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New care mobil

New care mobil.

Das innovative und mobile Tiny House für alters- und pflegegerechtes Wohnen

Die meisten Seniorinnen und Senioren haben den Wunsch, möglichst lange in den eigenen vier Wänden und ihrem gewohnten sozialen Umfeld zu verbleiben. Hinzu kommt, dass auch aufgrund mangelnder Pflegeplätze bzw. Fachkräfte bereits heute schon der Großteil der hilfe- und pflegebedürftigen Menschen von ihren Angehörigen versorgt wird, was für diese oft eine enorme Herausforderung darstellt. Mit dem New Care Mobil kann dem Wunsch älterer Menschen nach dem Verbleib in einem eigenen Zuhause Rechnung getragen und pflegende Angehörige dabei gleichzeitig entlastet werden. 

Vorstellung des Projekts

Das New Care Mobil ist eine transportable Wohnlösung, die speziell auf die Bedürfnisse älterer bzw. hilfe- und pflegebedürftiger Menschen zugeschnitten ist. Mit einer Größe von drei auf neun Metern und ausgestattet mit analogen und digitalen Pflegetechnologien kann es zum Beispiel im eigenen Garten platziert und so ein Wohnort nah bei der Familie geschaffen werden, der gleichzeitig die Privatsphäre und Eigenständigkeit sowohl der Pflegebedürftigen als auch der Angehörigen erhält. Mit den mobilen Modulen könnten außerdem Quartierslösungen geschaffen und Kommunen dadurch in der Daseinsvorsorge unterstützt werden. Die einzelnen Wohnmodule können dabei flexibel zusammengestellt und kombiniert werden.

 

 

Das Wohnmodul ist barrierefrei gemäß ready-Konzept und u.a. mit anpassbarer Einrichtung wie einer höhenverstellbaren Küchenzeile, einem Aufstehbett und höhenverstellbaren Sanitärobjekten ausgestattet. Im Badezimmer erleichtert ein integrierter Körperföhn das Abtrocknen nach dem Duschen und eine Hebehilfe unterstützt die Mobilität von Bewohnerinnen und Bewohnern. In den drei Räumen des New Care Mobil – Küche, Schlafbereich und Badezimmer – helfen innovative Sturzerkennungslampen mit automatischer Beleuchtung gegen Desorientierung und unterstützen mit zirkadianem Licht den natürlichen Tagesrhythmus. Bei einem Sturz lösen die Lampen automatisch einen Notruf aus und sorgen so für schnelle Hilfe. Weitere digitale Pflege- und Gesundheitshelfer ermöglichen ein medizinisches Monitoring im eigenen Zuhause und über ein Tablet können Telesprechstunden mit Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden, was eine kontinuierliche medizinische Betreuung sicherstellt. Je nach Pflege- und Versorgungsbedarf können die Wohnmodule auf die unterschiedliche Bedarfe ausgerichtet und damit auch innovative Wohnformen unterstützt werden.


Blick ins Tiny House

 

 

 

Verschaffen Sie sich hier einen realistischen Eindruck vom New Care Mobil: In unserer interaktiven 360-Grad-Tour erleben Sie das Wohnmodul virtuell und entdecken alle Funktionen und Ausstattungsmerkmale bequem von zu Hause aus.

 

 


Roadshow Termine

Als mobiler Erlebnisraum war das New Care Mobil von Mai bis November 2025 an elf unterschiedlichen Orten in Ober- und Niederbayern sowie der Oberpfalz aufgestellt und dort für die interessierte Öffentlichkeit, Betroffene sowie Fachpersonen aus dem Gesundheits- und Pflegebereich zugänglich. Das Ziel der Roadshow war es, die vielfältigen Möglichkeiten analoger und digitaler Pflegehilfsmittel sowie neuer Wohn- und Versorgungsmöglichkeiten bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit bekannter zu machen.

Die Roadshow wurde durch eine Förderung des Bayerischen Landtags ermöglicht. Die Förderung endete zum neuen Jahr, so dass aktuell keine weiteren Termine geplant sind.

roadshow Besucherzahlen

Die Roadshow erfüllte eine zentrale Brückenfunktion zwischen Forschung, Praxis und Öffentlichkeit. Durch die reale Begehbarkeit des New Care Mobil konnten abstrakte Konzepte technologiegestützten Wohnens konkret erfahrbar gemacht werden. Dies ermöglichte informierte Einschätzungen statt rein hypothetischer Bewertungen.

Das New Care Mobil stieß auf breite Resonanz in der Bevölkerung. Das große Interesse spiegelte sich eindrucksvoll in den hohen Besucherzahlen und dem vielfältigen Medienecho an allen elf Stationen der Bayern-Tour wider. Von Mai bis November 2025 tourte das New Care Mobil durch Bayern und machte an stark
frequentierten öffentlichen Plätzen Station – darunter Bad Kötzting, Ingolstadt und Erlangen. Insgesamt wurden 11 Ausstellungsorte über ganz Bayern verteilt realisiert. Vor Ort standen durchgehend Mitarbeitende des Gesundheitscampus bereit, um die Technologien live zu demonstrieren und Fragen zu beantworten. Aus diesen Begegnungen entwickelten sich zahlreiche tiefergehende Gespräche, die den Nutzen des New Care Mobils und dessen Neuartigkeit betonten.


Insgesamt wurden 39 Ausstellungstage, in dem vom Bayerischen Landtag einjährig geförderten Projekt realisiert. Insgesamt konnten 3.665 Besucherinnen und Besucher gezählt werden. Gezählt wurde manuell via mechanischem Handzähler.

Die breite regionale Streuung und die hohe Sichtbarkeit im öffentlichen Raum unterstreichen die Relevanz des Formats als niedrigschwellige Informations- und Demonstrationsplattform für innovative Wohn- und Versorgungskonzepte.

 

Ausstellungsort Zeitraum Ausstellungstage Besucherzahlen
93444 Bad Kötzting 05.-09. Mai 5 220
84307 Eggenfelden 12.-30. Mai 9 438
84095 Furth (Landshut) 16.-18. Juni 3 159
85049 Ingolstadt 21.-24. Juli 4 258
85399 Hallbergmoos 29. Sept. - 02. Okt. 4 153
94469 Deggendorf 10. Oktober 1 200
95652 Waldsassen 13.-17. Oktober 4 118
93138 Lappersdorf 19. Oktober 1 449
93059 Regensburg 20.-22. Oktober 3 166
91054 Erlangen 10.-14. November 4 1.475
94469 Deggendorf 15. November 1 29
GESAMT 11 Standorte 39 Tage 3.665

 


Feedback von Besucherinnen und Besuchern


„Wie kommt das 'New Care Mobil' bei den Menschen an?
Um diese Frage zu beantworten, führten wir im Anschluss an die Rundgänge eine digitale Befragung durch. Mithilfe von Tablets konnten die Besucherinnen und Besucher ihre Eindrücke direkt vor Ort festhalten. Der Fragebogen basierte auf etablierten Modellen zur Technologieakzeptanz, um ein valides Stimmungsbild zu garantieren.

Insgesamt nahmen 420 Personen an dieser Evaluation teil. Die dabei gewonnenen Daten bilden heute eine wichtige Basis für die Weiterentwicklung des Konzepts und politische Weichenstellungen. Besonders erfreulich: Trotz geringer Vorerfahrung – 81,7 % kannten solche Assistenzsysteme vorher nicht – war das Feedback überwältigend positiv. Die Befragten sahen im New Care Mobil vor allem eine Chance für mehr Sicherheit, Selbstbestimmung und Würde im Alter. Die Bereitschaft, das New Care Mobil zu nutzen, ist über alle Personengruppen hinweg sehr hoch, wie nachfolgende Abbildung zeigt.

 


Insgesamt bestätigt sich hier eindrucksvoll, dass das New Care Mobil und die Roadshow innovative Pflegekonzepte erfolgreich erlebbar und nahbar machen. Um die Alltagstauglichkeit und Integration des New Care Mobils in der Versorgung zu validieren, empfehlen sich weiterführende Feldstudien, in denen Menschen testweise ins New Care Mobil einziehen.

 


Kontakt

Für Fragen zum Projekt erreichen Sie das Projektteam  unter:

E-Mail: newcaremobil@th-deg.de

Telefon: 0991/3615-8500