Landkreis-Exkursion führt in Molkerei und Milchviehbetrieb
27.5.2026 | THD-Pressestelle
Rund 20 Studierende des Masterstudiengangs „Global Public Health“ am European Campus der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) haben bei einer Exkursion zur Molkerei Frischli in Eggenfelden sowie in den Milchviehbetrieb Gschöderer nahe Simbach Informationen aus erster Hand erhalten.
In der Molkerei erklärte die Qualitätsmanagement-Beauftragte, Elke Zauner, der Besuchergruppe die Produktionsabläufe. Dazu zählen hohe Standards bei der Hygiene inklusive der ständigen Überprüfung der Lebensmittelsicherheit, kurz HACCP genannt.
Ganz im Zeichen von Landwirtschaft, Melkhygiene, Tierhaltung und -gesundheit stand der Besuch im Familienbetrieb Gschöderer. „Von Frühjahr bis Herbst halten wir unsere Kühe auf einer Kurzrasenweide, nur zum Melken kommt die Herde in den Stall“, erklärte Konrad Gschöderer. Im Winter bewegen sich dem Landwirt zufolge die Tiere im Laufstall mit großzügigem Außenbereich.
Fasziniert zeigten sich die Studierenden von der Kombination aus gelebter Tradition und modernster Technik. So haben alle Tiere noch einen Namen inklusive dem Zuchtbullen Helgo. Zugleich sammelt ein im Pansen eigesetzter Bolus-Sensor wichtige Daten zur Gesundheit sowie zur Brunstkontrolle.
Auf einem Maisacker erklärte Gschöderer einen Analysekoffer: Mittels Spatenprobe überprüfte der Landwirt die physikalische Qualität des Mutterbodens. In diesem Rahmen weist die Anzahl der Regenwürmer auf dessen organische Qualität hin. Die durchgeführte Versickerungsprobe verdeutlichte, inwieweit der Boden das eindringende Wasser in tiefere Schichten durchlässt. Die Teilnehmer erfuhren: Mangelnde Durchlässigkeit erhöht die Gefahr von Erosion und Hochwasser.
Unter dem Stichwort „One Health“ fasste Prof. Dr. Sabine Dittrich zu guter Letzt „eine gesunde Umwelt, gesunde Tiere und gesunde Menschen“ zusammen. Eine globale Kooperation sei zum Wohle aller. Bei der Exkurs-Organisation wirkte auch Gastdozentin Dr. Christiane Benesch aus Stubenberg mit.
Bild (THD): Landwirt Konrad Gschöderer (rechts) führte den Studierenden des European Campus in Grub bei Eggstetten nahe Simbach vor, wie er mithilfe eines Analysekoffers die Qualität des Mutterbodens bestimmt.