Was Jugendlichen in ihrer Stadt wichtig ist

22.10.2015 |

20151020Bei Aktion "FreYoung" bringen Schüler ihre Ideen für Freyung ein - Schülerrat soll gegründet werden

Freyung.„Wir freuen uns sehr, dass ihr euch dazu entschlossen habt, bei „FreYoung“ mitzumachen und wünsche euch einen erfolgreichen Tag“, mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich rund 50 Schülerinnen und Schüler der Mittelschule, der Realschule, des Gymnasiums und des BFZ (Berufliches Fortbildungszentrum). Die Stadt Freyung ist dabei eine von 52 Teilnehmern am Wettbewerb „Zukunftsstadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Hauptziel ist es, mit Jugendlichen den öffentlichen Stadtraum der Zukunft zu gestalten.

 

In Zusammenarbeit mit den Jugendlichen soll gewährleistet werden, dass ihre Bedürfnisse und Wünsche stärker in die Stadtentwicklung und -planung miteinfließen. Zudem soll das generationsübergreifende Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt werden und auch öffentliche Vereine und Organisationen mit ins Boot geholt werden. Es sollen konkrete Visionen und Ideen ausgearbeitetwerden. Außerdem soll ein Jugendrat gegründet werden, der sich am Entwicklungsprozess der Stadt Freyung beteiligt. Nach dem Bekanntmachen dieses Projektes an den Freyunger Schulen fand nun das konstituierende Treffen im Kurhaus statt, zudem50 engagierte Schüler gekommen waren. Nach einer Begrüßung durch BürgermeisterHeinrich folgte eine Vorstellungsrunde der Projektverantwortlichen: Konversionsmanager Raimund Pauli ist von der Stadt Freyung zuständig, ebenso wie Stadtjugendpflegerin Melanie Haselberger. Sie bekommen Hilfe von Mitarbeitern des Technologie Campus Freyung, von Anna Marquardt, Stefan Küspert und Lena Schandra. Zunächst wurde eine Aktivierungsrunde gemacht, um die Teilnehmer für das Thema und die Problematik zu begeistern, anschließend wurden Thementische durchgeführt zu ausgewählten Themen. In Kleingruppen fand zu dem jeweiligen Thema ein Brainstorming statt und neue Ideen, Probleme und Handlungsbedarf wurden angesprochen. Am Ende dieser Runden wurden von den Projektleitern die wichtigsten Ergebnisse im Plenum vorgestellt. Melanie Haselberger war für den Thementisch „Gastronomie/ Einzelhandel“ zuständig und ließ die Kinder und Jugendlichennicht nur Ideen sammeln, sie ging auch sehr kreativ und fiktiv an die Sache heran und ließ die Ideen auch gleich in den Freyunger Stadtplan einzeichnen. Leerstände wurden gefüllt, Häuser abgerissen und neuoder umgebaut. Raimund Pauli hatte mit dem Themengebiet „Kulturelles Angebot/Soziales/ Bildung“ ein breites Spektrum abzudecken, das zeigen auch die vielfältigen Vorschläge, die hier gemacht wurden. Stefan Küspert besprach mit den Schülern Ideen und Probleme zu den Punkten „Verkehr und Mobilität“, ein sehr wichtiger Aspekt gerade in unserem ländlichen Gebiet. Bei Lena Schandra gab es zum Thema „Freizeit und Tourismus“ mit die meisten Ideen und Vorschläge und auch bei Anna Marquardt, die sichumdie Thematik „Stadtbild und Grünflächen“ kümmerte, gab es viele interessante Ansatzpunkte. Mit diesen vielen Ideen, Wünschen und Anregungen (siehe Kasten) werden sich die Projektleiter von „FreYoung“ nun an die Stadt Freyung wenden und mit den dort Verantwortlichen zusammensetzen. Allen ist bewusst, dass Vielesnicht oder nur sehr schwer umsetzbar sein wird, dennoch wird versucht, dass möglichst viele Punkte angepackt werden. Zu diesem Zweck werden auch Mentoren gesucht, die die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Arbeit unterstützen. Sie sollen vor allem bei der praktischen Umsetzung helfen und mit Rat und Tat zur Seite stehen und die Teilnehmer „an die Hand nehmen“. Nach diesem ersten Schritt in Richtung „Zukunftsstadt“ mit dem konstituierenden Treffen folgt bereits in wenigen Tagen die Infoveranstaltung für die Mentoren (siehe Kasten). Am 17. November findet dann der erste Workshop-Tag statt, bei dem die Kinder und Jugendlichen sich dann viel konkreter mit einzelnen ausgewählten Projekten befassen werden. Im Januar 2016 schließt sich dem ein zweiter Workshop-Tag an. Das Ende dieses Projektes ist dann im März 2016 mit einer Was Jugendlichen in ihrer Stadt wichtig ist Bei Aktion „FreYoung“ bringen Schüler ihre Ideen für Freyung ein - Schülerrat soll gegründet werden großen Abschlusspräsentation, bei der dann die entwickelten Projekte vorgestellt werden. Abschließend war sich jedenfalls der Großteil der anwesenden Schüler darin einig, dass man gute Ideen gesammelt habe und auf einem konstruktiven Weg sei.

Von Andreas Schaub, PNP - 20.10.2015