Miteinander Digital - Praxis, Partner & Impulse für Ostbayern
Rückblick | 30. Juni 2026 | Grandsberger Hof Schwarzach
Am 30. Juni 2026 brachte DInO mit der Veranstaltung „Miteinander Digital – Praxis, Partner & Impulse für Ostbayern“ Unternehmen, Handwerksbetriebe, Start-ups, Selbstständige sowie Teilnehmende aus öffentlichen Einrichtungen in Schwarzach zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Fragen rund um Digitalisierung, Innovation, Wissenstransfer und die Bedeutung starker Netzwerke für die praktische Umsetzung im Unternehmensalltag.
Die Veranstaltung zeigte, wie wichtig gerade für kleine und mittlere Unternehmen der Zugang zu passenden Partnern, Unterstützungsangeboten und regionalen Netzwerken ist. In Vorträgen, Pitches, Workshops und Gesprächen vor Ort wurden konkrete Impulse vermittelt, wie digitale Technologien, neue Geschäftsmodelle und Fördermöglichkeiten gezielt für die eigene Weiterentwicklung genutzt werden können.
DInO brachte dafür verschiedene regionale Netzwerke, Initiativen und Unterstützungsangebote zusammen und schuf Raum für Austausch, neue Kontakte und praxisnahe Einblicke. Die Teilnehmenden erhielten einen Überblick über bestehende Angebote in der Region und konnten Anregungen für eigene Vorhaben mitnehmen – von der Einführung digitaler Technologien über Innovationsprozesse bis hin zum Zugang zu Fördermitteln.
Das war das Programm
| 09:30 | Ankommen |
| 10:00 | Begrüßung |
| Einstieg in das Thema Netzwerke, Innovation und Digitalisierung | |
| Kathrin Zellner (Vizepräsidentin Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz) | |
| 10:20 | Netzwerk Pitches |
| Regionale Netzwerke und Initiativen stellen sich und ihre Angebote vor: IHK Niederbayern, Ecosystem Smart Niederbayern, Niederbayern-Forum, MDZ Augsburg, Bezirk Oberpfalz, Unternehmerfrauen im Handwerk, Bund der Selbstständigen, innen:raum, Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz | |
| 11:00 | Workshop-Session |
| Praxisnahe Workshops zu aktuellen Themen rund um Innovation und Digitalisierung | |
| Fördermittel 1x1: Was sollten Sie beachten? - Leonie Bechthold | |
| Gute Ideen gewinnen - wenn sie überzeugend präsentiert werden - Lena Gürster & Klaus Kandlbinder | |
| Analog gedacht, digital gemacht - Nina Stelzl | |
| Mit den Augen gestalten: Wie Eye-Tracking Ihre digitalen Produkte erfolgreicher macht - Fabian Engl | |
| 12:00 | Networking-Lunch |
| Mittagspause mit Gelegenheit zum Austausch und Kennenlernen | |
| 13:00 | Keynote |
| Unternehmerin Jeanette Spanier-Stark gibt inspirierende Einblicke in erfolgreiche digitale Transformation und Innovation | |
| 13:30 | Paneldiskussion: Erfolgreich |
| Praxisnahe Einblicke aus Unternehmen der Region: Johann Mooslechner (Synnotech AG), Stefan Thür und Philip Autengruber (Wimmer Wohnkollektion), Christian Kirsch (Passion4IT), Stefan Penninger (Alte Hausbrennerei Penninger) und Manuel Dehmel (VIOCON GmbH) diskutieren Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. | |
| 14:30 | Abschluss & offenes Networking |
Speaker*innen & Panel
Die inhaltlichen Impulse des Tages kamen von engagierten Persönlichkeiten aus Handwerk, Wirtschaft und der Region:
Jeanette Spanier-Stark ist eine visionäre Unternehmerin mit über 23 Jahren Erfahrung im Handwerk – speziell im Gerüstbau. Als Geschäftsführerin der Spanier Bichler GmbH hat sie den digitalen Wandel in einem traditionsreichen Familienunternehmen aktiv vorangetrieben. Mit praktischen Erfahrungen aus der Umsetzung von Digitalisierungs- und Innovationsprojekten – von der digitalen Baustellendokumentation bis zu eigenen digitalen Produkten wie Moselcopter und Scaffeye – verbindet sie Unternehmensführung mit technischer Innovationskraft. Ihre Keynote bot KMU wertvolle Impulse, Herausforderungen zu erkennen, Chancen zu nutzen und gemeinsam mit anderen auf dem Weg zur digitalen Transformation zu gehen.
Kathrin Zellner ist Friseurmeisterin und im elterlichen Betrieb tätig. Seit über 20 Jahren engagiert sie sich mit großem Einsatz ehrenamtlich für die Belange des Handwerks und bringt ihre Erfahrung und Perspektive in unterschiedlichen Funktionen auf regionaler, überregionaler und bundesweiter Ebene ein.
Unter anderem ist sie Vizepräsidentin der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Vorstandsmitglied der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege sowie Beiratsvorsitzende der AOK Bayerwald-Deggendorf. Durch ihr langjähriges Engagement zählt sie zu den wichtigen Stimmen des Handwerks und setzt sich kontinuierlich für dessen Stärkung und Weiterentwicklung ein. Mit ihrem Beitrag beim DInO-Netzwerktreffen machte sie deutlich, welche Rolle das Handwerk als Innovationstreiber in der Region spielt.
In der Paneldiskussion „Erfolgreich digitalisiert“ teilten Unternehmensvertreter aus unterschiedlichen Branchen ihre Erfahrungen mit Digitalisierungsprojekten, neuen Geschäftsmodellen und der Zusammenarbeit mit Partnern. Die Runde machte sichtbar, wie unterschiedlich Wege in Richtung Digitalisierung aussehen können und wie wichtig Austausch auf Augenhöhe für gelingende Veränderung ist.
Workshops
Am Vormittag standen mehrere praxisnahe Workshops zu aktuellen Themen rund um Innovation und Digitalisierung zur Auswahl. Die Teilnehmenden konnten je nach Bedarf unterschiedliche Schwerpunkte wählen – von Fördermitteln über Pitches bis hin zu alltagsnahen Einstiegsszenarien in die Digitalisierung.
Im Workshop „Fördermittel 1x1: Was sollten Sie beachten?“ konnten die Teilnehmenden lernen, wie sie ihre Innovationskraft stärken und die Digitalisierung im eigenen Unternehmen gezielt voranbringen – mit den passenden Fördermitteln. Sie erhielten einen kompakten und verständlichen Überblick über aktuelle finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten für kleine und mittelständische Unternehmen im Bereich Digitalisierung und Innovation.
Dabei wurde aufgezeigt, welche Programme für unterschiedliche Vorhaben in Frage kommen – von Forschungszulage über Digitalbonus bis hin zu Innovationsgutscheinen. Es wurde erläutert, wer fördert, was konkret gefördert wird und wie sich typische Hürden im Antragsprozess vermeiden lassen. Besonderer Wert lag auf einer klaren und nachvollziehbaren Darstellung, damit die Inhalte direkt auf eigene Projekte übertragen werden konnten.
Die Referentin gab praxisnahe Einblicke in die Auswahl geeigneter Förderprogramme, erläuterte die wichtigsten Schritte im Antragsverfahren und zeigte, wie Vorhaben strategisch aufgestellt werden können, um die Erfolgschancen zu erhöhen. Der Fokus lag auf umsetzbaren Tipps statt theoretischer Grundlagen: kompakt, verständlich und direkt anwendbar. Der Workshop richtete sich gezielt an kleine und mittelständische Unternehmen, die ihre Innovations- und Digitalisierungsvorhaben effizient voranbringen und verfügbare Fördermittel optimal nutzen möchten.
Im Pitch-Workshop „Gute Ideen gewinnen – wenn sie überzeugend präsentiert werden“ lernten Unternehmer:innen und Mitarbeitende, ihre Vision, ihr Produkt oder ihr Projekt präzise, wirkungsvoll und zielgruppenorientiert auf den Punkt zu bringen. Denn ob im Kundengespräch, beim Investor Pitch, in internen Entscheidungsgremien oder bei der Anbahnung strategischer Partnerschaften – ein klar strukturierter, selbstbewusst vorgetragener Pitch entscheidet oft über den nächsten Schritt im Geschäftsprozess.
In nur 60 Minuten erhielten die Teilnehmenden ein kompaktes, praxiserprobtes Pitch-Framework, das sich auch im Alltag leicht anwenden lässt. Sie schärften ihre Kernbotschaft, definierten den Nutzen für ihre Zielgruppe und arbeiteten daran, mit einer starken Storyline Aufmerksamkeit zu erzeugen und zu halten. Mit Übungen zu Präsenz, Sprache und Dramaturgie trainierten sie ihren professionellen Auftritt und gewannen Sicherheit für Situationen, in denen jede Sekunde zählt.
Der Workshop verband kurze Impulse mit direkt umsetzbaren Methoden und individuellem Feedback. Statt theoretischen Ballasts standen konkrete Werkzeuge, Formulierungsbausteine und Beispiele aus der Praxis im Mittelpunkt – mit dem Ziel, in entscheidenden Momenten klar, überzeugend und souverän aufzutreten.
Im Workshop „Analog gedacht, digital gemacht“ gingen die Teilnehmenden bewusst ein Stück raus aus dem Alltag und arbeiteten in kleinen Gruppen gezielt an ihren individuellen Herausforderungen – ohne Fachjargon, dafür mit viel Praxisbezug und Raum für Austausch.
Im Mittelpunkt standen Fragen wie: Wo stehen wir heute, was bremst uns, und welche nächsten Schritte sind realistisch? Gemeinsam reflektierten die Teilnehmenden ihren Arbeitsalltag, benannten Hürden – ob technisch, organisatorisch oder menschlich – und leiteten daraus konkrete, sofort umsetzbare Ideen ab. So wurde aus „Wir müssten mal digitaler werden“ ein klarer Fahrplan mit ersten, machbaren Maßnahmen.
Aus der Reflexion entstand direkt Umsetzung: Jede Person entwickelte eine realistische Idee für den direkten Einsatz im Betrieb sowie eine mutigere „Was-wäre-wenn“-Variante. Vorwissen oder eine fertige Projektidee waren nicht erforderlich – die Themen kamen direkt aus dem jeweiligen Arbeitsalltag, etwa zu digitaler Angebotsstellung, Softwareeinsatz im Büro oder besserer Abstimmung auf der Baustelle. Klare Leitfragen, strukturierte Rollenwechsel und kurze Reflexionsphasen sorgten für Gespräche auf Augenhöhe, die wirklich weiterbrachten.
Am Ende nahmen die Teilnehmenden mehr mit als nur gute Gespräche: Sie gingen mit neuen Impulsen, wertvollen Kontakten und einem klar formulierten nächsten Schritt zurück in ihren Betrieb.
Der Workshop „Mit den Augen gestalten: Wie Eye-Tracking Ihre digitalen Produkte erfolgreicher macht“ war als praxisnaher Einstieg in die Nutzung von Eye-Tracking in der Gestaltung digitaler Produkte geplant, musste jedoch krankheitsbedingt entfallen. Geplant war, zu zeigen, warum manche Webseiten oder Apps sofort überzeugend wirken, während andere kaum Aufmerksamkeit erhalten – und wie Eye-Tracking dabei helfen kann zu verstehen, wie Nutzer:innen tatsächlich schauen, suchen und entscheiden.
Vorgesehen war, anhand konkreter Beispiele und Live-Demonstrationen zu erläutern, wie Blickbewegungen analysiert und interpretiert werden können, um Usability und User Experience gezielt zu verbessern. Der Workshop sollte sich an kleine und mittlere Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen richten, die digitale Produkte effektiver und nutzerfreundlicher gestalten möchten – auch ohne Vorerfahrung.
Partner & Aussteller
Unsere Partner und Aussteller haben den DInO-Day 2026 maßgeblich unterstützt und praxisnahe Impulse für Digitalisierung in Unternehmen aus Ostbayern und darüber hinaus eingebracht. Durch ihre Expertise, Angebote und Beispiele aus der Praxis wurde deutlich, wie vielfältig der Weg in die digitale Transformation aussehen kann.
Die Beteiligung dieser Partner zeigt, wie eng Digitalisierung, Qualifizierung, Beratung und regionale Netzwerke zusammenhängen – und wie wichtig gemeinsame Aktivitäten für einen starken Wirtschaftsraum Ostbayern sind.