Das neue Domizil des Technologiecampus Grafenau

13.7.2015 |

Perfekte Lage mitten im Zentrum
Mitten am Stadtberg gelegen, mit einer hellen und freundlichen Ausstrahlung, fügt sich das neu
errichtete Campusgebäude harmonisch ins Stadtbild von Grafenau ein. Es birgt innen eine Fläche von knapp 1.000 qm. Zwei Großraumbüros auf jedem Stockwerk und einige Besprechungsräume sind die Haupteinrichtungen. Um Daten geht es hier im Campus. Daten sind das Gold der Zukunft, sagt man. In den zwei Arbeitsfeldern Big Data Analytics und Supply Chain Management arbeiten derzeit 14 Mitarbeiter des Campus an Problemstellungen, die sich mit Daten lösen lassen, die in die richtigen Zusammenhänge gebracht werden. Auch Methoden der künstlichen Intelligenz spielen hierbei als Arbeitsmittel eine Rolle. Die verschiedensten Berufe sind im Campus vertreten - Physiker, Mathematiker, Kaufleute, Ingenieure, Informatiker und Statistiker. Da ist ein Austausch untereinander sehr wichtig und deshalb haben wir uns für die Großraumbüros entschieden, erklärt Campuschefin Diane Ahrens im Gespräch. Doch gibt es in den Büros mittig platzierte schallisolierte Besprechungswürfel, die ein kurzes Gespräch ohne Störung erlauben. Übrigens fast Zweidrittel der Mitarbeiter stammen aus der Region Bayerischer Wald. Sie haben auf diesem Weg einen heimatnahen hochqualifizierten Arbeitsplatz gefunden. Weitere Mitarbeiter sollen in Zukunft das vorhandene Team ergänzen. Im Erdgeschoss befindet sich ein großer Vortragsraum. Modernst ausgestattete Medientechnik bietet dort alle Möglichkeiten. Ab April werden hier die ersten Studentinnen und Studenten ihre Videovorlesungen zum Bachelorstudium „Kindheitspädagogik für Erzieherinnen“ mitverfolgen. Dieser berufsbegleitende Studiengang der Technischen Hochschule Deggendorf findet im Rahmen des Forschungsprojektes DEG_DLM (Deggendorfer Distance Learning Modell) stat. 30 Anmeldungen von denen allein zehn aus dem Grafenauer Raum kommen, zeigen das Interesse an dem Angebot. Für diesen Studiengang muß man kein Abitur vorweisen. Weitere Studiengänge sind geplant. Es wird sich noch einiges tun in dem neuen Domizil des Campus. Ein Datenlabor ist geplant. Ebenso sind Weiterbildungen zum Thema Datenanalyse im Gespräch. Ab Oktober wird ein weiterer Professor am Campus arbeiten. Er forscht auf dem Gebiet der innovativen Datenbanktechnologien . Vielleicht noch ein paar Worte zum Gebäude selbst. Ein großer Lichthof, der bis zum zweiten Stockwerk reicht und die hohen, hellen Fenster auf der Ost und Westseite machen das Haus auch innen hell und freundlich. Weiß- und sanfte Grautöne herrschen vor. Jede Etage bekommt aber noch ein buntes Glasbild.
Die Bilder symbolisieren die Forschungsfelder und den „Silicon Forest“ - die Zukunftsvision für den Bayerischen Wald. Die offizielle Eröffnung wird noch bis in den Herbst warten müssen, denn die Außenanlagen sind noch nicht fertig gestellt. Für die Bevölkerung ist ein Tag der offenen Tür angedacht, eine Möglichkeit für jeden hinter die Kulissen zu schauen.

08/2016 | Neue Woche