Wenn das Auto seinen Fahrer nicht versteht

4.10.2016 |

Erster Workshop zu "Big Data" am Technologiecampus Grafenau – Blick in die Zukunft von Nadja-Amira Axer

pnp 2017 3 25Dozent Michael Fernandes referiert beim Workshop um TCG über die Welt der Daten und gibt Einblicke in das "Big Data"-Projekt. − Foto: Axer

Grafenau. Der "Silicon Forest" ist ein bedeutender Standort für Informationstechnik und Datenverarbeitung, er erstreckt sich zwischen Bayerischem Wald und Südböhmen. Dort arbeiten der Technologiecampus Grafenau (TCG) und das Technologiecentrum Písek in Kooperation mit der Südböhmischen Wirtschaftskammer und der IHK Niederbayern daran, das Leben mit Hilfe von Datenerfassung und -verarbeitung leichter zu machen. 

Ein Beispiel: Der Autofahrer gibt seinem Wagen über Spracheingabe den Befehl, zu Hause anzurufen oder eine Route neu zu berechnen. Dabei spricht er allerdings Bairisch, nicht Hochdeutsch. Das Spracherkennungssystem antwortet, ihn wegen seiner Aussprache nicht verstanden zu haben. Das ist nicht nur ärgerlich für den Autofahrer, das ist auch ein Problem, mit dem sich die Wissenschaft der "Big Data" beschäftigt. 

Big Data, an anderer Stelle auch als "künstliche Intelligenz" bezeichnet, befasst sich mit der Datenanalyse, um kunden- und nutzerorientiert und vor allem vorausdenkend arbeiten zu können. Das Projekt "Internationales Big Data Zentrum Ostbayern-Südböhmen" bietet Unternehmen die Möglichkeit, sich über die effiziente Nutzung von Daten zu informieren und an Pilotvorhaben teilzunehmen. Wichtig wird das Wissen über die richtige Datennutzung für Firmen beispielsweise dann, wenn es darum geht, die Logistik zu koordinieren. Ist es im Einzelhandel machbar, eine bestimmte Anzahl von Büchern an die Kunden zu verkaufen, hat der Online-Handel völlig neue Dimensionen geschaffen: Millionen von Produkten werden von Millionen von Käufern erworben. Ein logistischer Akt, den der Mensch ohne intelligente Technik nicht mehr bewerkstelligen kann.

25.03.2017 | PNP – Regionalausgabe Freyung/Grafenau