Spitzenergebnis für die THD im WURI-Ranking

Weltweit Platz 5 in "Entrepreneurial Spirit", Platz 7 in "Crisis management"

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Prof. Dr. Georgi Chaltikyan, Studiengangsleiter des Masterstudiengangs Digital Health am European Campus Rottal-Inn (ECRI), wurde als Hauptredner und Diskussionsteilnehmer zu zwei internationalen Kongressen zum Thema Digital Health eingeladen, die von Brasiliens dynamischer Digital Health-Community organisiert wurden. Er sprach sowohl auf dem Global Summit on Telemedicine and Digital Health als auch auf dem Brazilian Congress of Telemedicine and eHealth, die beide im November 2021 stattfanden.

Bei der ersten Veranstaltung handelte es sich um ein Webinar im Vorfeld des Treffens zum Thema "Digital Health Education", das Teil der Veranstaltungsreihe "Global Summit on Telemedicine and Digital Health" war. In seiner Keynote sprach Prof. Chaltikyan über die Geschichte und die Entwicklung von Telemedizin und Telehealth zu eHealth und Health IT und schließlich zu Digital Health (mit wichtigen Unterschieden zwischen den Konzepten und Definitionen), gab Einblicke in das sich verändernde Paradigma der Health IT- und Medizin-/Gesundheitsinformatik-Ausbildung, erörterte den neuartigen Ansatz zur Förderung interdisziplinärer Spezialisten, die in der Lage sind, die digitale Transformation des Gesundheitswesens voranzutreiben, und stellte die Erfahrungen mit dem Master of Digital Health am DIT-ECRI vor. Der Global Summit 2021, der vom 9. bis 12. November in São Paulo stattfand, zog zweitausend virtuelle Teilnehmer aus der ganzen Welt an und bot an vier Tagen 100 Stunden Inhalt in 95 Sitzungen, die von 200 Rednern aus 24 Ländern präsentiert wurden.

Auf dem brasilianischen Kongress für Telemedizin und eHealth wurde Prof. Chaltikyan zu einer Podiumsdiskussion mit dem Titel "Professional Education Transforming Telemedicine and Digital Health" eingeladen. An der Diskussion nahmen auch Prof. S. Yunkap Kwankam, der Exekutivdirektor der Internationalen Gesellschaft für Telemedizin und eHealth (ISfTeH), Herr Frank Lievens, der Exekutivsekretär der ISfTeH, und Frau Dina Ziadlou, Vorsitzende der ISfTeH-Arbeitsgruppe zur digitalen Transformation, teil. Moderiert wurde die Diskussion von Prof. Jefferson Fernandes, Leiter des Bildungsprogramms und Vorstandsmitglied der ISfTeH. Die Podiumsteilnehmer präsentierten ihre Visionen und Meinungen über die Optimierung der Ausbildung im Bereich Digital Health auf internationaler und globaler Ebene und führten eine lebhafte Diskussion über die Herausforderungen und Möglichkeiten der Bereitstellung von Fachkräften für die digitale Transformation.

Sowohl in der Keynote als auch in der Podiumsdiskussion wurde auch die laufende Arbeit am Consortium of Educational Institutions in Digital Health (CONEDIG) vorgestellt und diskutiert, einer Initiative unter der Schirmherrschaft des ISfTeH, zu deren Gründungsmitgliedern DIT-ECRI gehört.

Der ECRI der Technischen Hochschule Deggendorf ist seit 2018 akademisches institutionelles Mitglied des ISfTeH.

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In der Mikroelektronik weiß man: je kleiner, effizienter und mobiler Mikrochips sind, umso vielfältiger sind die Anwendungen. Professor Michael Sternad von der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) hat eine Möglichkeit gefunden, Mikrochips mit einer integrierten Batterie zu produzieren. Die Minibatterie ist leistungsstark und einfachst herstellbar. Das ist in dieser Dimension weltweit noch niemandem gelungen. Der Vorteil: Mikrochips mit Batterie können autark und vielfältig eingesetzt werden. Die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Arbeit hat Michael Sternad jetzt veröffentlicht und möchte gerne mit Interessierten in Kontakt treten.

Als Ergebnis mehrjähriger Grundlagenforschung, die Michael Sternad an der TU Graz begonnen hat, zeigt er auf, wie monokristallines Silizium, das Material eines Mikrochips, als Batterie-Elektrode nutzbar gemacht werden kann. "Der Mikrochip beherbergt dann nicht nur die Elektronik, sondern ist gleichzeitig Teil einer Mini-Batterie", sagt Sternad. Das Silizium als Material des Mikrochips war dabei die Herausforderung. Beim Aufladen ändert es die Struktur. Es zerspringt in unzählige Teilchen. Sternad hat sich damit beschäftigt und einen Weg gefunden, das Silizium optimal für das Aufladen vorzubereiten. Die neuen Batterien können bei einem geringen Kapazitätsverlust von nur wenigen Prozent mehrere hundert Male aufgeladen werden. "Mit dieser hohen Zahl an Wiederaufladungen ist das weltweit noch nie gelungen", sagt Sternad. Und die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Sie können extrem winzig, nämlich bis zu 0,1 mal 0,1 Millimeter, in beinahe beliebiger Gehäuseform und extrem billig, um ein bis zwei Cent pro Stück, hergestellt werden. Die Energiedichte ist aber ähnlich hoch wie bei den besten kommerziellen Lithium-Ionen-Batterien. Eine besonders hohe Nachfrage kommt aus der Flugzeugindustrie. Energieautarke Sensoren sparen in Flugzeugen ganz einfach Gewicht, weil die Verkabelung wegfällt. Es gibt aber noch viele weitere Anwendungsbeispiele, wie die Überwachung von Blutkonserven, fieberdetektierende Pflaster oder im Automobilbereich. Über die Forschungsarbeit von Michael Sternad können Interessierte im renommierten Journal „Advanced Material Technologies“ nachlesen. Er steht aber auch persönlich für Fragen zur Verfügung: michael.sternad@th-deg.de.

Link zur Veröffentlichung: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/admt.202100405

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Der Landkreis Rottal-Inn hat sich zusammen mit Projektpartnern in dem Projekt „med4PAN“ der Verbesserung der medizinischen Versorgung im Landkreis Rottal-Inn verschrieben. Die Gesamtleitung des Projektes übernimmt der European Campus Rottal-Inn (ECRI) der Technischen Hochschule Deggendorf (THD). Für diese Idee überreichte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer dem Bundestagsabgeordneten Max Straubinger und dem Projektteam um Projektleiter Prof. Dr. Thomas Spittler am 18. November einen Förderbescheid in Höhe von 3,64 Millionen Euro.

In seiner Rede zur Übergabe des Förderbescheids hob Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer das Projekt als ein Leuchtturmprojekt hervor, welches auch auf viele andere Landkreise anwendbar ist und die medizinische Versorgung im ländlichen Raum nachhaltig verbessern wird. Der Minister betonte darüber hinaus, dass er das Projekt weiterhin persönlich begleiten möchte. Für MdB Max Straubinger, der bei der Übergabe als Abgeordneter des Landkreises anwesend war, handelt es sich bei „med4PAN“ ebenfalls um ein Leuchtturmprojekt. Er betonte die Bedeutung für den ländlichen Raum und wie durch das Projekt das Leben von Bürgerinnen und Bürgern mit Falle eines Notfalls oder einer Behandlung im Krankenhaus im Landkreis Rottal-Inn verbessert werden wird.

In Rottal-Inn, dem streusiedlungsreichsten Landkreis Deutschlands, sind im Notfall die Wege zwischen den Krankenhäusern überdurchschnittlich weit und für den Patienten zählt jede Minute. Um dieser Problematik künftig entgegenwirken zu können, untersucht das Projekt „med4PAN“ in vier konkreten Anwendungsfällen die Nutzung modernster Technologien in der medizinischen Versorgung.

Das Projekt setzt bereits bevor die Patienten überhaupt in der Klinik ankommen, an. Durch die Verknüpfung von Rettungsdienst und Rottal-Inn Kliniken soll die Versorgung von Patienten, die sich in einer Notfallsituation im Rettungswagen befinden, verbessert werden. Dazu werden Live-Videos des Patienten, die mit einer 360° Kamera im Rettungswagen erfasst werden, in die Notaufnahme übermittelt und die Ärzte können sich bereits vor Eintreffen des Rettungswagen ein Bild der Lage machen. Darüber hinaus soll mit dem Projekt die Kommunikation von Telekonsilien verbessert werden, die es Fachärzten aus unterschiedlichen Standorten der Rottal-Inn Kliniken erlauben, sich virtuell auszutauschen und so zur telemedizinischen Entscheidungshilfe beizutragen. Dadurch werden Zeit, Kosten, Belastung und Stress für alle Beteiligten reduziert und die Patientenversorgung verbessert. Im Rahmen des Projektes soll die Lokalisierung von Gegenständen und Personen in Kliniken erleichtert werden. Für medizinisches Personal würde das zu einer großen Erleichterung führen, da das benötigte Gerät geortet, sofort gefunden und dem Patienten so schneller geholfen werden kann. 

Neben den konkreten Fällen im Rettungswagen und der Klinik wird das Projekt auch einen sogenannten Innovationshub am ECRI aufbauen. Im Rahmen dessen werden die auf modernster Technologie basierenden Anwendungen wissenschafftlich erarbeitet, getestet, evaluiert und für weitere Anwendungsfälle skaliert. Dazu zählt beispielsweise die Lieferung eines Defibrillators mittels Drohne oder die Übermittlung von Bildern eines hochaufgelösten histopathologischen Schnittes in Echtzeit an den Spezialisten.

Das Projekt „med4PAN“ wird von Prof. Dr. Thomas Spittler geleitet und von Anna Schmaus-Klughammer, LLB (hons.), als Koordinatorin des Projektes an der THD unterstützt. Als Projektpartner sind neben dem Landkreis Rottal-Inn, die Rottal-Inn Kliniken, das Bayerische Rote Kreuz, das Frauenhofer Institut und die Firmen medDV und becon GmbH beteiligt.

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