"This site requires JavaScript to work correctly"

Forschen an der THD

Innovativ & Lebendig

Technologie Campus Plattling.

Forschungszentrum Moderne Mobilität

Das Forschungszentrum „Moderne Mobilität“ am Technologie Campus Plattling gliedert sich in zwei übergeordnete Forschungsbereiche. In den Bereich Technologieentwicklungen für Moderne Mobilität und den Bereich Computertomographiegestützte Messtechnik für Echtzeitvermessung kompletter Fahrzeuge.

Über den Technologie Campus Plattling

Das Forschungszentrum „Moderne Mobilität“ am Technologie Campus Plattling wurde 2019 gegründet  und gliedert sich in zwei übergeordnete Forschungsbereiche.

Der Bereich Technologieentwicklungen für Moderne Mobilität umfasst die folgenden sich ergänzenden Schwerpunkte:

  • Energiespeicherung –  Moderne Energiespeicher für mobile Anwendungen, Netzstabilisierung durch Speicherlösungen, Verbesserte Batteriespeicher, Innovative Energiespeicher, Hybridlösungen für die Deutsche Bahn
  • Lösungen für autonomes Fahren – sowohl auf der Schiene wie auf der Straße
  • Leistungselektronik – Hochleistungsladestationen in Kombination mit Speicherlösungen, Ladestationen, Smart Grid, Leistungselektronik im Umfeld von Schienenfahrzeugen, etc.

Der Bereich Computertomographie, gestützte Messtechnik für Echtzeitvermessung kompletter Fahrzeug wird eine robotergestützte Digitalisierungszelle mit Computertomographie in Betrieb genommern , in der ganze Fahrzeuge – sowohl PKWs als auch Schienenfahrzeuge – vermessen werden können. Dieser Forschungsbereich bedeutet ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland.

Seit März 2020 wird die Forschungskompetenz um den Bereich "Autonome, intelligente Robotik" erweitert.

 

 


Tätigkeitsfelder

Technologieentwicklungen für Moderne Mobilität

Der Bereiche Technologieentwicklungen für Moderne Mobilität umfasst die folgenden sich ergänzenden Schwerpunkte:

  • Energiespeicherung
    Moderne Energiespeicher für mobile Anwendungen, Netzstabilisierung durch Speicherlösungen, Verbesserte Batteriespeicher, Innovative Energiespeicher, Hybridlösungen für die Deutsche Bahn
    Ansprechperson: Prof. Dr. Michael Sternad
     
  • Leistungselektronik 
    Hochleistungsladestationen in Kombination mit Speicherlösungen, Ladestationen, Smart Grid, Leistungselektronik im Umfeld von Schienenfahrzeugen, etc.
    Ansprechperson: Prof. Dr. Otto Kreutzer
     
  • Lösungen für autonomes Fahren
    Lösungen für Schiene und Straße
    Ansprechperson: Prof. Thomas Limbrunner

 

Computertomographie und Robotertechnik

  • Computertomographie
    Gestützte Messtechnik für Echtzeitvermessung kompletter Fahrzeuge - Aufbau und Inbetriebnahme einer robotergestützten Digitalisierungszelle mit  Computertomographie, in dem ganze Fahrzeuge – sowohl PKWs als auch Schienenfahrzeuge – vermessen werden können. Dieser Forschungsbereich bedeutet ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland.
    Ansprechperson: Prof. Dr.-Ing. Jochen Hiller
     
  • Autonome, intelligente Robotik
    Ansprechperson: Prof. Dr.-Ing. Jochen Hiller (interim)

 


Projekte

Die ganzheitlichen Forschungsaktivitäten für innovative Lösungen, weit über den automobilen Bereich hinausgehend, bauen auf den bisherigen Forschungsaktivitäten der TH Deggendorf auf. Weitere Projekte zum Forschungsschwerpunkt Innovative Mobilität werden am Technologie Campus Freyung bearbeitet.

 

Aktuelle Projekte:

Abgeschlossene Projekte:

Partner

Der Technologie Campus Plattling arbeitet regional und überregional mit Partnern aus Wirtschaft und Bildung zusammen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Kooperationspartner in unseren Forschungs- und Unternehmensprojekten der einzelnen Arbeitsgruppen.

Falls auch Sie ein Partner werden möchten, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme. Wir unterstützen Sie gerne bei Forschungsprojekten- bzw. -anträgen.


Veranstaltungen

Fachsymposium - Mobilität der Zukunft

Das 5. Fachsymposium – Mobilität der Zukunft findet am Donnerstagden 8. Oktober 2020 der Technischen Hochschule Deggendorf statt.

Neueste Entwicklungen und Forschungsergebnisse zu den Themen Autonomes Fahren, der Elektromobilität als integralem Baustein einer geschlossenen Mobilitätskette, zu energieeffizientem Routing, innovativen Ladekonzepten und Infrastrukturstandards sowie zu Nutzerbedarfen und funktionierenden Anreizsystemen waren Schwerpunkt der Veranstaltung.


Aktuelles

Pressefoto

Am 3. Dezember besuchte eine chinesische Delegation mit Vertretern aus Wirtschaft, Lehre, Forschung sowie dem Verkehrsministerium im Rahmen einer Deutschlandreise auch die Technische Hochschule Deggendorf (THD). Dabei wurden die Forschungsschwerpunkte der THD und des zukünftigen Forschungscampus für Moderne Mobilität (MoMo) in Plattling vorgestellt.

Die Forscher der THD konnten ihren Gästen eine ganze Reihe erfolgreicher Projekte zur intelligenten Mobilität präsentieren. Darunter zum Beispiel das Projekt E-WALD mit einem optimierten Reichweitenmodell für Elektrofahrzeuge sowie ELECTRIFIC mit Empfehlungen für die batteriefreundliche Elektrofahrzeugnutzung auf Basis Künstlicher Intelligenz. Außerdem berichteten die Wissenschaftler der THD über das Projekt CITRAM, bei dem es um intelligente Lichtsignalsteuerung zur Verkehrsoptimierung bei gleichzeitiger Reduktion der CO2 Emissionen geht. Im Zusammenhang mit der „Formula Student Driverless" wurde zusätzlich das Thema Autonomes Fahren angesprochen. Besonderes Interesse weckte abschließend eine wissenschaftliche Betrachtung zu den unterschiedlichen Mobilitätsoptionen im urbanen bzw. ländlichen Raum.
Organisiert wurde die Reise der Delegation aus China von COBER Industrial Service Handels GmbH Frankfurt. Diese blickt auf eine langjährige Zusammenarbeit mit dem THD-Altpräsidenten Prof. Reinhard Höpfl zurück. So war neben renommierten Stationen wie der Messe Hypermotion in Frankfurt oder der Technischen Universität München auch die THD eine Adresse, die in Sachen Moderner Mobilität keinesfalls verpasst werden durfte.

Pressefoto

Sieben bayerische Hochschulen aus Mittel- und Oberfranken sowie Ober- und Niederbayern erhalten insgesamt rund vier Millionen Euro Fördergelder aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Im Rahmen eines Festakts überreichte Wissenschaftsminister Bernd Sibler gestern in München den Hochschulvertreterinnen und -vertretern die Bescheide. Er betonte: „Von Deggendorf über Nürnberg, Erlangen bis Bayreuth und von Hof über Ansbach bis nach Ingolstadt betreiben unsere Hochschulen mit ihren innovativen Projekten zum Wissens- und Technologietransfer praktische Wirtschaftsförderung vor Ort! Kleine und mittlere Unternehmen profitieren unmittelbar von neuesten – immer mit Blick auf die konkrete Anwendung erforschten – Technologien. Unsere Hochschulen sind Innovationsmotoren der Regionen!“

An der THD freute man sich über zwei Förderungen des Ministeriums ganz besonders: Zusammen mit der Universität Bayreuth erhalten die Deggendorfer rund 592.000 Euro für das Projekt „Glas TAOO4.0: Nachhaltige Prozessketten & automatisierte Produktion mit Hilfe von künstlicher Intelligenz“. Die Innovationsinitiative Glas-TAOO (Glas-Technologie-Allianz Oberfranken-Ostbayern) soll einen langfristigen und nachhaltigen Technologietransfer zwischen der oberfränkischen und ostbayerischen Glasindustrie und der Universität Bayreuth sowie dem Technologie Anwender Zentrum (TAZ) in Spiegelau ermöglichen. Nachhaltige Anwendungsfelder für die Werkstofffamilie der Gläser und ressourcenschonende Produktionsprozesse stehen dabei ebenso im Fokus wie der Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Arbeitswelt 4.0. Dabei verfolgt das Projekt den Ansatz, die gesamten Wertschöpfungsketten rund um die Glasproduktion zu betrachten. Neben den Glasproduzenten werden auch deren (potentielle) Kunden und die gesamten Lieferketten mit abgedeckt. Weitere rund 402.000 Euro Fördergeld erhält die THD für „OptiStore - Optimierte Energiespeichersysteme zur nachhaltigen Verwertung“. Im Rahmen dieses Projektes sollen am MoMo (Forschungszentrum für Moderne Mobilität) in Plattling Methoden zum optimalen Betrieb neuartiger Batterie- und Batteriezellentwicklungen erarbeitet werden. Dazu zählen insbesondere Methoden zur Verlängerung der Batterielebensdauer und zur nachhaltigen Verwertung der Systeme in einer „Second-Life“-Anwendung. Das übergeordnete Ziel hierbei ist, den Netzwerkpartnern innovative Ansätze zu einer gesamtheitlichen Optimierung bestehender Testverfahren aufzuzeigen und geeignete methodische Lösungen zu entwickeln. Diese Ansätze sollen in gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben oder individuell mit den Unternehmen zum Beispiel im Bereich „Moderne Mobilität“ umgesetzt werden. OptiStore ist industrieoffen, alle interessierten Industriebetriebe sollen bedarfsweise an den Projektergebnissen partizipieren können. Insgesamt ist die Bandbreite der Themen der geförderten Projekte groß: Sie umfasst neben der Mobilität der Zukunft, die ressourcenschonende Energieversorgung, den Einsatz von künstlicher Intelligenz und Robotik bei der Automatisierung von Produktionsprozessen wie auch Fragen der elektronischen Leistungssteuerung. Wissenschaftsminister Sibler betont: „Die Projekte nehmen entscheidende Themen von morgen in den Blick. Mit ihrer praxisnahen Arbeit unterstützen die Hochschulen so in den Regionen kleine und mittelständische Unternehmen dabei, topmoderne Technologien effizient und zukunftsorientiert zu nutzen. Hochschulen und Betriebe gestalten Hand in Hand unseren Fortschritt!“ Der Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist für den Wissenschaftsminister eine Win-win-Situation für alle: „Die Netzwerke und Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft werden so noch enger. Die Wissenschaft erhält unmittelbaren Einblick in die Bedürfnisse der Praxis und kann ihre Forschung gezielt darauf ausrichten. Zugleich profitiert die Wirtschaft vom aktuellen Stand der Technik.“ Das sichere langfristig die internationale Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsplätze und den hohen Lebensstandard im Freistaat.

Pressefoto

Als vierter Professor im Bunde verstärkt Dr. Otto Kreutzer seit Oktober das Team am Forschungszentrum Moderne Mobilität (MoMo) in Plattling. Er übernimmt den Aufgabenschwerpunkt Leistungselektronik. Als wissenschaftlicher Neuzugang wurde Prof. Dr. Otto Kreutzer im Beisein von Wissenschaftsminister Bernd Sibler an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) begrüßt.

Mobilität und insbesondere klimaneutrale Mobilität mit Auto, Bahn oder Flugzeug zu erforschen und zu realisieren, ist eines der grundsätzlichen Ziele von Otto Kreutzer. In der Stromerzeugung, Energieumwandlung und Energienutzung sieht er noch viele Arbeitsfelder, die es entsprechend abzudecken gilt. Daher war es für ihn die beste Entscheidung, sich als Professor der THD und des Technologie Campus Plattling zu bewerben: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern und Industriepartnern. Durch die besondere industriebezogene Praxisnähe, die im Besonderen das neue Forschungszentrum bietet, bin ich sehr zuversichtlich, dass die Forschungsergebnisse viel schneller als sonst üblich ihren Weg in die Innovationskraft unserer lokalen Firmen finden.“ Neben seinem Forschungsauftrag in Plattling, wird Otto Kreutzer in der Lehre an der Fakultät Elektrotechnik und Medientechnik tätig sein. Besonders liegt ihm am Herzen, den zukünftigen Ingenieuren klimaneutrale Entwicklungsziele und Technologien zu vermitteln, die die Wirtschaft in eine zukunftsfähige und solide Richtung lenken.
Thematisch setzt der gebürtige Oberpfälzer mit der Professur an der THD seinen Werdegang geradlinig fort. Otto Kreutzer wuchs in Weiden i. d. OPf. auf und absolvierte 2006 sein Abitur am dortigen Kepler Gymnasium. Er studierte an der Fachhochschule Landshut Elektrotechnik und schloss das Studium 2011 mit dem Master of Science ab. Danach war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer Institut in Erlangen tätig und promovierte gleichzeitig im Bereich der Leistungselektronik mit dem Spezialgebiet Gleichspannungswandler für Elektrofahrzeuge. Privat ist Otto Kreutzer gerne sportlich in der Natur unterwegs und hat sich auch schon im Bierbrauen versucht.

Pressefoto

Bei der modernen Mobilität wird an vielen Rädern gedreht: Autonomes Fahren, leistungsfähige Batterierohstoffe, wirkungsfähige und verlustarme Ladeinfrastruktur oder Anreizsysteme für energiebewusstes Fahren. Eines hat das 4. Deggendorfer Fachsymposium „Mobilität der Zukunft“ am 9. Oktober an der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) auf jeden Fall bestätigt: Den einen Weg, der zum Ziel führt, gibt es nicht.

In seiner Key Note skizzierte Simon Fürst die strategische Ausrichung der BMW Group im Werk in Dingolfing in Sachen zukünftiger Antriebstechnologien. Dabei wurde klar: Allein schon, weil eine Marke wie BMW ganz unterschiedliche Absatzmärkte mit ganz unterschiedlichen Infrastrukturen und Rahmenbedingungen bedient, müssen auch diversifizierte Optionen in Forschung und Entwicklung im Auge behalten werden. Bei den Antriebstechnologien heißt dies, dass neben hydrogenen Antrieben auf Wasserstoffbasis und rein elektrischen Fahrzeugen selbstverständlich auch eine weiterhin die Verbrennertechnik optimiert werde. Prof. Ralph Pütz von der Hochschule Landshut konnte sich den Ausführungen von Fürst nur anschließen. Sein Institut BELICON hat in der Vergangenheit alle Arten von Bussen untersucht, vermessen und verglichen. Den klassischen Diesel, aber eben auch Fahrzeuge, die mit Erdgas bzw. Biogas betrieben werden sowie Hybridbusse. Im Ergebnis kann Pütz die generelle Verteufelung der Dieselbusse nicht teilen. Laut seinen Ergebnissen wird ein Dieselbus der EURO VI Norm bezüglich der Schadstoffemissionen nur von biogasbetriebenen Bussen bzw. von Elektrobussen, die ausschließlich mit regenerativem Strom fahren, übertroffen. Mit sogenannten „emissionsfreien“ Fahrzeugen werden also bei Betrachtung des aktuellen deutschen Strommixes kaum Verbesserungen gegenüber einem Diesel EURO VI möglich sein. Die beiden genannten Perspektiven für den Individual- bzw. den Öffentlichen Personennahverkehr zeigen exemplarisch, worüber sich am Ende alle Experten aus Forschung, Industrie, Kommunen und Zweckverbänden beim Deggendorfer Symposium einig waren. Einen Königsweg gibt es bei der Mobilität (noch) nicht. Vielmehr erscheint ein Mix aus verschiedenen Ansätzen am erfolgversprechendsten: maximale Energieeffizienz, unterschiedliche Antriebstechnologien oder die Kompensation bzw. Verhinderung von hohen Verlusten in der Leistungselektronik. Die angebotene Fachausstellung im Rahmen des Symposiums bot darüber hinaus vertiefende Einblicke in aktuelle Entwicklungen.

Pressefoto

Autonomes Fahren, energieeffizientes Routing, innovative Ladekonzepte und Infrastrukturstandards sowie Nutzerbedarfe und funktionierende Anreizsysteme. Moderne Mobilität hat viele Gesicher. Wie diese aussehen können, darum geht es beim 4. Deggendorfer Fachsymposium „Mobilität der Zukunft“, das am 9. Oktober von 9 bis 16 Uhr im Günther-Karl-Forum der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) stattfinden wird. Für die Key Note konnte der renommierte Experte Simon Fürst von der BMW Group gewonnen werden.

Parallel zum aktuell laufenden Aufbau des neuen Forschungszentrums „Moderne Mobilität“ am Technologie Campus Plattling hat auch das Deggendorfer Fachsymposium in der vierten Auflage seine Perspektiven und Inhalte erweitert. War in der Vergangenheit der Blick noch relativ eng auf die Elektromobilität gerichtet, so gilt die Aufmerksamkeit heute ganzheitlichen Konzepten zur Mobilität. Es gilt dabei, unterschiedlichste Aspekte zu beleuchten und in einen gemeinsamen Kontext zu stellen. Die Themen reichen deshalb vom autonomen Fahren über Fahrsicherheit, Parkleitsysteme, Batterietechnologien, Reichweitenkonzepte, alternative Antriebe bei Nutzfahrzeugen, urbanes Verkehrsmanagement oder Verteilung von Energieressourcen bis hin zu innvovativen Antriebstechnolgien.

Neben einer Vielzahl von hochkarätigen Experten, die in ihren Vorträgen praxisnah über den neuesten Stand der Entwicklungen berichten, wird auch die Ausstellung von Industrie- und Forschungsprojekten ein wesentlicher Bestandteil des Fachsymposiums sein. Ausgewählte Projekte erhalten hier Gelegenheit, ihre Ergebnisse zu präsentieren und sich untereinander zu vernetzen.

Beispiele aus der Praxis kommen in diesem Jahr aus der Oberpfalz. Sandra Schmidt vom Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz stellt das kommunale eCarsharing und die dort den Bürgern und Bürgerinnen zugängliche Ladeinfrastruktur vor. Dieses Beispiel belegt außerdem eine erfolgreiche Umsetzung der Produktpalette des größten Systemanbieters für Elektromobilität in Deutschland, der E-WALD GmbH. Das Verbundprojekt „E-WALD – Elektromobilität im Bayerischen Wald“ wurde ursprüglich von der THD geleitet und koordiniert.

Pressefoto

Mit Dr. Michael Sternad konnte die Technische Hochschule Deggendorf (THD) einen hochkarätigen Wissenschaftler als Professor für das gerade im Aufbau befindliche Forschungszentrum für moderne Mobilität (MoMo) in Plattling gewinnen. Sternad ist Fachmann für Batterietechnologie. Er wird am MoMo neue Materialien für Batterien erforschen und sich mit Themen wie der Batteriealterung sowie deren Ursachen und möglichen Vermeidung beschäftigen.

„Erfolgreich ist ein Projekt dann, wenn sich die Investitionen auch tatsächlich amortisiert haben.“ Mit dieser kompetitiven Einstellung ist der neue THD-Professor im MoMo Plattling an genau der richtigen Stelle. Schließlich wird es dort ab 2020 um den Wissens- und Technologietransfer in einem der aktuellsten Themen unserer Zeit gehen. Prof. Sternad, welcher über 23 Patente und Patentanmeldungen hält, bringt dafür jede Menge Erfahrung mit. Bereits im Rahmen seiner Diplomarbeit sowie der nachfolgenden Promotion beschäftigte sich der 47-Jährige mit Lithium-Ionen-Batterien. Sein umfangreiches Fachgebiet liegt in der Chemie und Technologie elektrochemischer Energiespeicher „Was mich an dem Thema fasziniert, ist die Vielseitigkeit dieser Forschungsrichtung“, sagt Sternad. So beschreibt der gebürtige Linzer auch die Entwicklung einer nur wenige Quadratmillimeter großen Silizium-Mikrobatterie als einen wichtigen Meilenstein seiner Karriere. „So eine Batterie kann vollautomatisiert und in großen Stückzahlen hergestellt werden. Sie versorgt ohne erneutes Aufladen über Jahre hinweg Sensoren mit Energie.“, berichtet der Wissenschaftler über ein Projekt, das er zwischen 2011 und 2016 zusammen mit der Infineon Technologies Austria AG realisiert hat. „Nur Wissen“, ist Sternad überzeugt, „überdauert unbeschadet die Jahrhunderte, bildet die Basis für neues Wissen und bringt die Menschheit tatsächlich voran.“ Deshalb sei das Bestreben, Neues herauszufinden auch immer eine Triebfeder seiner persönlichen Karriere gewesen. Die herausfordernde und fachlich nahezu einzigartige Arbeit mit seinen Doktorvätern Prof. Jürgen Otto Besenhard (TU Graz) und Prof. Martin Winter (heute MEET Münster) seien für ihn persönlichkeitsprägend gewesen. Sich selbst bescheibt Professor Sternad als „kreativ und analytisch“. Den Kopf frei für neue Ideen bekommt er am besten beim Laufen. Und auch das Reisen hilft, neue Impulse aufzunehmen und die eigenen Batterien aufzuladen.

Anfahrt

 

 

Technische Hochschule Deggendorf
Technologie Campus Plattling
Forschungszentrum "Moderne Mobilität"

Werkstraße 17
D-94447 Plattling

+49 (0)991 3615 621
+49 (0)991 3615 297

tc-plattling@th-deg.de