auch die Mitarbeit von Studierenden aus Deggendorf und Steyr im Forschungs-Projekt ist fest eingeplant, genauso wie die Vernetzung der beiden Labore über Videokonferenz-Technologie.“

Gestartet wird das Forschungsprojekt am 1. September mit einer Laufzeit von 3 Jahren. Kernstück der LogLabs in Steyr und Grafenau bilden innovative Visualisierungs-, Simulations- und Schulungsmethoden. Im Wesentlichen geht es darum, unternehmerisches Denken und strategisches Entscheiden spielerisch auf hohem Niveau praxisnah zu vermitteln. Dabei erkennen die Teilnehmer typische Planungsfehler und Risiken in der Wertschöpfungskette, können daraus lernen und diese zukünftig vermeiden. „Das LogLab im TECH-Campus wird eine Bereicherung für die gesamte Region“, ist Prof. Diane Ahrens fest überzeugt. „Das Logistik-Labor wird als Versuchs- und Qualifizierungsplattform dienen, die von Studierenden, den regionalen Unternehmen und von Forschern genutzt werden kann.“

Konsul Dr. Michael Scherz bedankte sich bei der Campusleiterin Prof. Ahrens für die Einladung nach Grafenau und die Einblicke, die er in die Forschungsarbeit des TECH-Campus bekommen konnte. Er ermutigte die Campusmitarbeiter die länderübergreifende Zusammenarbeit weiter voranzutreiben: „Das bayerisch-österreichische Forschungsprojekt verdeutlicht, dass die Beziehungen unserer beiden Länder nicht alleine auf die schönste Zeit im Jahr – den Urlaub – beschränkt sind. Gerade in wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Hinsicht arbeiten wir bereits sehr erfolgreich eng zusammen. Das muss weiter intensiviert werden“.

 

Gefördert durch:

interreg 2014


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