Wie man die Zukunft vorhersagt – Staatsministerium lädt zu Prognosekonferenz nach Grafenau

Wann fällt meine Maschine aus? Was kaufen meine Kunden morgen? Wieviel soll ich bestellen? Fragen wie diese beantworten Fachleute täglich aus Erfahrung. Wie man diese Einschätzungen mit Hilfe von Datenanalysen verbessern und sich damit Zeit und Geld sparen kann, erfahren Interessierte auf der Prognosekonferenz. Diese findet am Montag, den 6. November 2017, am Technologiecampus Grafenau statt.

Das Thema wird in mehreren Vorträgen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet: Deutschlands Superforecaster, Bruno Jahn, erklärt was Prognose mit Psychologie zu tun hat und wer die besten Vorhersagen macht. Es wird am Beispiel von Kantinen beleuchtet wie sich schwankende Gästezahlen zuverlässig berechnen lassen und gezeigt wie Lebensmittelhändler verhindern, dass der Kunde vor leeren Regalen steht. Referenten aus der Industrie stellen den Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz die betriebliche Realität gegenüber. Neben Anwendungen in Einkauf und Vertrieb präsentieren sie wie in der Produktion und Logistik vorausschauend geplant wird, sodass keine Maschinen mehr ausfallen oder Bänder stillstehen. Die Idee einer Prognosekonferenz entstand in einem gemeinsamen Projekt des TC Grafenau mit dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Durch Einsatz eines intelligenten Prognose- und Dispositionssystems wurde die Lebensmittelverschwendung im Einzelhandel reduziert. „Im Gespräch mit Unternehmen ist uns aufgefallen, wie häufig das Bauchgefühl bei betriebswirtschaftlichen Entscheidungen herangezogen wird“, erklärt Professorin Diane Ahrens, Leiterin des Technologiecampus. Die Einschätzung der Experten sei durchaus nicht schlecht, könne aber meist noch deutlich verbessert werden. Daher lohne sich der Blick in die Zahlen. Teilnehmen können alle Interessierten kostenlos, egal ob Unternehmensvertreter oder Privatpersonen. Die Teilnehmerzahl ist jedoch begrenzt. Anmeldungen sind bis 03. November 2017 online auf www.wir-retten-lebensmittel.bayern.de oder per E-Mail an möglich.

19. Oktober 2017 | THD-Pressestelle (MS)


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