Letzten Freitag endete die erste Bewerbungsrunde für das Projekt des Technologiecampus Grafenau

Deggendorf/Grafenau. Am Freitag endete die erste Ausschreibungsrunde um die Teilnahme am Projekt „eDorf“ mit großer Resonanz. Bewerben konnten sich bayerische Gemeinden und Gemeindeverbünde mit mindestens 2.000 Einwohnern, die in einem „Raum mit besonderem Handlungsbedarf“ (RmbH) liegen und kein Mittel- oder Oberzentrum sind.

In der ersten Stufe der Bewerbung wurden in Südbayern insgesamt 15 Teilnahmeerklärungen eingereicht, sechs von Gemeindeverbünden und neun Einzelbewerbungen. Insgesamt wollen 37 Gemeinden aus Niederbayern an der eDorf-Idee partizipieren. Aus Oberbayern und Schwaben kamen keine Teilnahmeerklärungen, vermutlich weil die RmbH-Räume sich vorwiegend auf den ost- und niederbayerischen Raum beschränken. In Nordbayern betreut die Fraunhofer Gesellschaft den Wettbewerb; hier gingen insgesamt 14 weitere Bewerbungen ein.

Nun wird geprüft, ob die 15 südbayerischen Bewerber alle Teilnahmevoraussetzungen erfüllen. Kommende Woche werden die Bewerbungsunterlagen für die zweite und letzte Wettbewerbsstufe an voraussichtlich 14 Bewerber versendet. Dann heißt es, Details zu den vorgeschlagenen Projektideen auf Papier zu bringen und Unterstützungserklärungen von allen für die Umsetzung erforderlichen Partnern einzuholen. Stichtag für die endgültige Bewerbung ist der 7 Oktober 2016. Der Technologiecampus Grafenau berät die südbayerischen Bewerber bei der Erstellung ihrer Unterlagen und bietet Anfang September zwei Informationsveranstaltungen zur Unterstützung an.

Anfang November 2016 wird dann je ein eDorf in Nord- und Südbayern ausgewählt, in denen modellhaft und mithilfe innovativer digitaler Lösungen die Lebensbedingungen im ländlichen Raum gesichert und verbessert werden sollen. Sobald die Entscheidung gefallen ist, wird die Umsetzung – geplant ist auch eine aktive Bürgerbeteiligung – konkretisiert und vorbereitet. Im März 2017 soll dann mit den ersten Umsetzungsmaßnahmen begonnen werden.

Die ersten Umsetzungsideen der Bewerberinnen sind sehr vielversprechend und decken in der Summe alle vorgegebenen Themenfelder, wie z.B. Pflege, Mobilität, digitale Dienste, Medizin, Energie und Bildung ab. Die Struktur der Bewerber-Gemeinden könnte allerdings unterschiedlicher nicht sein: die „kleinste“ Gemeinde hat gerade einmal 2.100 Einwohner, wogegen der „größte“ Mitbewerber, ein Gemeindeverbund, auf über 24.000 Einwohner kommt. Insgesamt decken die Bewerber über neun Prozent aller niederbayerischen Bürger und 11,45 Prozent der Fläche ab. Bezogen auf die RmbH in Niederbayern sind über 24 Prozent der Einwohner und über 20 Prozent der Fläche am Wettbewerb beteiligt – eine hervorragende Resonanz.

Die meisten Bewerbungen stammen aus den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen. Die eDorf-Idee wurde aber auch in den Landkreisen Passau, Deggendorf und Rottal-Inn aufgenommen. Unter den Verbundbewerbungen gibt es sogar drei landkreisübergreifende Bewerbungen.

Aktuelle Meldungen und weitere Einzelheiten zum Projekt finden Sie unter www.edorf.bayern. Auf Facebook ist bereits eine „eDorfCommunity“ aktiv, die regelmäßig über interessante Umsetzungsbeispiele und den aktuellen Wettbewerbsstand informiert. Getwittert wird unter „eDorfBayern“. Ansprechpartner am Technologie Campus Grafenau ist Rainer Bomeisl (; Tel.: 0991 3615-660).


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