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Vor dem Hintergrund der Energiekrise sollen künftig vermehrt erneuerbare Energien zum Einsatz kommen. Eine zentrale Technologie ist dabei die Photovoltaik (PV), welche Strom aus Sonnenstrahlen erzeugt. Der European Campus Rottal-Inn (ECRI) befasst sich im Rahmen einer Masterarbeit mit der Frage, wie Sonnenenergie in Zukunft noch effizienter genutzt werden kann.

Im Landkreis Rottal-Inn gibt es bereits einige PV-Parks. Die Anlage in Gangkofen ist mit neuartigen bifacialen Modulen ausgestattet. Diese sind besonders, weil sie auch über die Rückseite Strom produzieren und somit noch effizienter sind als herkömmliche Module. Der ECRI-Student Ireneu Auccappure geht in seiner Masterarbeit unter Betreuung durch Prof. Dr.-Ing. Matthias Huber der Frage nach, inwieweit bei bifacialen Modulen die Nutzung von Strahlung auf der Rückseite eine Ertragserhöhung bringt. Dafür nimmt er im PV-Park Gangkofen Faktoren wie Aufstellung und Ausrichtung der Module unter die Lupe.

Da eine realistische Messung und Evaluierung im Labor nicht möglich ist, führte Ireneu Auccappure den praktischen Teil seiner Masterarbeit vor Ort im PV-Park durch. In einem Experiment deckte er die Rückseiten ausgewählter Module mit Pappe, gestützt von Holzstöcken, ab und verglich die Energieproduktion. Anhand der so gesammelten Daten lässt sich herausfinden, wie die bifacialen Module aufgestellt und ausgerichtet werden, um die Sonnenenergie bestmöglichst zu nutzen. Bei den für das Projekt benötigten Materialien handelt es sich zu hundert Prozent um recycelte Materialien.

Nachhaltigkeit ist für die Betreiber der PV-Anlage das übergeordnete Thema. So produziert der Park mit einer Gesamtleistung von 4.500kWp nicht nur Strom für durchschnittlich ca. 2.500 Haushalte, sondern wurde nach neuesten Standards durch die sunbird energy GmbH geplant und errichtet. Die Geschäftsführung des PV-Park, FinRo®, versucht im Sinne der Nachhaltigkeit bei jeder Mahd auch immer einen Grünstreifen je Reihe stehen zu lassen, damit für die Insekten genug Nahrung vorhanden ist.

Bei der Besichtigung des Versuches der Masterarbeit in dem PV-Park waren sich Prof. Huber vom ECRI, Jan Kiermeier, Geschäftsführer der sunbird energy GmbH und Harald Eder von FinRo® einig, die Kooperation zwischen dem Campus und den Betreibern der Anlage weiterzuführen und auszubauen.

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Die Geschichten von Geflüchteten, die vor Gewalt und Verfolgung bis nach Deggendorf geflohen sind, erzählt das preisgekrönte Videoprojekt NACHBARN. Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) kündigt jetzt den dritten Teil der Filmreihe an, die in Kooperation mit dem Caritasverband für den Landkreis Deggendorf e.V. entstanden ist. Am 19. Oktober feiert der Kurzfilm Premiere im Kapuzinerstadl in Deggendorf. Marcus H. Rosenmüller, renommierter Filmregisseur und Professor an der Hochschule für Fernsehen und Film München, wird den Abend moderieren.  

Den knapp 30-minütigen Film haben Studierende des Masterkurses Kurzfilm unter Leitung von Prof. Jens Schanze im Sommersemester 2022 produziert. Sie führten dafür Gespräche mit Geflüchteten aus der Ukraine, aus Syrien sowie aus Senegal und Albanien, die sie mit mehreren Kameras aufzeichneten und zu einem Portraitfilm verdichteten.

Im Anschluss an die Vorführung findet ein Publikumsgespräch mit den anwesenden Protagonisten und Filmemacher:innen statt. Regisseur Marcus H. Rosenmüller, der durch den Abend führen wird, ist durch Filme wie „Wer früher stirbt ist länger tot“, „Sommer in Orange“ oder „Trautmann“ bekannt und engagiert sich selbst für die Belange von Geflüchteten, unter anderem im Rahmen des Projekts Bellevue di Monaco in München.

Der Eintritt zur Veranstaltung am 19. Oktober im Kapuzinerstadl ist frei. Einlass ist ab 18:30 Uhr, Beginn um 19:00 Uhr. Sie findet im Rahmen der Wochen der Begegnung in Deggendorf statt. NACHBARN (2022) wurde gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“.  

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Der European Campus Rottal-Inn (ECRI) der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) startete zu Beginn des Jahres das Projekt Health Tour, welches sich der Internationalisierung von Forschung und Lehre auf dem Gebiet des Gesundheitstourismus verschrieben hat. Um dieses Projekt voranzutreiben und eine neue Kooperation aufzubauen, besuchte eine Delegation aus Pfarrkirchen die Caucasus International University (CIU) in Tiflis, Georgien.

Im Vordergrund des Besuches stand das gegenseitige Kennenlernen, Netzwerken und Ausloten der künftigen Kooperationsmöglihckeiten gemäß den Schwerpunkten der THD in Forschung un Lehre. Begrüßt wurde die ECRI-Delegation bestehend aus Dekan Prof. Georg Christian Steckenbauer, Prof. Dr. Marcus Herntrei, Dr. Guido Kaufmann und Dr. Viachaslau Nikitsin von Vakhtang Tsivtsivadze, dem Gründer der CIU, Kakhaber Kordzaia, dem Rektor der CIU sowie dem Dekan der CIU School of Business, Giorgi Abashishvili. In kurzen Präsentationen stellte sich der ECRI mit seinem Projekt Health Tour vor und die CIU gab einen Überblick über ihre Institution. Prof. Steckenbauer und Prof. Herntrei hielten jeweils eine Vorlesung zu Themen aus dem Gesundheitstourismus für das wissenschaftliche Personal der CIU.

Im Rahmen des Projektes Health Tour findet von 10. bis 14. Oktober eine Summer School in Pfarrkirchen statt, welche auch von Vertretern der CIU besucht wird. Das Projekt wird von Prof. Dr. Marcus Herntrei vom ECRI geleitet und vereint Partner aus Tschechichen, Ungarn, der Ukraine, Belgien, Kroatien und bald auch aus Georgien. Wichtige Bestandteile des Projektes sind Begegnungen und Austausch auf internationaler Ebene, wie beispielsweise bei der im Oktober stattfindenden Summer School, oder auch durch Mobilität von Lehrpersonal und Studierenden zwischen den Partnern.

Das Projekt Health Tour wird während der Laufzeit von Januar 2022 bis Dezember 2025 umgesetzt und vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) über das Programm HAW.International gefördert.  

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