Spielzeug für künftige Ingenieure

10.9.2015 |

Gebhardt spendet ausrangierte Maschinenbauteile im Wert von über 7.700 €Euro an Campus

Hochwertiges technisches Spielzeug hat Professor Dr. Josef Weber vom Technologie Campus in Händen gehalten - und dabei freute er sich wie ein kleiner Bub an Weihnachten. Bei den Geschenken der Firma Gebhardt handelt es sich um Maschinenteile. Es sind Anlagenkomponenten, die sich der Campus der begrenzten Mitteln wegen kaum leisten mag. Umso mehr begeisterte es die Verantwortlichen am Dienstag, dass sich eine Firma aus Cham dieser Aufgabe angenommen hat.

 

Georg Westphal aus der Marketingabteilung von Gebhardt oblag es, die Spende zu übergeben: Hochwertige Marketingbauteile, Regeltechnik und Schneckengetriebe befinden sich in den Kartons, die teils noch unversiegelt den TC erreichten. Die Teile im Wert von rund 7.700 € stammen aus dem Lager des Ladungsträgerherstellers, informierte Westphal. Und er betonte: Die Campus-Vertreter durften sich schon vorher umsehen, damit sie auch die passenden Teile zum Einsatz in der Lehre erhalten würden. Gebhardt gibt sie her, weil das Unternehmen sie nicht mehr bräuchte. Die darauf basierenden Endprodukte, in denen sie Verwendung fanden, stellt die Chamer Firma nicht mehr her. Dennoch sind sie noch modern und finden Anwendung in der Praxis. Also stellte sich die Frage: Was soll das Unternehmen damit anfangen? Wegschmeißen kam für die Verantwortlichen nicht infrage. Da sie jedoch große Stücke auf die hochwertige akademische Ausbildung an der Badstraße halten, fiel die Entscheidung: Die Technik bekommt der TC als Spende.

Die Freude bei Prof. Dr.-Ing. Peter Firsching, Michael Fuchs und Professor Dr. Josef Weber war groß. Weber schmiedete bereits Pläne, wie die Motoren, Netzteile und Steuermodule an der Hochschule einzusetzen sind. In Gruppenarbeiten können die Studenten der Mechatronik auf die Spur kommen, indem sie die Funktionsweise der Gerätschaften herausfinden. Genausogut könnten die Teile auch als Anschauungsobjekt dienen. Weil der TC aber neben der Theorie auch praktisches Wissen vermittelt, kommt das gespendete Material bei Studentenprojekten zum Einsatz. Dort lernen die Nachwuchsingenieure die Finessen des Mechatronikers kennen. Nicht länger nur im kleinen Modell bauen sie dann eine Anlage auf, wie sie beim potenziellen Arbeitgeber Gebhardt steht. Damit ist möglich, sie in Lebensgröße zu bestaunen.

"Das sind Komponenten, die in der studentischen Ausbildung gut Anwendung finden", ist auch Firsching überzeugt. Damit werde der Campus seinem eigenen Anspruch gerecht. Nach den Worten des operativen Leiters des Technologie Campus Cham, Diplom-Ingenieur Michael Fuchs, lautet der: "Der Student soll hier rausgehen und der Firma sofort zur Verfügung stehen."

Chamer Zeitung vom 23.11.2016