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Presseartikel
Bild (THD): Präsentierte bei der vom EnergieKreis initiierten Veranstaltung zum Wissenstransfer namhaften Fach- und Führungskräften aus Niederbayern seine überdachte Parkfläche als rentables Kraftwerk: Thomas Haslinger von der gleichnamigen Firmengruppe in Aldersbach.

Parkplätze als Kraftwerke

Wie auf versiegelten Flächen grüner Strom erzeugt wird
22.9.2026 | THD-Pressestelle

Das Projekt EnergieKreis hat in Aldersbach eine Veranstaltung zum Wissenstransfer mit dem Thema „Parkfläche als Kraftwerk: Die PV-Parkplatzüberdachung am Praxisbeispiel der Haslinger Firmengruppe“ durchgeführt. Rund 25 Fach- und Führungskräfte aus ganz Niederbayern waren beim Best-Practice-Besuch dabei. Die präsentierte Anlage zum Erzeugen erneuerbarer Energie eignet sich ganz zur Freude der beteiligten Wissenschaftler der Technischen Hochschule Deggendorf (THD) zum Nachahmen.

Zum Auftakt der zweistündigen Veranstaltung skizzierte Dr. Maria Bieringer das THD-Projekt EnergieKreis, dessen Netzwerk und Ziele. Dabei hob sie die gemeinsamen Interessen von wissenschaftlicher Forschung und praxisnaher Umsetzung hervor. Das übergeordnete Ziel des Projekts sei es, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch den Transfer innovativer Technologien zu unterstützen. Mithilfe des EnergieKreises sollen Wettbewerbsvorteile entwickelt, die Betriebe optimal auf zukünftige Marktanforderungen vorbereitet, der Zugang zu Innovationen erleichtert und die regionale Vernetzung nachhaltig gestärkt werden.

Vom traditionellen Stahlbau zur Zukunftsenergie

Thomas Haslinger von der gleichnamigen Stahlbau-Firmengruppe stellte die Parkplatzüberdachung per PV-Modulen am Standort Uttigkofen (Aldersbach) vor. Was als internes Energiekonzept seinen Anfang nahm, mündete ihm zufolge im Gründen des vierten Unternehmensbereichs: Haslinger Energy. Bis dahin waren PV-Parkplatzüberdachungen meist teure Sonderkonstruktionen. Im Gegensatz dazu setzt die Firmengruppe nun auf eine standardisierte, modulare Fertigung mit Typenstatik. Wichtige Punkte bilden dabei:  optimierte Flächennutzung, nutzerfreundliches Design, Rundum-Wetterschutz und die Zusammenarbeit mit einem regionalen Elektrounternehmen als Gesamtpaket.

Wirtschaftlich überzeugt die Anlage laut Haslinger durch schnelle Amortisation, in der Regel zwischen sechs bis elf Jahren. Die Kosten lassen sich durch das Standardisieren auf bis zu 1.000 Euro pro kWp senken. „Je mehr Strom im eigenen Betrieb verbraucht wird, desto rentabler ist das Gesamtsystem,“ machte der Referent klar. Des Weiteren präsentierte er das firmeneigene Planungstool, den Solar-Carport-Kalkulator. Dieser analysiert mithilfe von 2D-Daten weltweit Standorte und erstellt Angebote.

Ganz im Sinne des Projekts begreift sich der EnergieKreis als Transferplattform, die für den Schulterschluss von Wirtschaft und Wissenschaft steht. Zudem soll die Wertschöpfung in der Region gehalten werden; Kontaktaufnahme per E-Mail an: energiekreis@th-deg.de. Der EnergieKreis wird vom Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) der Europäischen Union gefördert und läuft von 2026 bis 2028. Die Bewilligung erfolgte durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.