20130107-betriebliches-gesundheitsmanagement

Betriebliches Gesundheitsmanagement kann Fachkräftemangel entgegenwirken.

Auch in Bayern tun sich Unternehmen zunehmend mit der Besetzung spezialisierter Stellen schwer. Gute Mitarbeiter zu halten, ist ebenfalls für so manchen Betrieb eine Herausforderung. „Es wird in Zukunft im Personalmanagement von Unternehmen darum gehen, durch systematisches betriebliches Gesundheitsmanagement Mitarbeitern eine Unternehmenswelt zu bieten, der sie gerne angehören wollen“, sagt Prof. Dr. Erich Wühr von der HDU (Hochschule Deggendorf).

Er ist zum Wintersemester auf den Lehrstuhl für Gesundheitsförderung und Prävention berufen worden und hat mit seinen Partnern das Konzept „Betriebliches Gesundheitsmanagement mit System“ entwickelt und in die Unternehmenspraxis umgesetzt. Das Weiterbildungszentrum der Hochschule Deggendorf hat dieses aktuelle Thema als Wahlmodul in den berufsbegleitenden Studiengang „MBA Health Care Management“ integriert. Eine Informationsveranstaltung zu diesem Programm und zum „MBA General Management“ findet am 10. Januar 2013 um 19 Uhr im ITC² an der Hochschule Deggendorf statt.

Die wirtschaftliche Notwendigkeit betrieblicher Gesundheitsförderung und Prävention ergibt sich nach Prof. Dr. Wühr schon allein aus den Arbeitsausfallskosten, die einem Unternehmen durch Krankheit und verminderte Produktivität der Mitarbeiter entstehen: Bei durchschnittlich 17,6 Krankheitstagen pro Jahr und durchschnittlichen Kosten von € 400 pro Krankheitstag entstehen jährlich Kosten durch Fehlzeiten (Absentismus) von € 7.040 pro Mitarbeiter. Bei insgesamt 41,5 Millionen Arbeitnehmern in Deutschland beträgt der jährliche Produktivitätsausfall durch Krankheiten ungefähr € 292 Milliarden. Die Kosten des Präsentismus (verminderte Leistungsfähigkeit von Arbeitnehmern, die trotz Krankheit arbeiten) sind schwer zu beziffern, müssten aber dieser Summe noch hinzugerechnet werden. Untersuchungen haben ergeben, dass der return on investment von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention beim 3- bis 18-fachen des investierten Betrags liegt. Vor diesem Hintergrund sieht Prof. Dr. Wühr das Gesundheitsmanagement – wie Marketing-, Qualitäts- und Finanzmanagement – als zentralen Bereich der Unternehmensführung an.

Der MBA-Studium „Health Care Management“ beginnt wieder am 8. März 2013. Die 2-jährige Weiterbildung richtet sich damit nicht nur an Mediziner, sondern auch an Personalverantwortliche, die den Bereich Gesundheitsförderung und Prävention auf betrieblicher Ebene auf- oder ausbauen möchten. Studienbewerber bringen ein abgeschlossenes Erststudium und danach mindestens ein Jahr Berufserfahrung mit. Nach erfolgreichem Abschluss dürfen die Absolventen den international anerkannten Titel „Master of Business Administration (MBA)“ tragen.

Interessierte für den Informationsabend am 10. Januar 2013 melden sich bitte bei Julia Dullinger.

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