Presseartikel

Karriereoption Hochschulprofessur

THD will als Arbeitgeber sichtbarer werden

18.5.2021 |

Bund und Länder haben vergangenes Jahr das Programm „FH-Personal“ ins Leben gerufen, das ausgewählte Fachhochschlen bzw. Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) finanziell unterstützt, Personal für Lehre und Forschung zu gewinnen. 95 Fachhochschulen haben sich beworben, 64 erhielten den Zuschlag. Darunter die Technische Hochschule Deggendorf (THD), die jetzt mit der Umsetzung der Maßnahmen beginnt, um die Karriereoption einer Hochschulprofessur zu stärken.

Auf der Suche nach Professorennachwuchs sind Hochschulen für Angewandte Wissenschaften harter Konkurrenz ausgesetzt. Geeignete Bewerber mit der entsprechenden Berufserfahrung lockt häufig eine Tätigkeit in Unternehmen der freien Wirtschaft. Forschungsinteressierte zieht es eher an die Universitäten. Auch die THD spürt das. Obwohl die Bilanz insgesamt sehr positiv ausfällt, verzeichnet die Hochschule seit einiger Zeit einen Abwärtstrend bei der Anzahl geeigneter Bewerber auf Professuren. Zum Beispiel weil die geforderte Praxiserfahrung nicht gegeben ist. Weil wenig Frauen eine Bewerbung einreichen. Und die gebrauchten internationalen Bewerber fehlen. Das Bund-Länder-Projekt „FH-Personal“ kam daher wie gerufen. Nun kann die Hochschule verschiedene Maßnahmen ergreifen, um die Bewerberlücken zu füllen. Als Arbeitgeber will die Hochschule zukünftig sichtbarer werden, insbesondere für den weiblichen und für den internationalen wissenschaftlichen Nachwuchs. Wenn möglich soll professorales Personal aus den eigenen Reihen heranwachsen. Geplant sind ein Tandemprogramm für Promotionen, Stellen Post-Docs und ein Zertifikatsprogramm, das begleitend zur Promotion angeboten wird. Außerdem will sich die Hochschule mitarbeiterfreundlich entwickeln, so dass Vereinbarkeit von Forschung und Lehre sowie Beruf und Familie ein Thema sind. Vier Millionen Euro stehen der Hochschule von Bund und Ländern zur Verfügung, um die angedachten Maßnahmen und Ziele bis 2027 zu erreichen und damit den innovativen Wachstumskurs fortzuführen und die Forschungsstärke der THD auszubauen.

Bild (THD): Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Andreas Grzemba und Vizekanzlerin Birgit Augustin leiten den Steuerkreis des Projekts ProForTHD.