Fachchinesisch am Stadtberg

Chinesische Dozenten besuchen den Grafenauer Technologiecampus – Weiterbildung an der THD

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Grafenau. Fachchinesisch, im wahrsten Sinne des Wortes, wurde am Mittwochnachmittag am Technologiecampus gesprochen. Campusleiterin Prof. Dr. Diane Ahrens begrüßte eine Delegation aus China und stellte ihnen die Einrichtung vor. Prof. Dr. Weiming Yue übersetzte für die 15 Gäste.

Bei den Besuchern handelt es sich um Berufsschul- und Hochschuldozenten, die das Hochschulwesen in Deutschland näher kennenlernen möchten. "Seit 2013 reisen ganzjährig Gruppen von bis zu 180 Hochschulprofessoren, Lehrkräften und Berufschullehrern an, um an unseren Schulungsprogrammen teilzunehmen", erklärt Weiterbildungsreferentin Anja Coenen, die für die Organisation dieser Bildungsreisen an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) zuständig ist.

Mittlerweile unterhält die THD vielfältige Beziehungen nach China. "Wir durften bisher Teilnehmer von 73 Hochschulen aus 27 Provinzen begrüßen", schildert Coenen. Diese nehmen die weite Anreise auf sich, um sich im Bayerischen Wald einer Fortbildung zu unterziehen.

Seit 2017 sind die THD und das THD-Weiterbildungszentrum vom State Administration of Foreign Experts Affairs (SAFEA) zertifiziert und offiziell als Weiterbildungsanbieter in China gelistet. Bei dem Schulungsprogramm werden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Da die Delegation, die am 14. Januar anreiste und gut zwei Wochen im Bayerwald verweilte, einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund hat, bot sich ein Besuch des Technologiecampus‘ Grafenau an, der eine Forschungseinrichtung der THD ist.

Die Dozenten kamen von insgesamt sieben Hochschulen aus ganz China. Ahrens, die während ihres Studiums ein Jahr in Peking verbrachte, ließ es sich nicht nehmen, ihre Gäste in deren Landessprache willkommen zu heißen. Für die weitere Vorstellung des Campus‘ übernahm Weiming Yue, ein chinesischstämmiger Professor aus Wien, die Übersetzung.

Chinesen 2Prof. Diane Ahrens (l.) erklärte der Delegation aus China den Technologiecampus Grafenau. Übersetzt wurde sie dabei von Prof. Weiming Yue (2.v.l.).−Foto: Graßl

Die Campusleiterin stellte der chinesischen Delegation die Vision und die verschiedenen Bereiche der Einrichtung vor. Der Fokus des Technologiecampus‘ liegt auf Anwendungsorientierung, Neutralität, Objektivität und Innovation. Hierbei sollen die großen Herausforderungen der Gegenwart, nämlich Globalisierung, Digitalisierung und Urbanisierung in Angriff genommen werden. Ahrens veranschaulichte die drei Forschungsschwerpunkte und hob hierbei besonders den Bereich "Digitales Dorf" hervor.

Ziel dieser Initiative ist es, die Chancen der Digitalisierung für die Bewältigung alltäglicher Herausforderungen des Lebens auf dem Land bestmöglich zu nutzen. Als Beispiel nannte die Professorin die Telemedizin, dank der Hausbesuche nicht mehr durch den Arzt selbst, sondern durch geschultes Personal unternommen werden, die audiovisuell mit dem Mediziner in Kontakt treten können.

Nach der Präsentation führte Ahrens die chinesischen Dozenten durch das Gebäude und zeigte ihnen die einzelnen Räumlichkeiten, bevor diese wieder nach Deggendorf und von dort zurück in ihre Heimat aufbrachen.

228.01.2019 | PNP Freyung/ Grafenau - Aaron Graßl

Bilder (Graßl): 1. Eine Delegation aus China besuchte am Mittwochnachmittag den Technologiecampus. 2.Prof. Diane Ahrens (l.) erklärte der Delegation aus China den Technologiecampus Grafenau. Übersetzt wurde sie dabei von Prof. Weiming Yue (2.v.l.).


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